22.03.2026
„Hier fängt Zukunft an!“ – doch um uns herum scheint die Welt oft von Krieg, Armut und Krisen geprägt zu sein. Trotzdem entstehen Hoffnung und Perspektiven, wo Menschen einander helfen, Bildung ermöglichen und junge Leute ihre Zukunft mutig gestalten, wie das Projekt CODAS in Douala zeigt. Wie Jesus Lazarus aus dem Grab ruft, lädt uns Gott ein, Leben zu schenken und gemeinsam die Fesseln zu lösen, damit echte Zukunft wachsen kann.
„Hier fängt Zukunft an!“ Ach wirklich? Wo denn? Um mich herum sehe ich nur Krieg und Gewalt, Krankheit, Hass, Streit, Wirtschaftskrise, Altersarmut, unbezahlbarer Wohnraum, mangelnde Gesundheitsvorsorge …So denke ich manchmal pessimistisch, Zukunfts-und Hoffnungslos.
„Hier fängt Zukunft an!“ Viele junge Leute wagen einen Neuanfang mit einem „Start-up“, wir haben trotz aller Krisen und Einsparungen ein recht gut funktionierendes Schul- Bildungs- und Sozialsystem, in unserem Heimatland leben wir ohne Krieg … so sehe ich die Welt optimistisch, voll Hoffnung und Zukunft.
„Hier fängt Zukunft an!“ So lautet das Leitwort der diesjährigen Misereor-Fastenaktion, die unseren Blick auf Kamerun und dort auf ein Projekt von CODAS – Caritas in der Hauptstadt Douala lenkt. CODAS unterstützt junge Menschen dabei, eine eigne berufliche Perspektive zu entwickeln und umzusetzen. Ja, hier fängt Zukunft an!
In Douala leben eine Million Menschen. Die meisten sind Kinder und Jugendliche. Viele von ihnen können nicht zur Schule gehen, haben keine Möglichkeit, einen Beruf zu erlernen. Sie haben keine Zukunft. Diese Jugendlichen leben zwar, aber sie sind wie festgebunden. Sie können nichts tun. Misereor und CODAS helfen den jungen Menschen, dass sie eine Ausbildung machen können. Oder sie helfen jungen Menschen nach einer Ausbildung selbst eine Firma zu gründen. Hier fängt Zukunft an!
Das Evangelium des 5. Fastensonntags berichtet uns von der Auferweckung des Lazarus (Joh 11,1-45). Auch hier fängt Zukunft an. Gott hat Lazarus zum Leben auferweckt. Jesus hat den toten Lazarus aus dem Grab herausgerufen und Lazarus hat die Grabhöhle verlassen. Das ist ein erster Schritt in die Zukunft. Aber mit Binde gebunden kann Lazarus nicht essen, nicht laufen, nicht sehen, nicht richtig leben. Lazarus hat so allein keine Zukunft, auf sich selbst gestellt kann er sich nicht von den Binden (den Fesseln) befreien. Deshalb fordert Jesus die umstehenden Leute auf: Ihr sollt Lazarus die Binden abnehmen. Gott hat ihn zum Leben erweckt, aber Ihr müsst Lazarus helfen, dass er wirklich leben und eine Zukunft haben kann!
Gott gibt das Leben; aber damit wir wirklich leben und unsere Zukunft gestalten können, brauchen wir Menschen uns gegenseitig. Solidarität und Mitgefühl sind gefragt und dringend notwendig. „Ich gebe meinen Geist in euch, dann werdet ihr lebendig!“ Mit dieser Zusage Gottes durch den Mund des Propheten Ezechiel (Ez 37,14) können wir diese Einladung annehmen und uns der Zukunft weisenden Herausforderung stellen. Wir sind nicht allein. Gott begleitet uns auf dem Weg in und durch die Zukunft ist seinem Geist und mit seinem Segen. Jeder Segen ist ein Gruß von Gott, der besagt „Ich sorge mich um dich. Du liegst mir am Herzen. Ich möchte, dass dein Leben eine Zukunft hat und von Liebe erfüllt ist. Dann kannst du dein Leben und deine Liebe mit anderen Menschen teilen.„Hier fängt Zukunft an!“
Autor: Pater Michael Wegner, CSSp
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