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Die Menschenfreundlichkeit und Liebe Gottes erfahren lassen

24.12.2023

Wir befinden uns in der letzten Woche des Jahres 2023. Und diese Zeit um Weihnachten herum ist eine heilige Zeit, eine Zeit, in der wir das große Geheimnis unserer Erlösung feiern, Gottes größte Solidaritätsbekundung an den Menschen. 

Pater Samuel Mgbecheta, CSSp

Pater Samuel Mgbecheta, CSSp

Gott ist den Menschen in jeder Hinsicht solidarisch

Der heilige Paulus schreibt in seinem Brief an die Philipper, 2, 6-8: „Obwohl er [Jesus] Gott gleich war, hielt er aber nicht daran fest, Gott gleich zu sein, sondern er entäußerte sich und wurde wie ein Sklave und den Menschen gleich. Sein Leben war das eines Menschen; er erniedrigte sich und war gehorsam bis zum Tod, bis zum Tod am Kreuz.“ Dies erklärt, was bei der Geburt Jesu Christi in Bethlehem geschah: Gott selbst kam zu uns, nahm unsere Natur an, wurde einer von uns und lebte mit uns und wie wir. Gott ist den Menschen in jeder Hinsicht solidarisch.

Amnesty International[1] definiert das Wort “Solidarität“ als Unterstützung von Menschen; als Ausdruck der Sorge und Wertschätzung für jemanden oder etwas; als Eintreten für einen Freund; als Eintreten für die Rechte anderer und gegen Ungleichheit und Ungerechtigkeit.

In gewisser Weise fasst diese Definition das Leben und die Sendung Jesu Christi zusammen, dessen Geburt wir an Weihnachten feiern. In ihm macht sich Gott, der Schöpfer der Erde und allen Seins, ganz klein. Er lässt sich in die Krippe legen, um bei uns Menschen zu sein und so an unseren Freuden und Leiden teilzuhaben. Er ist Immanuel, der Gott-mit-uns. Er geht unseren Lebensweg mit uns und fühlt mit uns. Gott ist eben der Gott, der mit den Menschen solidarisch ist.

[1]
                     https://www.amnesty.org.uk/solidarity-resource, besucht 21.12.2023.

Weihnachtsfest: Eine Gelegenheit, um das Tempo zu drosseln

Meine lieben Freunde, wenn Weihnachten das Fest der Menschwerdung Gottes ist, der an unserer Geschichte und unserem Leben teilnimmt, ein Gott, der mit uns unterwegs ist und mit uns leidet, dann hat dieses Fest auch Konsequenzen für uns als Gläubige. Es ist eine kostbare Zeit, um das Tempo zu drosseln in einer Leistungsgesellschaft, die uns mit all ihren Herausforderungen gefangen nimmt und uns zu wenig Zeit für wertvolle Begegnungen mit uns selbst, mit der Familie, mit Freunden und vor allem mit Gott lässt. Das diesjährige Weihnachtsfest bietet eine besondere Gelegenheit, innezuhalten und neue Kraft für uns selbst, für unsere Familien und für unsere Beziehungen zu schöpfen. So kann man mit der Familie drei schöne Tage verbringen; gemeinsame Mahlzeiten einnehmen, Witze erzählen, Geschenke austauschen, zusammen spielen .... Diese gemeinsamen Aktivitäten können dazu beitragen, die Bande der Freundschaft und Liebe zu erneuern und stärken. Nehmen Sie sich die Zeit, einander ins Gesicht zu schauen, einander zuzuhören, sich gegenseitig zu ermutigen und den Herzschlag des Partners/der Partnerin zu spüren.

Zeigen wir uns solidarisch mit den Bedürftigen

Neben unseren Familien und Freunden dürfen wir auch nicht die Bedürftigen in unserer Gesellschaft vergessen, die Menschen am Rande der Gesellschaft, die keinen Sinn mehr im Leben sehen. Ich war schockiert, als ich vor zwei Wochen an einem kalten Wintermorgen so viele Wohnungslose auf den Straßen Kölns schlafen sah. Diese Menschen und viele andere, die sich in verschiedenen schwierigen Lebenssituationen befinden, verdienen in dieser Weihnachtszeit und darüber hinaus unsere Liebe, Zuneigung, Zeit, Unterstützung und Fürsorge. Zeigen wir uns solidarisch mit ihnen. Mit den Worten des früheren Bischofs des Bistums Limburg, Franz Kamphaus, „Mach’s wie Gott, werde Mensch“! Werden wir Menschen wie ER, indem wir dafür sorgen, dass die Menschlichkeit und Würde unserer Mitmenschen nicht angetastet werden; ja, indem wir sie durch unser Leben und Handeln die Menschenfreundlichkeit und Liebe Gottes erfahren lassen.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen und Ihren Familien ein gesegnetes, friedvolles und frohes Weihnachtsfest und ein gesundes neues Jahr 2024.

Autor: Ihr Pater Samuel Mgbecheta, CSSp

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