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Spiritaner in Haiti

Die Mehrzahl der Menschen in Haiti leben seit Jahrzehnten in großer Armut. Das schwere Erdbeben 2010 hat diese Situation nochmals verschärft.

Wir Spiritaner sind bereits seit langer Zeit in Haiti tätig. Mit materieller und seelsorglicher Hilfe versuchen wir die schlimmste Not der Menschen zu lindern.

Flüchtlingsarbeit der Spiritaner

„… wir müssen uns selbst zu Anwälten, Unterstützern und Verteidigern der Schwachen und Kleinen machen, gegen alle, die sie unterdrücken.“ Mit diesen Worten ermutigte unser zweiter Gründer, Franz Libermann C.S.Sp., seine Spiritanermissionare, ganz besondere Anstrengungen für die afrikanische Diaspora aufzubringen.
Spiritaner, die in Kriegs-und Konfliktgebieten arbeiten, begannen ihren Dienst an den Flüchtlingen, als sie sich selber inmitten von großen Menschenströmen wiederfanden, die ihre Häuser und Dörfer hatten verlassen müssen.

„… wir müssen uns selbst zu Anwälten, Unterstützern und Verteidigern der Schwachen und Kleinen machen, gegen alle, die sie unterdrücken.“ Mit diesen Worten ermutigte unser zweiter Gründer, Franz Libermann C.S.Sp., seine Spiritanermissionare, ganz besondere Anstrengungen für die afrikanische Diaspora aufzubringen. Als Sklaven waren diese auf gewaltsame Weise ihrer Heimat entrissen worden. Bis heute bewahrt die Kongregation vom Heiligen Geist diese Vision des Anfangs und hat deshalb mit Blick auf die Zeichen der Zeit beschlossen, den Dienst an Flüchtlingen zu einem ihrer Schwerpunkte zu machen. Nach Angaben des Flüchtlingshilfswerks der Vereinten Nationen (UNHCR) waren Ende 2013 weltweit 16,7 Millionen Menschen auf der Flucht. Hinzu kamen 1,1 Millionen Asylsuchende und mehr als 33,3 Millionen Menschen, die in ihrem eigenen Land Vertriebene waren.

Spiritaner, die in Kriegs-und Konfliktgebieten arbeiten, begannen ihren Dienst an den Flüchtlingen, als sie sich selber inmitten von großen Menschenströmen wiederfanden, die ihre Häuser und Dörfer hatten verlassen müssen. Dies war der Fall unserer Mitbrüder, die zur Zeit des Biafra-Krieges in Nigeria arbeiteten. In den 90er Jahren waren es die Flüchtlinge aus Liberia, die nach Sierra Leone flohen, und dann aus Sierra Leone und Liberia nach Guinea. Spiritaner, die in Ländern wie Südafrika, Simbabwe und Kongo-Brazzaville arbeiteten, nahmen Flüchtlinge auf, die vor den gewalttätigen Konflikten im Gebiet der Großen Seen geflohen waren, das heißt aus Burundi, der Demokratischen Republik Kongo und aus Ruanda. Andere Spiritaner setzen einen Schwerpunkt in ihrer eigenen Heimat, um dort mit Flüchtlingen und Migranten zu arbeiten, die vor Konflikten und Bedrohungen aus ihren Ländern geflohen waren; aus Ländern, in denen eben diese Spiritaner zuvor gearbeitet hatten. Spiritaner waren es auch, die Concern gründeten, eine internationale Hilfsorganisation; Spirasi, ein Zentrum in Irland, das den Opfern von Folter besondere Aufmerksamkeit schenkt; Revive, eine Schwesterorganisation in England; sowie die Refugee Pastoral Services („Pastorale Flüchtlingsdienste“) in der Erzdiözese von Durban, Südafrika. All diese Projekte stehen im Dienst für die spirituelle, materielle und psycho-soziale Bedürfnisse vertriebener Menschen.

Unser langfristiges Ziel ist es, Frieden und Versöhnung zu stiften. Dies wird es den gewaltsam vertriebenen Menschen erlauben, eines Tages wieder in Sicherheit und Würde in ihre Heimat zurückzukehren. Ganz in Treue zur Vision Libermanns gehen Spiritaner über die unmittelbaren Erscheinungsformen von Krieg und Auseinandersetzungen und die daraus resultierenden, unverzüglichen Bedürfnisse hinaus. Spiritaner gehen auch die tiefer liegenden Ursachen an, nicht nur im Namen, sondern im Idealfall in Solidarität mit den Armen und Unterdrückten, und zwar aus deren Perspektive heraus und mit ihren Prioritäten.  Ein Spiritaner war Mitbegründer des „Afrika Glaube & Gerechtigkeit-Netzwerkes“ (AFJN) in den Vereinigten Staaten und leitender Verhandlungspartner bei der Gründung seiner europäischen Schwesterorganisation „Afrika-Europa Glaube & Gerechtigkeit-Netzwerk“  (AEFJN). Wir bleiben aktive Mitglieder in beiden Organisationen, wir unterstützen die Anstrengungen in Lobbyarbeit und Anwaltschaft, wenn es um wichtige Angelegenheiten geht, die die afrikanischen Völker betreffen, sowohl in den gesetzgebenden Instanzen der USA als auch in denen der Europäischen Union. Kürzlich hat sich unsere Kongregation  mit anderen gleichgesinnten Ordensgemeinschaften in VIVAT zusammengeschlossen, einer Nicht-Regierungs-Organisation, die Überzeugungs- und Lobbyarbeit bei den Vereinten Nationen leistet. Sie verschafft dringenden Anliegen eine Stimme, die von unseren Mitbrüdern und anderen Menschen an der Basis ihrer jeweiligen Heimatländer zur Sprache gebracht werden.

Paul Flamm C.S.Sp.

In den folgenden Artikeln beschreibe ich zwei Dienste, in denen ich selber im Laufe der Jahre gearbeitet habe: zuerst in Tansania und dann in der Zentralafrikanischen Republik.

Der Dienst an Flüchtlingen in Westtansania

Dienst an von Krieg betroffenen Gemeinden in der Zentralafrikanischen Republik


03.11.2015

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