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Heilig-Geist-Gymnasium, Broichweiden / Würselen

Kompetenzen fördern - Leistung fordern - Persönlichkeit formen - Glauben leben. Das sind die Säulen des Heilig-Geist-Gymnasium in Broichweiden / Würselen.

Auf der Grundlage des christlich-spiritanischen Welt- und Menschenbildes erhalten die Schülerinnen und Schüler ganzheitliche und exzellente Bildung und Erziehung.

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Impuls zum Evangelium Lk 3, 15-16. 21-22: Taufe Jesu (09.01.2022)

Wir machen heute einen gewaltigen Zeitsprung: Kaum ist Jesus, das Kind im Stall zu Bethlehem geboren, kaum haben es die Hirten angebetet, kaum haben ihm die Weisen aus dem Morgenland gehuldigt, da wird Jesus im besten Mannesalter (zu Beginn seines öffentlichen Wirkens) von Johannes im Jordan getauft. Und in wenigen Wochen springen wir dann wieder zurück: Am 02. Februar erinnern wir uns daran, wie Jesus in den Tempel von Jerusalem gebracht wird, wo der greise Simeon das Kind lobpreisend in seinen Armen hält.

Taufe Jesu im Jordan

Um diesen sprunghaften Wechsel und die Bedeutung des Festes der Taufe Jesu für uns heute besser verstehen zu können, kann uns eine Predigt des ersten Bischofs von Turin, Maximus (um 450) helfen. Er sagt:

„Auf den Geburtstag des Herrn folgt sinngemäß das Fest der Taufe Jesu, die zwar Jahre später, aber in derselben Zeit geschah. Auch sie, meine ich, könnte man Geburtstag Jesu nennen. Damals wurde Christus für die Menschen geboren, heute wird er wiedergeboren im Mysterium. In jenem Fluss (dem Jordan) wurde Jesus getauft, um in die Mysterien des Himmels eingeweiht zu werden. Gott, der Vater, zeigt ihm seine Liebe in dem Wort: Das ist mein geliebter Sohn, an dem ich Gefallen gefunden habe; ihn sollt ihr hören! So kommt also Jesus zur Taufe. Als der Erlöser abgewaschen wurde, reinigte er alle Wasser der Welt für unsere Taufe. Der Brunnen wird für die Völker der Zukunft gereinigt, denen die Gnade der Taufe gespendet werden soll."

Das Fest der Taufe Jesu erinnert uns also an unsere eigne Taufe. Es erinnert uns daran, was damals in uns grundgelegt wurde und was sich seither, Tag für Tag, in unserem Leben vollendet. „Das ist mein geliebter Sohn, an dem ich Gefallen gefunden habe. Auf ihn sollt ihr hören!" So präsentiert Gott seinen Sohn in der Stunde der Taufe im Jordan. Und genau das ist auch die Zusage, die an uns, in unserer Taufe erging. Wir alle sind seine geliebten Kinder. An jedem von uns hat er sein „Wohlgefallen".

Der Himmel öffnet sich. Und damit öffnet sich Gott und schaut seinen Sohn und mit ihm alle Menschen mit Wohlgefallen – mit Liebe und Fürsorge an. Er ist offen für die Menschen, für jeden Einzelnen von uns.

Der Heilige Geist kam in der sichtbaren Gestalt einer Taube auf Jesus im Jordan herab. Durch diesen Geist, der in der Taufe nicht nur über uns ausgegossen, sondern ganz tief in uns eingepflanzt ist, wirkt Gott auch in unserem Leben. Aber nicht gewaltsam, sondern behutsam, still, leise, säuselnd, so, wie es der Prophet Jesaja voraussagte: „Er schreit nicht und lärmt nicht und den glimmenden Docht löscht er nicht aus!"

Die Taufe zeigt uns den unendlichen Wert, den wir für Gott haben. Wir brauchen uns nicht zu überschätzen und nicht an uns selbst zu verzweifeln, weil Gott uns bejaht und immer zu uns steht.

P. Michael Wegner CSSp.


08.01.2022

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