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Missionarin auf Zeit

Im Projekt "MissionarIn auf Zeit" (MaZ) bietet jungen Menschen die Möglichkeit in einem zeitlich befristeten Aufenthalt mit einer religiös geprägten Lebensgemeinschaft Erfahrungen in einer anderen Kultur zu machen.

Der Aufenthalt kann als Freiwilligendienst im Ausland angerechnet werden.

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Dem Beispiel des staunenden und dankbaren Johannes folgen

Die Menschwerdung Gottes und das Erlösungswerk Christi übersteigen, wenn man sie nicht nur als eine „fromme Geschichte“ sondern als Heilsereignis betrachtet, eigentlich das, was der menschliche Verstand begreifen kann. Und wer sich dennoch darauf einzulassen vermag, wird vermutlich, ebenso wie der Täufer, ergriffen von der tiefen Liebe Gottes zu uns Menschen ausrufen: „Was für ein Geschenk! Und was für eine Gnade ein solches Geschenk zu erhalten.“

Pater Innocent Izunwanne

Liebe InternetbesucherInnen,
liebe Mitbrüder,
liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter,

eine der bewegendsten Stellen in der Bibel über die Gnade ist wohl die im Prolog des Johannesevangeliums. In dem gefühlvoll und teilweise nahezu geheimnisvoll anmutenden Prolog nimmt der Evangelist gleichsam den Inhalt und die Intention seines Evangeliums, der frohen Botschaft, die er verkündet, in wenigen Sätzen zusammenfassen vorweg: das Wunder der Menschwerdung Gottes und das Erlösungswerk des gekreuzigten Christus.

Und er berichtet, wie ein Mensch, sein Namensvetter Johannes der Täufer, angesichts der Geschenke, die Gott damit an die Menschen macht, seine Dankbarkeit über das Unfassbare in stammelnde Worte bringt: „Aus seiner Fülle haben wir alle empfangen, Gnade ”über Gnade!“

Wer von Euch und Ihnen die Liturgie, insbesondere die Liturgie an den Kar- und Ostertagen einmal ganz bewusst mitfeiern konnte, mag wohl bei dem Nachvollzug dessen, was vor über 2000 Jahren geschah, schon einmal ähnlich empfunden haben. Die Menschwerdung Gottes und das Erlösungswerk Christi übersteigen, wenn man sie nicht nur als eine „fromme Geschichte“ sondern als Heilsereignis betrachtet, eigentlich das, was der menschliche Verstand begreifen kann. Und wer sich dennoch darauf einzulassen vermag, wird vermutlich, ebenso wie der Täufer, ergriffen von der tiefen Liebe Gottes zu uns Menschen ausrufen: „Was für ein Geschenk! Und was für eine Gnade ein solches Geschenk zu erhalten.“

Einander freudig begegnen

Aber bei freudigem Staunen über Gottes Geschenk und Dankbarkeit für die Gnade sollten wir Christen nicht stehen bleiben. Vielmehr sind wir aufgefordert auch unseren Mitmenschen mit freudigem Staunen über das Geschenk, dass sie für uns sein können und Dankbarkeit für ihr Dasein zu begegnen. Keine leichte Aufgabe in einer Zeit in der Wertschätzung und Achtung des anderen scheinbar häufig mehr im Munde als im Herzen geführt werden.

Uns Spiritanern ist diese Herausforderung seit langem bekannt. Denn unser Wahlspruch „Cor unum et anima una", ein Herz und eine Seele, meint nichts anderes, als nicht nur unseren Mitbrüdern, sondern allen Menschen so zu begegnen, als wären sie ein Teil von uns, als wären sie mit uns eins.

Aufgehoben ist nicht aufgeschoben

Gerne hätten wir anläßlich des 125-jährigen Jubiläums der Spiritaner in Deutschland am diesjährigen Pfingstwochenende eine Möglichkeit geschaffen, Mitbrüdern und Freunden sowie Fremden bei einer Jubiläumsfeier genau so, von Mensch zu Mensch, zu begegnen. Die aktuelle Entwicklung der Coronapandemie sowie die derzeitigen Beschränkungen und Auflagen lassen dafür allerdings keinen Raum. So haben wir uns schweren Herzens entschlossen, die Jubiläumsfeier am Samstag vor Pfingsten, die wir bereits in verschiedenen Medien angekündigt hatten, abzusagen.

Aber aufgehoben ist nicht aufgeschoben und wir suchen derzeit nach einem Termin noch in diesem Jahr 2021, an dem eine Begegnung, ein Feiern und ein Miteinander (wenn auch möglicherweise immer noch mit Beschränkungen) voraussichtlich wieder möglich sein wird. Wir werden Euch und Sie informieren, sobald ein neuer Termin für die Jubiläumsfeierlichkeiten gefunden ist.

Bis dahin möchte ich Euch und Sie ermuntern dem Beispiel des staunenden und dankbaren Johannes zu folgen, von dem der Evangelist in seinem Prolog ebenfalls berichtet: „Er kam als Zeuge, um Zeugnis abzulegen für das Licht, damit alle durch ihn zum Glauben kommen. Er war nicht selbst das Licht, er sollte nur Zeugnis ablegen für das Licht.“ Ein gesegnetes und gnadenreiches Osterfest

Pater Innocent Izunwanne, CSSp

Regionaloberer


27.03.2021

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