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Spiritaner in Haiti

Die Mehrzahl der Menschen in Haiti leben seit Jahrzehnten in großer Armut. Das schwere Erdbeben 2010 hat diese Situation nochmals verschärft.

Wir Spiritaner sind bereits seit langer Zeit in Haiti tätig. Mit materieller und seelsorglicher Hilfe versuchen wir die schlimmste Not der Menschen zu lindern.

Impuls zum zweiten Sonntag der Osterzeit 2021

Die Auferstehung, das uns durch Christus geschenkte neue Leben zu verstehen, dazu genügen nicht unsere Augen, das ist auch nicht nur Sache der Vernunft, des Verstandes; das ist eine Herzensangelegenheit. Auferstehung, die müssen wir verinnerlichen, im Herzen erspüren und erfahren.

Pater Michael Wegner, CSSp

Pater Michael Wegner, CSSp

„Man sieht nur mit dem Herzen gut, das Wesentliche bleibt den Augen verborgen!“ Dieser Satz des kleinen Prinzen von Saint-Exupéry ist uns allen wohl bekannt. Er gilt auch im Blick auf Ostern. Die Auferstehung, das uns durch Christus geschenkte neue Leben zu verstehen, dazu genügen nicht unsere Augen, das ist auch nicht nur Sache der Vernunft, des Verstandes; das ist eine Herzensangelegenheit. Auferstehung, die müssen wir verinnerlichen, im Herzen erspüren und erfahren.

„Ma sieht nur mit dem Herzen gut!“ Dafür ist der ungläubige Thomas im heutigen Evangelium ein Paradebeispiel. „Wenn ich nicht seine Wunden sehen und ihn berühren kann, dann glaube ich nicht!“ sagt er. Als dann der Auferstandene acht Tage darauf wieder erscheint und Thomas einlädt, ihn zu berühren, da vollzieht sich für Thomas Auferstehung! Jesus trifft ihn ins Herz, er öffnet ihm die Augen des Herzens. Thomas braucht Jesus dann gar nicht mehr zu berühren, weil er vom Auferstandenen im Innersten berührt wurde. Und so kann er nur noch stam-melnd bekennen: „Mein Herr und mein Gott!“

Ein Glaubensbekenntnis aus einer tiefen Herzenserkenntnis

Ein Glaubensbekenntnis, das aus ganzem Herzen kommt und das uns zeigt: Ungläubig war Thomas nicht, wohl aber zweifelnd. Jesus macht ihm diese Zweifel nicht zum Vorwurf. Er erkennt, dass diese Zweifel notwendig sind, um den Glauben zu stärken. Jesus zeigt Barmherzigkeit, indem er zu Thomas sagt: „Streck deinen Finger aus – hier sind meine Hände! Streck deine Hand aus und lege sie in meine Seite und sei nicht ungläubig, sondern gläubig!“

Die Antwort auf diese Barmherzigkeit Jesu ist das Glaubensbekenntnis des Thomas: „Mein Herr und mein Gott!“ Ein Glaubensbekenntnis, das nur aus einer tiefen Herzenserkenntnis heraus gesprochen werden kann. „Mein Herr und mein Gott!“ das sagt jeder Mensch, in dessen verschlossene Herzkammer der Auferstandene eingedrungen ist; das dürfen auch wir mit sehendem Herzen „stammeln“.

P. Michael Wegner CSSp


11.04.2021

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