Suche
NOTEL

Im NOTEL,  der Notschlafstelle für Drogenabhängige, ist die kleine Kapelle spirituelles Zentrum für Mitarbeiter und Gäste.

Ziel ist nicht Bekehrung, sondern als Christen präsent zu sein und aufgrund des Glaubens Hoffnung zu vermitteln.

weitere Infos...

Impuls zum Fest Mariä Himmelfahrt 2021

Wir feiern heute eines der ältesten Marienfeste. Schon mehr als ein Jahrtausend bevor die Aufnahme Mariens in den Himmel zum Dogma erklärt wurde, hat die Kirche dieses Fest gefeiert. Wohl aufgrund dieser Volksfrömmigkeit verkündete Papst Pius XII. am 01. November 1950 den Glaubenssatz: „Es ist eine von Gott geoffenbarte Glaubenswahrheit, dass die unbefleckte, allzeit jungfräuliche Gottesmutter Maria nach Vollendung ihres irdi-schen Lebens mit Leib und Seele in den Himmel aufgenommen worden ist.“

Dieser Glaubenssatz bereitet heute vielen Menschen Verständnis-Schwierigkeiten. Wir Menschen haben ja den Drang, alles logisch erklären und beweisen zu wollen. Aber noch so viele und unterschiedliche Untersuchungen und Beweisführungen helfen uns, den Inhalt des heutigen Festes zu verstehen. Dabei hilft allein der Glaube.

Was wir heute feiern, ist die besondere Nähe Mariens zu Gott. Sie ist für uns wie eine Verheißung: Dort, wo wir sie glauben, können auch wir einmal hingelangen. Maria, die Mutter Gottes, steht für das Heil, das in Jesus Christus begonnen hat, das Heil, das uns allen verheißen ist. Mit dem heutigen Fest feiern wir die Tatsache, dass Maria für uns ein Wegweiser des Heils, ein Orientierungspunkt auf dem Weg zum Ziel unseres irdischen Lebens ist, das in der ewigen, nie endenden Herrlichkeit liegt. Das heutige Fest ist somit ein Fest der Zukunft!

Was wir heute feiern ist die Tatsache, dass Maria offen war für das Wirken Gottes, hellhö-rig für die Botschaft Gottes, die an sie ergeht. Bereit, sie aufzunehmen und in unsere Welt hineinzutragen. Maria ist bereit, Botin und Trägerin des Heils zu sein. An der Westpforte der Marienkirche in Würzburg ist dies in einem Tympanon ganz beeindruckend darge-stellt: Aus dem Mund Gottes rutscht über den göttlichen Bart Jesus ins Ohr Mariens hin-ein. In ihr, seiner hörenden und für Gottes Wort offenen Mutter findet er „Unterschlupf“.

Dass auch wir Hörende werden, Menschen, die sich von Gottes Wort, von seiner Liebe, die er uns in und durch Jesus Christus geoffenbart hat, berühren und erfüllen lassen, darum dürfen wir uns heute an Maria, unsere Fürsprecherin wenden. Sie ist die Mutter, bei der wir Menschen Schutz und Zuflucht finden. Sie hat der Welt Gottes Sohn geschenkt und steht nun in umgekehrter Richtung bei Gott für die Welt und die Menschheit ein. So wir dürfen sicher sein: Mit der Gnade Gottes, auf die Fürsprache der Gottesmutter Maria, im Blick auf das Beispiel Jesu Christi und im Vertrauen auf das Wirken des Heiligen Geistes wird es uns dies gelingen und wir können gemeinsam in eine gute Zukunft gehen.

Mit dem heutigen Fest ist auch der Brauch verbunden, Kräuter zu segnen. Dieser geht auf eine der zahlreichen Legenden zurück, nach der die Jünger das Grab Mariens leer vorfan-den; rings herum wuchsen duftende Blumen und Kräuter, die eine tröstende und beruhi-gende Wirkung ausstrahlten. „Wir sind Christi Wohlgeruch“ heißt es im 2. Korintherbrief. Durch unseren „Duft“, durch unsere Ausstrahlung können auch wir andere Menschen zu Jesus führen.

Pater Michael Wegner, CSSp


12.08.2021

zurück...

facebook

powered by webEdition CMS