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Impuls zum 6. Sonntag der Osterzeit 2021 - „Liebt einander“

Von der Liebe spricht auch Jesus im heutigen Evangelium (Joh 15, 9-17): „Wie mich der Vater geliebt hat, so habe ich euch geliebt. Bleibt in meiner Liebe! Ihr seid meine Freunde!“ Liebe und Freundschaft sind das zentrale Angebot Jesu an seine Jünger damals und an uns heute. Die Liebe soll das Kennzeichen der Jünger, ja aller Getauften sein.

„Im wunderschönen Monat Mai, als alle Knospen sprangen, da ist in meinem Herzen die Liebe aufgegangen!“

So dichtete es einst Heinrich Heine. Der „Wonnemonat“ Mai ist der Monat der Liebe: Zum Beginn dieses Monats stellen z. B. die Anbeter ihrer Angebeteten ein Maibäumchen mit bunten Bändern (manchmal auch Herzchen) vors Fenster. In den Mai da fällt auch der Tag, an dem wir unseren Müttern ganz besonders für ihre Liebe danken. Im Monat Mai danken wir auch der Gottesmutter für ihre Liebe zu ihrem Sohn Jesus Christus und zu uns.

Von der Liebe spricht auch Jesus im heutigen Evangelium (Joh 15, 9-17): „Wie mich der Vater geliebt hat, so habe ich euch geliebt. Bleibt in meiner Liebe! Ihr seid meine Freunde!“ Liebe und Freundschaft sind das zentrale Angebot Jesu an seine Jünger damals und an uns heute. Die Liebe soll das Kennzeichen der Jünger, ja aller Getauften sein.

„Liebt einander, wie ich euch geliebt habe!“ Mit diesen Worten Jesu erinnert uns der Evangelist an das Szenario der Fußwaschung, bei der diese Liebe sozusagen „handgreiflich“ sichtbar und spürbar wurde. Jesus beugte sich zu denen hinab, die er liebte. Er begegnet den Seinen auf Augenhöhe und sagt: „es gibt keine größere Liebe, als wenn einer sein Leben hingibt für seine Freunde!“

Hinter diesem Auftrag Jesu steht ein ungeheurer Anspruch. Und es ist nicht einfach, diesem Anspruch im alltäglichen Leben immer gerecht zu werden. Trotzdem oder gerade deshalb dürfen wir im Bemühen um die Liebe niemals aufgeben. Dabei können uns die Worte von P. Anton Rotzetter hilfreich sein, der einmal schrieb: „Liebe ist, wenn Menschen einander verzeihen, wenn Menschen einander vertrauen, wenn Menschen einander ernst nehmen, wenn Menschen einander zulächeln, wenn man Gestolperten wieder auf die Beine hilft, wenn man andere erträgt und ihnen nichts nachträgt, wenn man den anderen so annimmt, wie er ist. Liebe ist menschliche Wärme, Vertrauen ohne Vorbehalte.“

„Liebe ist nicht nur ein Wort. Liebe, das sind Worte und Taten. Als Zeichen der Liebe ist Jesus geboren, als Zeichen der Liebe für diese Welt.“ So drücken wir es im Lied aus.

Jesus lädt uns ein, in dieser, seiner Liebe zu bleiben und seine Freunde zu sein. In seiner Liebe zu bleiben bedeutet, mit ihm verbunden zu sein wie die Reben mit dem Weinstock, um noch einmal das Bild vom letzten Sonntag aufzugreifen. „Seid meine Freunde, bleibt in meiner Liebe“, das ist eine Einladung Jesu an uns, immer wieder die vertraute Nähe zu ihm zu suchen und uns bei ihm geborgen und sicher zu fühlen. Wenn wir in seiner Liebe bleiben, gewinnen wir eine unendliche innere Freiheit und Weite. Freiheit vom Zwang, größer, besser sein zu müssen als Andere; die Weite einer Liebe, die sich ganz gibt und dabei doch nicht verliert. Mit dieser Liebe einander zu lieben, das ist Jesu Auftrag an uns. Wenn wir dies versuchen, dann leben wir als glaubwürdige Freundinnen und Freunde Jesu.

Pater Michael Wegner, CSSp


09.05.2021

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