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Notel

In der Notschlafstelle für obdachlose Drogenabhängige in Köln (NOTEL) erhalten die Gäste jede Nacht eine warme Mahlzeit, eine Dusche, die Möglichkeit, ihre Wäsche waschen zu lassen und ein Bett.

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Impuls zum 3. Advent 2021 (Sonntag „Gaudete“ / 12.12.2021)

„Was sollen wir tun?" Eine Frage, die uns im Alltag immer wieder begleitet. Eine Frage, die sich nicht nur Politiker, Fachleute und Virologen angesichts der Krisen und Herausforderungen unserer Zeit stellen.

Torhaus und Basilika Knechtsteden

„Was sollen wir tun?" Diese Frage begegnet uns im heutigen Evangelium (Lk 3, 10-18) gleich dreimal. Einmal richten sie die Leute an Johannes den Täufer, zweimal wird sie an Jesus, den Messias gerichtet: von einem Zöllner und von einem Soldaten.

„Was soll ich denn noch alles tun?". Das ist oft auch die verzweifelte Frage, die wir in scheinbar ausweglosen Situationen im Gebet an Gott richten. Und oft hören wir die Antwort nicht sofort.

„Was sollen wir tun?" Zusammen mit dem Zuruf „Freut euch!", der am heutigen dritten Advent, dem Sonntag „Gaudete" (Sonntag der Freude) an uns ergeht, ist diese Frage ein Wegweiser, ein Hinweisschild auf unserem adventlichen Weg, auf dem wir auf leisen Sohlen Weihnachten entgegengehen.

„Freut euch im Herrn zu aller Zeit" – so schreibt Paulus aus dem Gefängnis heraus (Phil 4, 4-7), wo er auf seine Hinrichtung wartet. Der Grund für seine Freude auch in dieser dunklen Stunde ist die Erkenntnis bzw. das feste Vertrauen: „Der Herr ist nahe!" Das soll auch für uns, bei aller Traurigkeit und bei allem, was uns Sorge bereitet und uns belastet, ein Grund zur Freude, zur Hoffnung sein.

„Was sollen wir tun", um diese Freude und Hoffnung wieder zu spüren und sie leben / erleben zu können? Johannes der Täufer und Jesus geben uns darauf ganz praktische Antworten: Teilen, keinem Unrecht tun, ehrlich und redlich handeln, den anderen respektieren, solidarisch und verantwortungsbewusst sein. Mit anderen Worten: Das menschlich Selbstverständliche sollen wir tun. Dann wird es auch uns zuteil.

„Was sollen wir tun?" Zur Hoffnung und zur Freude lädt uns der Apostel Paulus ein und er fügt hinzu: „Eure Freude werde allen Menschen bekannt!" Ja, unsere Freude soll ansteckend sein, wie ein Funke der Hoffnung auf andere Menschen überspringen, so, wie wir es im Lied besingen:

„Kleines Senfkorn Hoffnung, mir umsonst geschenkt, werde ich dich nähren, dass du überspringst; dass du wirst zur Flamme, die uns leuchten kann, Feuer schlägt in allen, allen, die im Finstern sind!"

P. Michael Wegner CSSp


09.12.2021

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