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NOTEL

Im NOTEL,  der Notschlafstelle für Drogenabhängige, ist die kleine Kapelle spirituelles Zentrum für Mitarbeiter und Gäste.

Ziel ist nicht Bekehrung, sondern als Christen präsent zu sein und aufgrund des Glaubens Hoffnung zu vermitteln.

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Impuls zum 28. Sonntag B

Gottes Wort kommt uns nahe in Jesus Christus, dem Fleisch gewordenen Wort Gottes. Dieses Wort beweist seine Kraft, indem es uns ins Herz trifft und uns erkennen lässt, wie wir sind, wie wir „ticken“.

„Lebendig und kraftvoll ist Gottes Wort und schärfer als ein Schwert!“ So schreibt Paulus im Brief an die Hebräer. Doch diese Botschaft will keine Drohung, keine Bedrohung sein, sondern eine Einladung, sich auf dieses Wort Gottes einzulassen.

Gottes Wort kommt uns nahe in Jesus Christus, dem Fleisch gewordenen Wort Gottes. Dieses Wort beweist seine Kraft, indem es uns ins Herz trifft und uns erkennen lässt, wie wir sind, wie wir „ticken“.

Ein Beispiel dafür erzählt uns das heutige Evangelium. Das Beispiel des jungen Mannes, dem es um Gott und seine Herrschaft geht, um erfülltes, ewiges Leben. So sieht er sich selbst und er will von Jesus wissen, was für die Vollendung des Lebens, für ein vollkommenes Leben zu tun ist?

Wenn Besitz und Reichtum zum Verhängnis werden ...

Jesu Antwort trifft ihn ins Herz: Wenn es dir um Gottes Herrschaft geht, dann verkaufe deine Güter und gib davon den Notleidenden! Mit einem Mal, kaum dass Jesus seine Einladung ausgesprochen hat, erkennt der junge Mann, wer er wirklich ist und wie es um ihn steht. Was er erkennt, betrübt ihn zutiefst. Er hat sich in sich selbst getäuscht!

Der junge Mann erkennt: Es geht ihm nicht zuletzt um Gottes Herrschaft, um Gottes guten Willen. Es geht ihm um seinen Besitz. Besitz und Reichtum werden ihm zum Verhängnis. Er hängt so sehr daran, dass er ihm den Weg zu Jesus versperrt. Er erkennt, dass er Sklave seiner selbst ist. Die innersten Regungen seines Herzens liegen ihm nun offen vor Augen. Und diese Erkenntnis führt ihn zu einer abgrundtiefen Enttäuschung, die ihn betrübt weggehen lässt.

Gottes Wort ist kein Drohwort!

Gott will uns keineswegs in abgrundtiefe Enttäuschung führen, ganz im Gegenteil: Sein Wort will uns zum Heil, zum Leben führen, will uns zeigten, wie wir unser Leben selbst in die Hand nehmen und mit seiner Hilfe glücklich führen können. Gottes Wort ist kein Drohwort.

Gottes Wort lädt uns ein zum Hinschauen und zum Hinhören. Es lädt uns ein, uns selbst so wahrzunehmen, wie wir sind, ganz ungeschminkt und ohne Masken. Gottes Wort lädt uns ein, diesen ungeschminkten Blick auf uns selbst auszuhalten im Blick auf das menschgewordene Wort Gottes. Gott nimmt uns an, so wie wir sind. Wir brauchen uns vor ihm nicht tarnen, wir brauchen ihm und seinem Kraft und Leben spendenden Wort nur vertrauen.

Lassen wir uns also von Gottes Wort, von seinem Geist reich beschenken und sind wir bereit, diesen Reichtum miteinander zu teilen.

Pater Michael Wegner, CSSp


09.10.2021

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