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Missionarin auf Zeit

Im Projekt "MissionarIn auf Zeit" (MaZ) bietet jungen Menschen die Möglichkeit in einem zeitlich befristeten Aufenthalt mit einer religiös geprägten Lebensgemeinschaft Erfahrungen in einer anderen Kultur zu machen.

Der Aufenthalt kann als Freiwilligendienst im Ausland angerechnet werden.

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Impuls zum 24. Sonntag B

Wir begehen heute den Welttag der sozialen Kommunikationsmitten, den Papst Paul VI. bereits im Jahr 1967 eingeführt hat, damals noch als Welttag der Massenmedien. Papst Franziskus hat seine Botschaft zum heutigen Tag unter das Thema gestellt: „Komm und sieh“ (Joh 1,46) - Kommunizieren, indem man den Menschen begegnet.

„Die Einladung Jesu, zu kommen und zu sehen, ist die Methode jeder echten menschlichen Kommunikation. Sie ist auch die Art und Weise, auf die der christliche Glaube mitgeteilt wird“, so Papst Franziskus in seiner Botschaft. Und weiter: „Das Internet mit seinen zahllosen Ausdrucksformen sozialer Netzwerke kann die Fähigkeit zum Erzählen und Teilen vereinfachen. Die digitale Technologie gibt uns die Möglichkeit, Informationen aus erster Hand und zeitnah zu bekommen, was mitunter sehr nützlich ist. Es ist ein hervorragendes Instrument, das uns als Nutzer und als Anwender in die Verantwortung nimmt.“

Ob Jesus unsere heutigen modernen sozialen Medien und Kommunikationsmitten auch für sich und seine Botschaft benutzt hätte? Ich denke schon. Aber ich denke, Jesus hätte die sozialen Kommunikationsmittel anders benutzt. Den meisten „Influencern“ geht es in erster Linie darum, die Aufmerksamkeit auf sich selbst zu ziehen. Es geht ihnen weniger um den konkreten Menschen, der sich selbst zum „Follower“ (zum Nachfolger) macht. Von denen kennen die wenigsten den Influencer persönlich und haben auch keine persönliche Beziehung zu ihm

Doch genau darum geht es Jesus! Er fragt seine Jünger: „Für wen halten mich die Menschen?“ Doch er bleibt nicht bei dieser allgemeinen Frage stehen. Er wird konkreter, persönlicher: „Ihr aber, für wen haltet ihr mich?“ In welcher Beziehung steht ihr zu mir und meinem Vater? Und da tritt Simon Petrus auf und bekennt: „Du bist Christus, der Messias!“ Und er meint damit: So, wie wir dich erlebt haben, wie du mit uns umgehst, wie du von Gott sprichst, wie du auf Menschen zugehst, sie ernst nimmst und ihnen zum Leben verhilfst, kannst du kein anderer sein als der von Gott verheißene Messias. Du bist der, der engstens mit Gott verbunden ist und der uns das Heil bringt!

Jesus spürt das Vertrauen und die Verbundenheit, die er im Herzen seiner Jünger auslöst. Er nimmt aber auch ihre Erwartungen wahr, die er nicht erfüllen kann und will. Er möchte kein „Influencer“, kein Idol sein, dem sie schwärmerisch nachlaufen. Deshalb konfrontiert er sie knallhart mit der Realität dessen, was es heißt, Christus, dem Gesalbten des Herrn nachzufolgen: „Wer mein Jünger sein will (mein „Follower“), der nehme sein Kreuz auf sich und folge mir nach!“ Das ist die Realität, das ist die knallharte Botschaft. Nachfolge, „Follower“ Jesu zu sein, das ist kein Sonntagsspaziergang!

Jesus spricht hier nicht nur von seinem Kreuz, sondern von den vielen Kreuzen der Menschheit. Jeder hat das Seine zu tragen und oft ist es hart und schwer. Doch er, Christus, geht voran und mutet keinem mehr zu als er leisten und tragen kann, auch wenn uns die Last manchmal untragbar erscheint.

Das Kreuz, das Leiden, ist Bestandteil unseres Lebens und es lässt sich trotz aller Bemühungen, trotz aller wissenschaftlichen und technischen Fortschritte nie ganz vermeiden. Auch wenn uns die Werbung da etwas anderes suggeriert. Das Kreuz des Leidens auf sich zu nehmen, so wie es Jesus fordert, das bedeutet aber nicht: „Leiden um des Leidens willen“. Leiden zu vermeiden und zu lindern, wo immer wir es nur können, so wie Jesus es getan hat; und Leiden, das wir nicht abwenden können geduldig und im Vertrauen auf den Gott des Lebens zu ertragen, das ist gelebte Nachfolge wie sie der Messias von uns fordert, uns dabei aber nicht überfordert!

P. Michael Wegner, CSSp


11.09.2021

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