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Bildung für Kinder in Afrika

Bildung ist der Schlüssel zur Entwicklung.

Daher engagieren wir uns in Bildungsprojekten in Afrika und anderen Ländern der sogenannten "Dritten Welt".

Impuls zum Sonntagsevangelium: 18. Sonntag B

Jesus gibt mehr als das tägliche Brot. Er will nicht nur „Brotkönig“ sein. Er ist kein bloßer Sozialarbeiter. Deshalb mahnte er: „Müht euch nicht ab für die Speise, die verdirbt, sondern für die Speise, die für das ewige Leben bleibt und die der Menschensohn euch geben wird.“

Seit Beginn der Corona-Pandemie ist uns ein Wort sehr geläufig: Lockdown. Der blüht uns ja evtl. angesichts der sich ausbreitenden Mutanten wieder. Um eine Infektion einzudämmen, wird das Leben eingeschränkt, heruntergefahren. Geschäfte und öffentliche Einrichtungen bleiben geschlossen. Offen sind nur noch Geschäfte für Waren des täglichen Bedarfs, Lebensmittelgeschäfte zum Beispiel. Manchmal fangen Menschen dann an zu horten. Sie legen sich Vorräte an, weil ja alles noch schlimmer werden könnte. Ältere Menschen können sich noch erinnern, wie das war in der Kriegs- und Nachkriegszeit. Auch die Flüchtlinge von heute können von der Not berichten, als ihnen das tägliche Brot und das Dach über dem Kopf fehlte. Und auch die Opfer der Hochwasserkatastrophe der vergangenen Wochen können davon ein Lied singen. In solchen Zeiten sind Helfer gesucht, die sich um Menschen kümmern, Menschen, die nicht acht- und sorglos an der Not anderer Menschen vorübergehen.

Jesus weiß um die täglichen Bedürfnisse des Menschen

Im heutigen Evangelium hören wir, dass auch Jesus nicht unbekümmert an der Not der Menschen vorüberging. Als ihnen in der Wüste das Brot ausging, hat er ihnen das wenige Brot, das sie dabei hatten, vermehrt, so dass sie satt werden konnten. Jesus weiß um die täglichen Bedürfnisse des Menschen. Essen und Trinken sind wichtig. Darum lehrt er seine Jünger auch, um das tägliche Brot zu beten.

Doch Jesus gibt mehr als das tägliche Brot. Er will nicht nur „Brotkönig“ sein. Er ist kein bloßer Sozialarbeiter. Als die Menschen nur das in ihm sehen wollten, entzog er sich ihnen und sagte ihnen später, als sie ihn fanden, dass sie ihn nur suchten, weil sie von seinen Broten gegessen hatten und satt geworden waren. Das aber genüge nicht für ein dauerhaftes Leben. Deshalb mahnte er: „Müht euch nicht ab für die Speise, die verdirbt, sondern für die Speise, die für das ewige Leben bleibt und die der Menschensohn euch geben wird.“

Jesus bietet sich selber an!

Als Jesus den Menschen Speise für das ewige Leben versprach, fragten sie, was sie dafür tun müssten. Doch Jesus korrigierte sie. Es geht nicht in erster Linie um das Tun, sondern um den Glauben an ihn, Jesus, als Gesandten Gottes. Das aber ist Werk Gottes und nicht ihr Werk. Glaube ist Gnade.

Mit diesem Glauben tun sich die Menschen schwer. Sie wollen etwas sehen, um glauben zu können – wie damals in der Wüste, als Gott Manna vom Himmel fallen ließ. Auch heu-te möchten Menschen sehen, dass Gott hilft, wenn sie in einer schwierigen Situation zu ihm beten, z.B. in der Pandemie oder in der Hochwasserkatastrophe. Jesus bietet den Menschen nicht irgendetwas an, durch das sie mehr Leben haben können. Er ist kein Zauberer, der mit einer bestimmten Methode die Lebensqualität der Menschen verbessern kann. Er bietet sich selber an. Er ist das Brot des Lebens, das vom Himmel kommt.

Das ist eines der sieben „Ich-bin-Worte“ oder Selbstoffenbarungen Jesu, die uns der Evan-gelist Johannes überliefert. In diesen sieben Worten ist allumfassend, vollkommen und endgültig ausgesagt, dass Jesus für die Menschen da ist, in jeder Not- und Lebenslage: Er ist und er bringt das Heil!

Jesus, der Gottessohn, kann die Menschen körperlich sättigen, aber er kann sie auch seelisch sättigen und ewig satt machen. Er bietet mehr als die Welt zu bieten hat. Sein Lebensbrot geht nie aus. Und: Es liegt nicht erst am jüngsten Tag für uns bereit, wir können schon jetzt Anteil dran haben und es miteinander teilen.

Pater Michael Wegner, CSSp


31.07.2021

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