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Heilig-Geist-Gymnasium, Broichweiden / Würselen

Kompetenzen fördern - Leistung fordern - Persönlichkeit formen - Glauben leben. Das sind die Säulen des Heilig-Geist-Gymnasium in Broichweiden / Würselen.

Auf der Grundlage des christlich-spiritanischen Welt- und Menschenbildes erhalten die Schülerinnen und Schüler ganzheitliche und exzellente Bildung und Erziehung.

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„Gott ist alles, der Mensch ist nichts!“

(Gedanken zum Todestag vom P. Franz Maria Paul Libermann am 02. Februar)

Dies ist eines der Worte, die P. Libermann seinen Mitbrüdern und uns als Testament hinterlassen hat.

Zweiter Gründer des Spiritanerordens - Franz Maria Paul Libermann (1802- 1852): Quelle Archiv CSSp Chevilly-Frankreich

Zweiter Gründer des Spiritanerordens - Franz Maria Paul Libermann (1802- 1852); Quelle: Archiv CSSp Chevilly-Frankreich

„Dieser Ausdruck scheint ein Widerspruch zu sein, wenn man die ganze Hochachtung, die ganze Ehrfurcht und die ganze Liebe kennt, die Libermann den Menschen entgegenbringt, vor allem den Ärmsten und Verlassensten. Tatsächlich will diese These klarstellen, dass der Mensch in der Teilnahme am Leben Gottes eingeladen ist, alles von ihm zu erwarten und zu empfangen. Libermann will damit sagen, dass ein Mensch, je mehr er in sich Gott Raum gibt, umso mehr den Weg der Freiheit, des Friedens, des Glücks ohne Ende findet“ (vgl. Alphonse Gilbert: „Du hast deine Hand auf mich gelegt).

P. Libermann lebte in der vollkommenen Hingabe an Gott und aus einem tiefen, unerschütterlichen Gottvertrauen auch in Zeiten von Krisen, Krankheit und Leiden. Das bringt er in zahlreichen Briefen immer wieder zum Ausdruck. Sein Leben war vom Grundverlangen beseelt, den Menschen mitzuteilen, dass Gott ein liebender Gott ist, und dass er alle Menschen liebt. Libermann wurde nicht müde, seine Mitbrüder daran zu erinnern, dass diese Liebe Gottes in und durch Jesus Christus für alle Menschen spürbar und erfahrbar wurde. Deshalb schreibt er in der provisorischen Regel (Nr. 8): „Euer Leben sei ein Leben aus dem Glauben, in ständiger Vereinigung mit unserem Herrn Jesus Christus. Er sei die Quelle, der Ursprung und die Seele all eures Arbeitens. Er muss euer Licht, eure Tugend und eure Liebe sein. Ihn müsst ihr lieben in allem und alles müsst ihr lieben in ihm und durch ihn.“

Bild: Leben und Sterben P. Libermanns. Glasfenster in der Pfarrkirche in Zabern (Elsaß). (Foto: P. Michael Wegner)

Bild: Leben und Sterben P. Libermanns. Glasfenster in der Pfarrkirche in Zabern (Elsaß). (Foto: P. Michael Wegner)

Das Leben P. Libermanns war bis zuletzt von der Liebe zu Gott und von seiner Liebe zu den Menschen geprägt. In seiner letzten Botschaft an seine Mitbrüder Ende 1851 schreibt Libermann: „Euer Leben möge ein Leben der Liebe, des Friedens, des Eifers und des Erbarmens sein. Lebt in diesem Geist für Gott und für die armen Seelen. Was ihr durch Worte nicht erreichen könnt, das versucht durch euer Gebet und durch ein von den Tugenden Jesus Christi, vor allem von seiner Barmherzigkeit durchdrungenes Beispiel zu erlangen. Gott schenke euch seinen Frieden und seine Liebe.“ (L.S. IV, 1851).

Bevor P. Libermann am 02. Februar 1852, gerade einmal 50 Jahre alt, sein Leben in die Hand des liebenden Gottes zurückgab, hinterlies er mit den letzten Worten auf dem Sterbebett ein für uns immer geltendes Testament: „Seid glühend, glühend, immer glühend, und vor allem die Liebe, die Liebe, die Liebe vor allem. Liebe in Jesus Christus, Liebe durch Jesus Christus, Liebe im Namen Jesu Christi. Glühende Hingabe, Liebe, Einssein in Jesus Christus. Gott ist alles, der Mensch ist nichts“ (Zeugenaussage P. Delaplace).

Am 02. Februar feiern wir also nicht nur den Todestag P. Libermanns, sondern vor allem seinen apostolischen Eifer, den er seinen Missionaren damals und uns heute ans Herz legt.

P. Michael Wegner CSSp.


01.02.2021

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