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Missionarin auf Zeit

Im Projekt "MissionarIn auf Zeit" (MaZ) bietet jungen Menschen die Möglichkeit in einem zeitlich befristeten Aufenthalt mit einer religiös geprägten Lebensgemeinschaft Erfahrungen in einer anderen Kultur zu machen.

Der Aufenthalt kann als Freiwilligendienst im Ausland angerechnet werden.

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Pfingstnovene – 8. Tag: Gottes Geist in unseren Worten

Gottes Geist ist nicht sichtbar. Dennoch kann er in unserem Alltag gegenwärtig und spürbar sein, nämlich in unseren Worten. In Worten, die wir anderen sagen. In Worten, durch die wir uns verstehen. In Worten, die Gottes Geist durchscheinen lassen. Und auch in Worten, die Gott loben und preisen.

Lied:

Eröffnungsgebet:

Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen. Gott, wir sind zusammengekommen, um über den Heiligen Geist nachzudenken und um ihn zu beten. Wir bitten dich, sei bei uns, schenke uns gute Gedanken und erfülle uns immer mehr mit deinem Geist. Lass uns seinen Wind und Atem spüren. Darum bitten wir durch Jesus Christus, unseren Bruder und Herrn. Amen.

Schrifttext (Apg 2, 1-12):

Als der Tag des Pfingstfestes gekommen war, waren alle am selben Ort. Da erschienen ihnen Zungen wie von Feuer, die sich verteilten; auf jeden von ihnen ließ sich eine nieder. Und alle wurden vom Heiligen Geist erfüllt und begannen, in anderen Sprachen zu reden, wie es der Geist ihnen eingab. In Jerusalem wohnten Juden, fromme Männer und Frauen aus allen Völkern unter dem Himmel. Als sich das Getöse erhob, strömte die Menge zusammen und war ganz bestürzt, denn jeder hörte sie in seiner Sprache reden. Sie waren fassungslos vor Staunen und sagten: Sind das nicht alles Galiläer, die hier reden? Wieso kann sie jeder von uns in seiner Muttersprache hören? … Wir hören sie in unseren Sprachen Gottes große Taten verkünden. Und alle gerieten außer sich und waren ratlos.

Gedanken zum Text:

Beim Pfingstereignis fallen alle Sprachgrenzen – die Menschen können sich verstehen. Aber wozu? Damit einer über den anderen herrscht? Wohl kaum! Es geht nicht um persönliches Machtinteresse, es geht um Gottes Botschaft. Der Heilige Geist bewirkt, dass sich Menschen verstehen, damit sie Gottes Botschaft weitersagen können: Dass Jesus auferstanden ist und dass Gott damit sein Ja zu allen Menschen besiegelt. Am Pfingsttag können sich die Menschen verstehen, unabhängig von Sprachbarrieren. Oft genug sprechen wir die gleiche Sprache, verstehen uns aber trotzdem nicht – oder haben zu wenig Zeit, aufeinander zu hören.

Gedanken von P. Libermann:

Gottes Geist wird in Gottes Wort lebendig. Das hat auch P. Libermann erfahren, und diese Erfahrung bewegte ihn, das Wort Gottes zu reflektieren und seine Gedanken zum Johannes-Evangelium niederzuschreiben. In der Einleitung schreibt P. Libermann: „Zur Zeit, als ich in Rom war, suchte ich nach einer Beschäftigung, die für das Heil meiner Seele zum Nutzen sein könne. Ich glaubte, hierzu nichts Besseres wählen zu können, als das Wort Gottes selbst. Ich wählte das heilige Evangelium nach Johannes zum Gegenstand meiner Betrachtungen, weil unser Meister in diesem fast immer redet und uns die erhabensten, innerlichsten und rührendsten Wahrheiten mitteilt. Ich tat es in der Weise, dass ich die heiligen und ehrfürchtigen Worte las und in deren tiefen und zugleich einfachen Sinn einzudringen suchte. Ich versuchte, darin alles zu entdecken, was unser Heiland mit seinen Worten bezwecken wollte.“

Fragen zum Nachdenken:

• Wie wirkt Gottes Wort in mir? Wozu inspiriert es mich?

• Welche worte wünsche ich mir von anderen Menschen?

• Wie behutsam wähle und spreche ich meine Worte aus?

• Mache ich durch meine Worte andere Menschen wieder froh, sehend? Lasse ich sie aufhorchen?

• Das anhören eines Menschen kann Wunder wirken! – wie gut kann ich den Worten anderer zuhören, ohne ihnen gleich ins Wort zu fallen?

Zeit der Stille und des Nachdenkens (evtl. meditative Musik)

Fürbitten: Frei formuliert oder:

• Worte können verletzen. Gott, lege deinen Geist auf unsere Zungen, damit wir Worte sprechen, die gut tun. Gottes Geist, komm.

• Worte können uns einander näherbringen. Gott, lege deinen Geist in unsere Sprache, damit wir uns verstehen. Gottes Geist, komm.

• Worte können Gott preisen und loben. Gott, lege deinen Geist in unser Herz, damit wir dir danken und dich loben. Gottes Geist, komm.

Vater unser:

Schlussgebet:

Du Heiliger Geist Gottes: du sprichst in aller Stille, und alle Sprachen verkünden dich. Aller Worte Wahrheit bist du, ihre Dauer, der Trost, den sie schenken. Leg uns Worte in den Mund, die trösten und aufklären, die raten und helfen, die ermutigen und danken. Leg uns Worte in den Mund, die von dir erzählen. Dich loben und preisen wir, heute und alle Tage. Amen.

Segen:

Es erfülle uns der Vater mit seiner Liebe. Es erfülle uns der Sohn mit seinem Leben. Es erfülle uns der Heilige Geist mit seiner Kraft. Es segne uns und alle Menschen der gütige Gott: Der Vater, der Sohn und der Heilige Geist. Amen.

Marienlob:


29.05.2020

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