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Notel

In der Notschlafstelle für obdachlose Drogenabhängige in Köln (NOTEL) erhalten die Gäste jede Nacht eine warme Mahlzeit, eine Dusche, die Möglichkeit, ihre Wäsche waschen zu lassen und ein Bett.

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Pfingstnovene – 7. Tag: Gottes Geist: Bote des Friedens

„Die Macht des Bösen banne weit, schenk deinen Frieden allezeit.“ So haben wir im Hymnus gesungen. Und wie notwendig braucht unsere Zeit den Frieden, die Versöhnung, das Verständnis füreinander. Der Heilige Geist ist der Bote des Friedens. Er ist die Kraft, die uns zum Frieden befähigt. Ein sehr bekanntes Bild für den Heiligen Geist und den Frieden ist die Taube. Sie kommt in der Bibel z.B. bei der Arche Noah vor: da bringt sie den Zweig, der zeigt, dass die große Flut von der Erde zurückgeht und damit Gottes Zorn vorbei ist. Die Taube wird hier zum Zeichen der Versöhnung. Bei der Taufe Jesu kommt der Heilige Geist in Form einer Taube auf ihn herab. Sie wird zum Zeichen für Gottes Geist der Liebe und des Friedens, der Jesus ganz erfüllt hat und der auch uns erfüllen will.

Lied: GL 342, 1-6 (Komm Heilger Geist, der Leben schafft)

Eröffnungsgebet:

Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen. Gott, wir sind zusammengekommen, um über den Heiligen Geist nachzudenken und um ihn zu beten. Wir bitten dich, sei bei uns, schenke uns gute Gedanken und erfülle uns immer mehr mit deinem Geist. Lass uns seinen Wind und Atem spüren. Darum bitten wir durch Jesus Christus, unseren Bruder und Herrn. Amen.

Schriftlesung (Mk 1, 4.-5, 9-11):

Beim Evangelisten Markus lesen wir: Johannes der Täufer trat in der Wüste auf und verkündete eine Taufe der Umkehr zur Vergebung der Sünden. Ganz Judäa und alle Einwohner Jerusalems zogen zu ihm hinaus. Da kam auch Jesus aus Nazareth in Galiläa und ließ sich von Johannes im Jordan taufen. Und sogleich, als er aus dem Wasser stieg, sah er, dass der Himmel aufriss und der Geist wie eine Taube auf ihn herabkam. Und eine Stimme aus dem Himmel sprach: Du bist mein geliebter Sohn, an dir habe ich Wohlgefallen gefunden.

Gedanken zum Text:

In der Taufe bekundet Gott seine besondere Beziehung zu Jesus, seinem Sohn: Gott liebt Jesus so sehr, dass sein Geist ihn erfüllt. Dieser Geist wird in der Erzählung als Taube dargestellt. Die Taube ist ein Symbol für den Frieden. Sie war früher aber vor allem auch ein Symbol der Liebe. Wenn in der Taufe Jesu Gottes Geist wie eine Taube auf Jesus herabkommt, so ist das ein starkes Symbol: Gottes Geist der tiefen Liebe und des Friedens dringt in Jesus ein. Jesus beginnt bald darauf seinen Einsatz für eine liebevolle und friedvolle Welt. Gott und Jesus sind so eng miteinander verbunden, dass Jesus aus Gottes Geist heraus handelt und Liebe und Frieden in die Welt bringt. Das ist auch wichtig für uns zu sehen: Wir können friedliches Zusammenleben nicht aus eigener Kraft erreichen. Wir brauchen Gottes Geist, damit friedvolles Zusammenleben gelingen kann. Wir müssen eine so enge Beziehung zu Gott haben, dass er durch uns hindurchscheinen kann und wir aus diesem Geist heraus den Frieden leben können.

Gedanken von P. Libermann:

P. Libermann gibt uns dazu folgenden Rat: „Kehren Sie in die tiefste Tiefe Ihres Inneren ein. Wenn Sie das tun, wird ihre Freude vollkommen sein und der Friede des Herrn wird Ihre Seele erfüllen. … Es wäre gut, wenn Sie ein ganz klein wenig Ihre äußeren Tätigkeiten einschränken würden, um Ihre Seele ganz still verharren lassen zu können und in diesem ruhigen inneren Aufmerken auf die Gnade des Heiligen Geistes zu verweilen. Das sind, glaube ich, in etwa die wichtigsten Dinge für den inneren Frieden und die innere Gelassenheit, damit er in uns wirken kann mit der ganzen Fülle seines Willens und seines Friedens.“

Zeit der Stille und des Nachdenkens (evtl. meditative Musik)

Friedensgebet des hl. Franz von Assisi:

Herr, mache mich zum Werkzeug deines Friedens, dass ich Liebe, wo man sich hasst; dass ich verzeihe, wo man sich beleidigt; dass ich verbinde, wo Streit ist; dass ich die Wahrheit sage, wo der Irrtum herrscht; dass ich den Glauben bringe, wo der Zweifel drückt; dass ich die Hoffnung wecke, wo Verzweiflung drückt; dass ich ein Licht anzünde, wo die Finsternis regiert; dass ich Freude künde, wo Kummer wohnt. Herr, lehre mich danach zu streben, andere zu trösten, statt selber Trost zu suchen; andere zu verstehen, statt verstanden zu werden; andere zu lieben, statt selbst geliebt zu werden. Denn wer gibt, der empfängt; Wer verzeiht, dem wird verziehen; Wer stirbt, dem erwacht ewiges Leben. Amen.

Lied: GL 451 (Komm, Herr, segne uns)

Segen:

Es erfülle uns der Vater mit seiner Liebe. Es erfülle uns der Sohn mit seinem Leben. Es erfülle uns der Heilige Geist mit seiner Kraft. Es segne uns und alle Menschen der gütige Gott: Der Vater, der Sohn und der Heilige Geist. Amen.

Marienlob: GL 533, 1+2+5 (Lasst uns erfreuen herzlich sehr)


28.05.2020

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