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"Missionarinnen und Missionare auf Zeit" (MaZ) bringen sich entsprechend ihrer Fähigkeiten in bestehende Projekte ein.

Meist sind es Projekte im sozialen, medizinischen oder pastoralen Bereich, wie zum Beispiel in Kinderheimen, Krankenstationen, Schulen, Behindertenwerkstätten, Altenpflege...

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Pfingstnovene 4. Tag: Gottes Geist: Wasser zum Leben

Wasser ist alltäglich und begegnet uns in vielen Situationen. Wir brauchen Wasser zum Trinken, zum Kochen, zum Waschen, um die Pflanzen zu gießen, um die Wohnung, das Auto zu putzen, um uns zu erfrischen, abzukühlen… Das Bild vom lebensspendenen Wasser wurde bald mit dem Heiligen Geist verbunden: Der Geist ist wie Wasser, das aus einer Quelle hervorsprudelt, das tränkt, Leben ermöglicht. Diese Anlehnung Wasser – Geist zeigt sich in Redewendungen wie: der Geist wird „ausgegossen“, mit Heiligem Geist „taufen“, oder der Ausdruck: „aus Wasser und Geist wiedergeboren werden“. Der Heilige Geist ist also wie Wasser in der Wüste unseres Lebens, der sich in unser Leben ergießt und uns belebt.

Lied:

Eröffnungsgebet:

Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen. Gott, wir sind zusammengekommen, um über den Heiligen Geist nachzudenken und um ihn zu beten. Wir bitten dich, sei bei uns, schenke uns gute Gedanken und erfülle uns immer mehr mit deinem Geist. Lass uns seinen Wind und Atem spüren. Darum bitten wir durch Jesus Christus, unseren Bruder und Herrn. Amen.

Schrifttext: (Joh 7, 37-39)

Am letzten Tag des Festes, dem großen Tag, stellte sich Jesus hin und rief: Wer Durst hat, komme zu mir und es trinke, wer an mich glaubt! Wie die Schrift sagt: Aus seinem Inneren werden Ströme von lebendigem Wasser fließen. Damit meinte er den Geist, den alle empfangen sollten, die an ihn glauben; denn der Geist war noch nicht gegeben, weil Jesus noch nicht verherrlicht war.

Gedanken zum Text:

„Am letzten Tag des Laubhüttenfestes zogen die Priester morgens zur Schiloachquelle, schöpften Wasser und brachten es in feierlicher Prozession zum Tempel, um es auf dem Brandopferaltar auszugießen. Dabei stießen sie in die Posaune und dachten an die Verheißung aus Jesaja 12,3 „Wasser sollt ihr schöpfen mit Wonnen aus den Quellen des Heils“. Und sie dachten auch an die Vision des Ezechiel von der wunderbaren Quelle, die an der Schwelle des Tempels hervorströmt und zu einem großen Strom wird, der alles befruchtet. Darauf nimmt auch Jesus Bezug, wenn er den Leuten und uns zuruft: „Wer Durst hat, komme zu mir und es trinke, wer an mich glaubt“. Damit meinte er den Geist, den alle empfangen sollten, wenn Jesus verherrlicht ist. Der Tod Jesu wird die Stunde sein, in der aus dem durchbohrten Herzen der Geist auf uns ausströmt und in uns zu einer Quelle von lebendigem Wasser wird. Jeder von uns wird zu einem Tempel, in dem die Quelle des Heiligen Geistes immer frisches Wasser hervorsprudelt.“

Gedanken von P. Libermann:

„O mein Herr Jesus! Ich habe Durst, großen Durst, der bis an die Grenze der Ohnmacht reicht! Denn in meinem Innern bin ich ganz leer und ganz ausgebrannt. Nimm mich in Dich hinein, und gib mir zu trinken aus Deiner Quelle des Heils; tauche mich, versenke mich, ertränke mich in deinen himmlischen Wassern! Ertränke darin meine Begierlichkeit, meinen Hochmut, ertränke drin all meine Laster und Untugenden! In mir sollst nur noch du allein sein. Erweise mir diese Gnade, o Jesus, damit ich nur noch dein Leben und in deinem Leben lebe.“

Fragen zum Nachdenken:

• Was muss in mir „sterben“?

• Wie kann ich für Gott leben – aus einem Geist?

• Wie wirkt der Geist Gottes in mir, der in der Taufe über mich ausgegossen wurde?

• Wie groß ist mein Durst nach Gott – nach einer lebendigen Beziehung zu ihm?

Zeit der Stille und des Nachdenkens (evtl. meditative Musik)

Fürbitten: Frei formuliert oder:

• Heiliger Geist, wir bitten dich: erfrische unser Leben aus deiner sprudelnden Quelle!

• Heiliger Geist, wir bitten dich: tränke die Menschen, die nach Sinn im Leben dürsten!

• Heiliger Geist, wir bitten sich: reinige die Menschen, die schuldig geworden sind.

• Heiliger Geist, wir bitten dich: lass uns als Getaufte aus dir heraus leben!

Vater unser:

Schlussgebet:

Gütiger Gott, das Wasser ist ein starkes Symbol für deinen Geist, der auch uns beleben, erfrischen, reinigen und begeistern will. Wir danken dir dafür. Lass uns immer wieder zu dir kommen, du Quelle unseres Lebens und erfülle uns mit neuer Sehnsucht und neuer Lebenskraft. Amen.

Segen:

Es erfülle uns der Vater mit seiner Liebe. Es erfülle uns der Sohn mit seinem Leben. Es erfülle uns der Heilige Geist mit seiner Kraft. Es segne uns und alle Menschen der gütige Gott: Der Vater, der Sohn und der Heilige Geist. Amen.

Lied:


24.05.2020

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