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Bildung für Kinder in Afrika

Bildung ist der Schlüssel zur Entwicklung.

Daher engagieren wir uns in Bildungsprojekten in Afrika und anderen Ländern der sogenannten "Dritten Welt".

Pfingstnovene – 2. Tag: Gottes Geist: Atem, Wind und Sturm

Gottes Geist wird sehr oft mit Atem, Wind und Sturm verglichen. Schon im Schöpfungsbericht ist von Gottes Geist die Rede, der über der Urflut schwebt. Bei der Erschaffung des Menschen haucht Gott seinen Atem, seinen Geist in den Menschen ein, damit dieser lebendig wird. Die Apostelgeschichte (2, 1-4) berichtet beim Pfingstereignis vom Brausen des Geistes (Sturmes), während im Evangelium nach Johannes der Geist wie ein leiser Hauch auf die Jünger herabkommt (Joh 20, 19-22). Auch wir wollen uns heute vom Geist „anblasen“ lassen, damit wir aus ihm und seiner Kraft heraus leben können.

Lied:

Eröffnungsgebet:

Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen. Gott, wir sind zusammengekommen, um über den Heiligen Geist nachzudenken und um ihn zu beten. Wir bitten dich, sei bei uns, schenke uns gute Gedanken und erfülle uns immer mehr mit deinem Geist. Lass uns seinen Wind und Atem spüren. Darum bitten wir durch Jesus Christus, unseren Bruder und Herrn. Amen.

Schriftlesung:

Apg 2, 1-2: Als das Pfingstfest gekommen war, waren alle zusammen am selben Ort. Da kam plötzlich vom Himmel her ein Brausen, wie wenn ein heftiger Sturm daherfährt, und erfüllte das ganze Haus, in dem sie saßen.

Joh 20, 19-22: Am Abend des ersten Tages der Woche, als die Jünger aus Furcht vor den Juden bei verschlossenen Türen beisammen waren, kam Jesus, trat in ihre Mitte und sagte zu ihnen: Friede sei mit euch! … Nachdem er das gesagt hatte, hauchte er sie an und sagte: Empfangt den Heiligen Geist!

Gedanken zum Text:

Zwei ganz unterschiedliche Geisterfahrungen oder Geistwahrnehmungen: In der Apostelgeschichte muss ein heftiger Sturm all das wegwehen, was den Blick auf Gott bisher verstellt hat: die Trauer und die Furcht, das Alte und Vergangene, das die Jünger noch beschäftigt. Im Evangelium nach Johannes geht es dann eher still und leise zu. Jesus haucht seine Jünger an und sagt: „Empfangt den Heiligen Geist!“ Die Jünger müssen also ganz schön aufpassen, um den Hauch des Geistes wahrzunehmen, ihn nicht zu verpassen. Das kann im allgemeinen Getöse, in der äußeren und inneren Unruhe ganz schnell passieren. Nicht nur bei den Jüngern damals, auch bei uns heute.

Gedanken von P. Libermann:

„Ein Boot hat seine Segel und sein Steuer. Der Wind bläst ins Segel und treibt das Schiff in die Richtung, die es nehmen soll. Diese Richtung ist jedoch zu unbestimmt und könnte zuweilen das schiff vom Kurs abbringen; darum hat man ein Steuer, das genau in die Richtung lenkt, die es nehmen soll, ohne dass es davon abkommt. Ihre Seele ist das Schiff, das Herz ist das Segel, der Heilige Geist ist der Wind; er bläst in Ihren Willen und treibt die Seele voran, die auf das Ziel zufährt, das Gott will. Ihr Geist ist das Steuer, das verhindern soll, dass Sie bei dem mächtigen, glühenden Antrieb, der Ihrem herzen gegeben wird, nicht vom direkten Kurs abkommen, den die göttliche Güte beschlossen hat.“

Fragen zum Nachdenken:

• Wo spüre ich Gottes Geist, wenn Gletscher schmelzen und Meere steigen?

• Wo spüre ich Gottes Geist, wenn Gleichgültigkeit und Hass sich ausbreiten?

• Wo spüre ich Gottes Geist angesichts der Mißstände in der Kirche?

• Wo spüren wir als Spiritaner nach 125 Jahren Präsenz in Deutschland (Knechtsteden) das Brasusen oder Säuseln des Heiligen Geistes?

• Gottes Geist, wo geht die Reise hin?

Zeit der Stille und des Nachdenkens (evtl. meditative Musik).

Fürbitten: Frei formuliert oder:

• Gottes Geist, du lebensspendender Atem: erfülle die Menschen mit deinem Leben und mit deiner Kraft.

• Gottes Geist, du zarter Hauch: schenke deine zarte Berührung den Einsamen und Verlassenen.

• Gottes Geist, du gewaltiger Sturm: wehe in unserer Kirche, wirble auf, reiße Abgestorbenes und Unrechtes fort, bringe Bewegung und Erneuerung.

Vater unser

Schlussgebet:

Heiliger Geist, Quelle der Wahrheit! Du Atem Gottes und Spender des Lebens! Überrasche uns mitten im täglichen Leben. Erfülle uns mit all deinen Gaben und hole uns ein, wenn wir fliehen. Treibe uns, wenn wir nachlassen; eile uns entgegen, wenn wir dich suchen. Durchglühe uns, wenn wir erkalten; durchströme uns, wenn wir leer sind. Erfreue uns, wenn wir traurig sind; umarme uns, wenn wir einsam sind; bete in uns, wenn wir Wortlos sind. Komm, heiliger Geist, du Quelle der Wahrheit und Spender des Lebens! Amen.

Segen: Es erfülle uns der Vater mit seiner Liebe. Es erfülle uns der Sohn mit seinem Leben. Es erfülle uns der Heilige Geist mit seiner Kraft. Es segne uns und alle Menschen der gütige Gott: Der Vater, der Sohn und der Heilige Geist. Amen.

Lied:


22.05.2020

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