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Heilig-Geist-Gymnasium, Broichweiden / Würselen

Kompetenzen fördern - Leistung fordern - Persönlichkeit formen - Glauben leben. Das sind die Säulen des Heilig-Geist-Gymnasium in Broichweiden / Würselen.

Auf der Grundlage des christlich-spiritanischen Welt- und Menschenbildes erhalten die Schülerinnen und Schüler ganzheitliche und exzellente Bildung und Erziehung.

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Pfingstnovene – 1. Tag : Gottes Geist in Jesu Sendung

Im Mittelpunkt des ersten Tages unserer Pfingstnovene steht ein Schlüsseltext aus dem Lukas-Evangelium. Da wird erzählt, wie Jesus sein öffentliches Wirken beginnt: bevor er öffentlich wirkt und heilt, nimmt er in der Synagoge die Schriftrolle, schlägt eine Stelle beim Propheten Jesaja auf und liest sie vor. Diese Stelle klingt wie Jesus auf den Leib geschnitten: sie stellt sein „Programm“ dar, das er in der folgenden Zeit umsetzen will: Einsatz für die Armen, Unterdrückten, Zerschlagenen, Gefesselten. Diesen Einsatz leistet Jesus aus dem Geist Gottes heraus, der ihn so handeln lässt.

Lied:

Eröffnungsgebet:

Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen. Gott, heute, am Tag der Himmelfahrt deines Sohnes sind wir zusammengekommen, um über den Heiligen Geist nachzudenken und um ihn zu beten. Wir bitten dich, sei bei uns, schenke uns gute Gedanken und erfülle uns immer mehr mit deinem Geist. Darum bitten wir durch Jesus Christus, unseren Bruder und Herrn. Amen.

Schriftlesung (Lk 4, 16-21):

Jesus kam nach Nazareth, wo er aufgewachsen war, und ging, wie gewohnt, am Sabbat in die Synagoge. Als er aufstand, um vorzulesen, reichte man ihm die Buchrolle des Propheten Jesaja. Er öffnete sie und fand die Stelle, wo geschrieben steht: Der Geist des Herrn ruht auf mir; denn er hat mich gesalbt. Er hat mich gesandt, damit ich den Armen eine frohe Botschaft bringe; damit ich den Gefangenen die Entlassung verkünde und den Blinden das Augenlicht; damit ich die zerschlagenen in Freiheit setze und ein Gnadenjahr des Herrn ausrufe. Dann schloss er die Buchrolle, gab sie dem Synagogendiener und setzte sich. Die Augen aller in der Synagoge waren auf ihn gerichtet. Da begann er, ihnen darzulegen: heute hat sich das Schriftwort, das ihr eben gehört habt, erfüllt.

Gedanken zum Text:

Der Evangelist Lukas erzählt bei den wichtigsten Ereignissen im Leben Jesu, dass „heute“ den Menschen Heil wurde. Schon bei der Geburt Jesu verkünden die Engel: „Heute ist euch der Retter, der Messias, geboren.“ In der Synagoge von Nazareth verkündet Jesus selbst: „Heute hat sich das Schriftwort, das ihr gehört habt, erfüllt.“ Mit dem Auftreten Jesu ist das Heilsjahr angebrochen. Heute vollzieht sich vor den Augen der Menschen, was Jesaja verheißen hat. Heute geschieht an uns, was in und durch Jesus damals geschehen ist. Heute werden wir neu geboren, heute werden wir mit dem Heiligen Geist gesalbt, bestärkt, um uns wie Jesus für die Armen, die Ausgegrenzten, die Entrechteten, die Schwachen in der Gesellschaft einzusetzen, an die Ränder zu gehen, wie es uns Papst Franziskus empfiehlt.

Gedanken von P. Libermann:

„Den Armen die Frohe Botschaft zu bringen, das ist unser allgemeines Ziel. Die Vorsehung hat unser Werk für die Schwarzen geschaffen, seien es die in Afrika oder in den Kolonien; bis zum heutigen Tag sind sie zweifelsohne die am meisten in Elend und Verlassenheit lebende Bevölkerung. Wir würden zwar auch in Frankreich für das Heil der Seelen zu arbeiten wünschen, aber Hauptziel sind immer die Armen, ohne jedoch die zu vernachlässigen, die es nicht sind.“

Fragen zum Nachdenken:

• Wer sind die „Armen“ unserer Zeit – in der Zeit der Corona-Pandemie?

• Wozu fühle ich mich heute bestärkt? Was gibt mir Kraft, Hoffnung und Mut?

• Wo wurde mir heute Heil zuteil? Wofür will und kann ich besonders danken?

• Das Schriftwort aus dem Propheten Jesaja steht als „Überschrift“ über unserer spiritanischen Lebensregel. Wie wirkt sich das für uns als Spiritaner / als Freunde der Spiritaner aus?

Zeit der Stille und des Nachdenkens (evtl. meditative Musik).

Fürbitten: Frei formuliert oder:

• Gott, wo dein Geist ist, da ist Einsatz für Gerechtigkeit und Freiheit. Wir bitten dich, dass die Kirche aus diesem Geist handelt und sich überall dort engagiert, wo Menschen missachtet und misshandelt werden. Herr, sende deinen Geist.

• Gott, wo dein Geist ist, da ist jeder Mensch wertvoll. Wir bitten dich, dass unsere Gesellschaft jeden Menschen achtet – auch Gefangene, auch Arme und Sozialhilfeempfänger, auch Blinde und Behinderte. Herr, sende deinen Geist.

• Gott, wo dein Geist ist, da werden wir frei von Fesseln, Ängsten, Schuld. Wir bitten dich, dass wir uns von dir befreien lassen. Herr, sende deinen Geist.

Vater unser

Schlussgebet:

Jesus Christus, du hast ein Gnadenjahr des Herrn ausgerufen und dich für alle Menschen eingesetzt. Schenke uns auch heute deinen Geist, damit wir geschwisterlich miteinander leben können. Amen.

Segen:

Es erfülle uns der Vater mit seiner Liebe. Es erfülle uns der Sohn mit seinem Leben. Es erfülle uns der Heilige Geist mit seiner Kraft. Es segne uns und alle Menschen der gütige Gott: Der Vater, der Sohn und der Heilige Geist. Amen.

Lied


21.05.2020

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