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Missionarin auf Zeit

Im Projekt "MissionarIn auf Zeit" (MaZ) bietet jungen Menschen die Möglichkeit in einem zeitlich befristeten Aufenthalt mit einer religiös geprägten Lebensgemeinschaft Erfahrungen in einer anderen Kultur zu machen.

Der Aufenthalt kann als Freiwilligendienst im Ausland angerechnet werden.

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Pater Norbert Merkel ist verstorben

Unser Mitbruder ist am 19. Oktober 2020 in Lukaskrankenhaus in Neuss verstorben. Er stand im 61. Jahr seines Ordenslebens. Exequien und Beerdigung sind am Dienstag, den 27. Oktober 2020, um 14.30 Uhr in Knechtsteden, 41540 Dormagen.

Pater Norbert Merkel, CSSp

Pater Norbert Merkel, CSSp

Norbert Merkel wurde am 21. Januar 1938 in Hardheim, Kreis Buchen, als fünftes Kind der Eheleute Franz Merkel und Thekla, geb. Diemer, geboren. Die Eltern schenkten sieben Jungen und drei Mädchen das Leben. Die Familie Merkel war eine sehr religiöse Familie. Drei der Söhne wurden Priester, einer von ihnen Bischof.

Norbert hatte schon in jungen Jahren den Wunsch, Priester und Spiritaner zu werden. Deshalb begann er 1950 seine gymnasialen Studien in unserem Missionskonvikt St. Guido in Speyer und machte 1959 das Abitur am Heilig-Geist-Gymnasium in Menden, Sauerland. Nach dem anschließenden Noviziatsjahr in Heimbach, Eifel, legte er am 9. April 1960 seine ersten Ordensgelübde ab. Es folgte die philosophisch-theologische Ausbildung an unserer Ordenshochschule in Knechtsteden. Am 30. Mai 1965 wurde er dort zum Priester geweiht.

Danach arbeitete Pater Merkel zwei Jahre als Erzieher in unserem Internat in Menden und es wurde ihm deutlich, dass für ihn bei der Arbeit mit Menschen theologisches Wissen nicht ausreicht. Ihm wurde erlaubt, an der Universität in Innsbruck eine zweijährige Ausbildung in Pastoralpsychologie zu machen. Das erfüllte ihn. „Innsbruck war eine wunderbare Zeit“, wird er später sagen.

Mit diesem Rüstzeug ging er 1970 zurück nach Menden, wo er bis 1979 als Leiter des Internates und Superior des Hauses wirkte. Gegen Ende dieser Zeit hatte er die schwierige Aufgabe, das Internat sowie auch das gesamte Missionshaus zu schließen, weil wir 1977 aus Personalmangel das Gymnasium in die Trägerschaft der Stadt Menden übergeben hatten.

Während dieser Jahre in Menden hatte Pater Merkel einen zweijährigen berufsbegleitenden Supervisionslehrgang an der Katholischen Fachhochschule NRW belegt und mit Diplom abgeschlossen. Sieben Jahre lang arbeitete er danach nebenberuflich als Supervisor der Psychologen und Sozialtherapeuten der Justizvollzugsanstalt Gelsenkirchen.

1983 – 2007 übernahm Pater Merkel die Leitung des Libermann-Haues in Knechtsteden. Hier hatte er ein weites Feld, seine psychologischen Kenntnisse und seine therapeutischen Fähigkeiten einzusetzen; und er war beliebt und gefragt. Zudem war er von 2001-2007 auch Superior von Knechtsteden.

Als das Libermann-Haus 2007 geschlossen wurde arbeitete Pater Merkel noch einige Zeit als Therapeut weiter. Er war ein guter Zuhörer, der die Menschen ernst nahm. Er sagte ihnen nicht, was richtig oder falsch sei, sondern er half ihnen bei dem Prozess, selbst zu erkennen, was für sie gut und richtig sein könnte.

In den letzten Jahren wurde er von Krankheiten heimgesucht. Neben einer schweren Diabetes und dem Verlust der Sehkraft auf einem Auge, versagten seine Nieren und er musste regelmäßig zur Blutwäsche ins Krankenhaus. Er hat all diese Einschränkungen mit einem bewundernswerten Gleichmut ertragen.

Am 19. Oktober 2020 starb er im Alter von 82 Jahren an einer Covid-19-Infektion im Lukas-Krankenhaus in Neuss.

P. Konrad Breidenbach


22.10.2020

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