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Pater Friedrich Siegers ist verstorben

Unser Mitbruder ist in der Nacht vom 9. auf den 10. Juni 2020 im Missionshaus in Broich friedlich entschlafen. Er stand im 66. Jahr seines Ordenslebens. Exequien und Beerdigung sind am Freitag, den 19. Juni 2020, im engsten Kreise seiner Mitbrüder und seiner Familie.

Pater Friedrich Siegers, CSSp

Pater Friedrich Siegers, CSSp

Unser Mitbruder Fritz Siegers wurde am 23. Mai 1934 in Mariadorf bei Aachen als 5. Kind der Eheleute Anna und Johann Siegers geboren. Als Sohn einer Bergmanns-Familie erlebte er hier eine zufriedene Kindheit und Jugend. Nachdem die Familie 1946 aus der Evakuierung zurückkehrte, besuchte Fritz 1946/47 das Gymnasium in Alsdorf. Die sonntäglichen Spaziergänge zum „Kloster Broich“ und die Begegnungen mit P. Steinbach und Br. Meinulf weckten sein Interesse für die Spiritaner und für die Mission. Obwohl er als Kind Arzt oder Architekt werden wollte, entschloss er sich, Priester und Missionar zu werden. Am 28. August 1947 trat er ins kleine Scholastikat in Knechtsteden ein.

Von Ostern 1951 bis Sommer 1955 besuchte Fritz Siegers das Spiritaner-Gymnasium in Menden im Sauerland.

Nach dem Abitur schloss sich das Noviziat in Heimbach in der Eifel an. Dort legte er am 21. April 1955 die ersten Ordensgelübde ab. Nach dem Noviziat kam Fritz nach Knechtsteden zurück zu den philosophischen und theologischen Studien. In den Semesterferien arbeitete er untertage in „Maria II“, um sich ein wenig Geld für das Studium zu verdienen. Nach dem Abschluss der Studien war Fritz Siegers Vizepräfekt im kleinen Scholastikat unter der Leitung vom P. Lukowski. Am 17. Juni 1960 wurde er in Knechtsteden von Bischof Peter Kelleter zum Priester geweiht.

Sein Wunsch, Missionar zu werden, ging in Erfüllung. Am 11.11.1961 reiste er nach Brasilien aus. Die Stationen seines missionarisch-seelsorglichen Wirkens lagen hauptsächlich im Distrikt „Alto Juruá“. Zunächst war er Kaplan in Cruzeiro do Sul, dann in Feijó und Envira und schließlich in Mancio Lima (Japiim). Von 1975 bis 1979 arbeitete Fritz Siegers in der Pfarrei Itaberaba in Sao Paulo. Dorthin war er geschickt worden, um gleichzeitig Kontaktperson für die Seminaristen zu sein, die im Süden für den Acre ausgebildet wurden.

1979 kehrte Fritz Siegers in den Alto Juruá zurück, zunächst nach Feijó, dann nach Guajará und schließlich 1992 als Pfarrer an die Kathedrale von Cruzeiro do Sul. Neben der seelsorglichen Arbeit war Fritz Siegers auch Baumeister, Arzt, Lehrer in großen und im kleinen Seminar in Cruzeiro do Sul und Distriktsoberer. Als „Abenteurer der Güte Gottes“, wie er sich selbst gerne bezeichnete, war er immer für die Armen und Bedürftigen da. Besonders deutlich wurde dies durch die Gründung von 17 Gemeindezentren mit Kindertagesstätten im Umland der Kathedralpfarrei Cruzeiro do Sul, die er auch von Deutschland aus weiter unterstützte.

Nach seiner gesundheitlich bedingten Rückkehr nach Deutschland im Jahr 1998 half er von Broich aus, so gut er konnte, in der Seelsorge in seiner Heimatgemeinde Alsdorf / Mariadorf mit. Sein Leben war gekennzeichnet von vielen Krankheiten, durch die er sich aber nie entmutigen ließ und nie aufgab. In der Nacht vom 9. auf den 10 Juni 2020 ist er im Missionshaus in Broich friedlich entschlafen. Wir, seine Mitbrüder, danken ihm für sein Leben und Wirken und halten sein Andenken in Ehren. Michael Wegner, CSSp


12.06.2020

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