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NOTEL

Im NOTEL,  der Notschlafstelle für Drogenabhängige, ist die kleine Kapelle spirituelles Zentrum für Mitarbeiter und Gäste.

Ziel ist nicht Bekehrung, sondern als Christen präsent zu sein und aufgrund des Glaubens Hoffnung zu vermitteln.

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Monat der Weltmission 2020 - Impuls I

„Selig, die Frieden stiften“ (Mt 5,9). Dieses Wort aus der Bergpredigt Jesu steht als Motto über dem diesjährigen Monat der Weltmission. Es geht um Solidarität und Zusammenhalt, nicht nur, aber ganz besonders in der Zeit der Corona-Pandemie. In diesem Monat der Weltmission werden wir Ihnen wöchentlichen Impuls zum Thema „Mission“ geben. Wir wünschen allen LeserInnen und BesucherInnen eine fruchtbringende Lektüre.

Pater Michael Wegner, CSSp

Pater Michael Wegner, CSSp

„Eigentlich sollte es in der Missio-Aktion 2020 um das Engagement der Kirche in Westafrika für Frieden und Dialog gehen. Doch die Corona-Pandemie stellt auch den Monat der Weltmission auf den Kopf“ – so der Präsident von Missio Aachen, Pfarrer Dirk Bingener.

In den Ländern der Sahelzone leiden die Menschen seit langem unter Armut, Hunger und islamischem Terror. Jetzt kommt noch die Corona-Pandemie hinzu. Viele Menschen in Afrika nehmen die gesundheitlichen Gefahren durch das Virus allerdings kaum wahr. Sie sorgen sich angesichts der gravierenden, wirtschaftlichen Auswirkungen der Coronakrise vielmehr um ihre Existenz. Als missionarische Kirche versuchen wir, nicht nur im Monat der Weltmission, diesen Menschen beizustehen, Solidarität und Zusammenhalt zu leben und zu bezeugen.

Genau das ist auch unsere spiritanische Mission, unser Grund- und Sendungsauftrag. „Als wesentlichen Teil unserer Sendung betrachten wir die ganzheitliche Befreiung des Menschen, den Einsatz für Gerechtigkeit und Frieden und die Mitarbeit an der Entwicklung. Darum müssen wir uns zu Anwälten, zu Stützen und zu Verteidigern der Schwachen und Kleinen gegen all ihre Unterdrücker machen“ (Lebensregel Nr. 14).

Einer unserer Mitbrüder, Bruder Marc Tyrant, hat diese Verpflichtung in Corona-Zeiten konkret in die Tat umgesetzt. Da er auch Arzt und Mitglied einer Ärzteorganisation in Frankreich ist, ließ er - mit dem Einverständnis des Generaloberen und seines Rates - seine Tätigkeit in der Generalleitung in Rom ruhen und stellte sich als Arzt dem Dienst in der Ärzteorganisation in Paris zur Verfügung. Um die Verwundbaren ohne Wohnung und schlecht Untergebrachten auch in Corona-Zeiten versorgen zu können, gehen die Ärzte und ihre ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter „auf die Straßen von Paris, besuchen tagsüber Migranten, die in Zeltlagern hausen oder auf den Gehwegen liegen; und nachts versuchen sie bei den Prostituierten und Drogenabhängigen zu sein. Dazu gibt es mobile Kliniken für die bedürftigen in den Vorstädten von Paris“ (vgl. Kontinente 4/2020).

So wird Mission konkret. So können auch wir Wege und Möglichkeiten zum missionarischen Wirken in unserem Lebensumfeld finden. Papst Franziskus schreibt in seiner Botschaft zum Weltmissionssonntag 2020: „Das menschliche Leben entspringt der Liebe Gottes, es wächst in der Liebe und strebt zur Liebe hin. Du bewegst dich in der Mission, weil der Geist dich antreibt und führt.“ Nehmen wir die Welt in diesen Krisenzeiten, alle leidenden und unterdrückten Menschen in unser Gebet hinein, allein das ist schon ein ganz wichtiger und wertvoller Beitrag, den wir leisten können. (P. Michael Wegner CSSp.)


01.10.2020

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