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Heilig-Geist-Gymnasium, Broichweiden / Würselen

Kompetenzen fördern - Leistung fordern - Persönlichkeit formen - Glauben leben. Das sind die Säulen des Heilig-Geist-Gymnasium in Broichweiden / Würselen.

Auf der Grundlage des christlich-spiritanischen Welt- und Menschenbildes erhalten die Schülerinnen und Schüler ganzheitliche und exzellente Bildung und Erziehung.

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Monat der Weltmission 2020 - Impuls II

„Selig, die Frieden stiften“ (Mt 5,9). Unter diesem Leitwort sind wir im Monat der Welt-mission eingeladen, Solidarität und Zusammenhalt zu fördern und zu leben. In diesem Monat der Weltmission werden wir Ihnen wöchentlichen Impuls zum Thema „Mission“ geben. Wir wünschen allen LeserInnen und BesucherInnen eine fruchtbringende Lektüre.

Missio lenkt in diesem Jahr den Blick auf Westafrika. „In dieser Region lebten lange Zeit Menschen verschiedener Religionen und Ethnien friedlich zusammen. Gegenwärtig wird sie aber immer mehr zum Schauplatz von Anschlägen und Übergriffen. Konflikte werden dort religiös aufgeladen, um Menschen gegeneinander aufzubringen und Gewalt anzufachen. Durch die Corona-Pandemie haben sich die Lebensbedingungen der Menschen zusätzlich verschlechtert“ [Vgl. Spendenaufruf der deutschen Bischöfe zum Weltmissionssonntag 2020]. In dieser schwierigen Situation brauchen die Menschen in Westafrika und in allen anderen Krisengebieten dieser Welt unsere Solidarität. Sie müssen spüren, dass wir zu ihnen halten.

Ähnlich wie in Westafrika ist auch die Lage in Zentralafrika, wo seit einigen Jahren Rebellen die Macht übernommen haben und es zu Plünderungen, Zerstörungen und Vertreibungen kam. Spiritaner leben und arbeiten dort, um den Menschen beizustehen.

Unser Mitbruder, Kardinal Dieudonné Nzapalainga, Erzbischof von Bangui, schildert die derzeitige Situation so: „Die Lage ist weiterhin gefährlich. Es gibt noch Unruhen. Zudem werden große Teile des Landes von Rebellen beherrscht; und sie bedienen sich der reichen Rohstoffe wie Gold, Diamanten, Uran und Erdöl. Die Gier nach Macht und Reichtum spielt eine große Rolle in diesem Kampfgeschehen. Die Rebellen benehmen sich wie Kriegsherren: Sie bestimmen über das Leben und den Tod der Menschen. Von Gott gestärkt kann ich in dieser beängstigenden Situation die Botschaft Jesu von Liebe und Barmherzigkeit ohne Unterlass verkünden. Ja, der Herr gibt mir die Kraft, trotz Morddrohungen meinem Engagement für die Menschen treu zu bleiben. Ich verstehe meinen Hirtendienst als Dienst an der Seite der Menschen, denn unser Gott heißt Emmanuel – Gott mit uns!" [Vgl. Kontinente 5/2020 - Spiritanerteil ].

Erzbischof Dieudonné Nzapalainga, Bangui

Kardinal Nzapalainga Dieudonné, CSSp, Erzbischof von Bangui.

Seit gut zwei Jahren arbeitet unser Mitbruder P. Olaf Derenthal zusammen mit einem einheimischen Mitbruder in der Pfarrei Mobai, ca. 600 km von Bangui entfernt. Bei einem Besuch in Knechtsteden berichtete er: „Die politisch-militärische Situation stagniert im Moment. Die in den Kongo geflüchteten Menschen kommen allmählich wieder zurück. Es gibt zwar eine demokratisch gewählte zivile Regierung, doch noch immer haben Rebellen große Teile des Landes unter Kontrolle. Sie kontrollieren auch uns und unsere Arbeit.“

Pater Olaf Derenthal tauft Kinder während einer Messfeier.

Pater Olaf Derenthal tauft Kinder während einer Messfeier.

In der Seelsorge, in der Schule und in der Gesundheitsvorsorge können unsere Mitbrüder unter den gegebenen Bedingungen weitgehend ungehindert arbeiten. Doch auch hier hinterlässt Corona deutliche Spuren und beeinträchtigt das Leben in der Gemeinde und das alltägliche Leben der Menschen. Unterdrückung, Not, Leid, Hoffnungslosigkeit und Elend sind noch lange nicht überwunden. Für unsere Mitbrüder vor Ort heißt es da: durchhalten, beistehen und Zeugnis/Beispiel geben.

Dabei können wir sie und die ihnen anvertrauten Menschen, ja alle Menschen in den Krisengebieten dieser Welt, mit unserem Gebet, unserer Solidarität und unserem Zusammenhalt unterstützen und begleiten. Denn: „Selig, die in Zeiten der Not Solidarität leben, die Masken der Einsamkeit und des Egoismus abstreifen und in Gemeinschaft über sich selbst hinauswachsen. Selig, die in Zeiten der Not Türen der Hoffnung auftun und den Menschen Leben, Licht und Zuversicht bringen“ [Vgl. Missio-Gebet zum Weltmissionssonntag 2020].

Pater Michael Wegner, CSSp


11.10.2020

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