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Man kann sie nicht googlen: Brüder - Beter - Handwerker - Charaktere

„Ordensbrüder haben zum Teil Erstaunliches, ja Verwunderliches geleistet - aber sie sind mit keiner Suchmaschine im Internet zu finden", erklärt Spiritanerpater Konrad Breidenbach, warum die Spiritaner die aktuelle Ausstellung dem Thema Spiritanerbrüder gewidmet haben. „Das Leben und Wirken der Ordensbrüder wurde und wird kaum wahrgenommen, dem wollten wir ein Ende setzen."

Knechtstedener Brüder während der NS-Zeit.

Die Zahl der Brüder in Knechtsteden übertraf die der Patres vor dem Zweiten Weltkrieg bei weitem.

Zusammen mit Belinda Peters, verantwortlich für die Öffentlichkeitsarbeit der Spiritaner, hat Breidenbach die Ausstellung lange vorbereitet. „Das die Brüder oft still und in der zweiten Reihe gewirkt haben, hat sich auch in den Texten und Bildern, die uns von ihrer Arbeit überliefert sind, niedergeschlagen“, berichtet Peters, die auch das Archiv der deutschen Spiritaner leitet. „Es war nicht einfach, die Bilder und Gegenstände für die Ausstellung zusammenzutragen.“ Trotzdem ist es den beiden Ausstellungsmachern gelungen, die besondere Lebensweise und das Wirken der Spiritanerbrüder in Deutschland und in Übersee spannend und unterhaltend in Szene zu setzen. Zahlreiche historische Aufnahmen und originale Objekte aus den Werkstätten oder aus den Nachlässen einzelner Brüder lassen das Leben eines Ordensbruders verständlich werden und berichten von besonderen Originalen und Charakteren unter ihnen.

Schreinerei-Knechtsteden-1933

Eine gediegene Ausbildung, falls möglich mit Meisterabschluß, zeichnete besonders die deutschen Spiritanerbrüder aus.

Bau-Wohnhaus für die Brüder 1912 - 1917

Patres und Brüder lebten lange Zeit streng voneinander getrennt. 1912 wurde mit dem Bau eines eigenen Wohnhauses für die Brüder begonnen.

Bruder Norbertus bei der Anbetung zu Pfingsten in der Bruderkapelle

Der Tagesablauf der Brüder war von einem Wechsel aus Gebets- und Arbeitszeiten geprägt.

Schnitzfiguren Szenen aus dem Missionsleben

In einem Zeitalter ohne Fernsehen und Internet verstanden es geschickte Brüder anschauliche Szenen aus dem Missionsleben zu schnitzen.

„Auf eine Eröffnungsveranstaltung mit einem Einführungsvortrag und ein Begleitprogramm zur Ausstellung werden wir angesichts der Coronakrise verzichten“, bedauert Breidenbach, der jedoch nicht ausschließt, dass zu einem späteren Zeitpunkt ergänzende Veranstaltungen zur Ausstellung angeboten werden.

Die Ausstellung „Brüder: Beter – Handwerker – Charaktere“ im Kreuzgang des Missionshauses Knechtsteden ist ab dem 4. September 2020 täglich zwischen 10.00 und 18.00 Uhr geöffnet. Ein Zugang ist ausschließlich durch die Basilika möglich.

Weitere Informationen bei Pater Konrad Breidenbach (Tel.: 02405/455887 oder konrad.breiden@gmx.de) und Belinda Peters (Tel.: 02133/869103 oder peters@spiritaner.de).

Belinda Peters


04.09.2020

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