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Notel

In der Notschlafstelle für obdachlose Drogenabhängige in Köln (NOTEL) erhalten die Gäste jede Nacht eine warme Mahlzeit, eine Dusche, die Möglichkeit, ihre Wäsche waschen zu lassen und ein Bett.

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„Macht hoch die Tür, die Tor macht weit“: Impuls zum vierten Advent aus Knechtsteden

Es ist die Türe, die von der Basilika in den Kreuzgang führt. Nicht nur in Corona-Zeiten ist diese Türe für Besucher normalerweise geschlossen. Doch das, was sich dahinter verbirgt, das Geheimnis zur Adventszeit, das wir heute lüften wollen, ist auch vom öffentlich zugänglichen Ausstellungsbereich des historischen Kreuzgangs aus sichtbar. Dort gibt es derzeit eine sehr interessante Ausstellung zum Leben und Wirken der Spiritaner-Brüder.

Tür zum Kreuzgang. Bild: P. Michael Wegner

Tür zum Kreuzgang. Bild: P. Michael Wegner

Die Tage bis Weihnachten sind buchstäblich gezählt und so erscheint heute vor unseren Augen bereits eine Weihnachtsdarstellung:

Eine Plastik in Bronze, geschaffen von Bruder Chrysostomos Stopp im Jahre 1969. Das Weihnachtsgeheimnis, die heilige Familie in der Mitte wird an beiden Enden, unten und oben von der Hand Gottes gehalten. Br. Chrysostomos schreibt dazu: „Die untere Hand versinnbildlicht den Augenblick der Erschaffung des Universums. Der Sohn Gottes setzt den Anfang der Welt durch den Heiligen Geist. Sie steigt aus seiner Hand mit all ihren Kräften und Entwicklungstendenzen. Aus dem Uranfang entwickelt sich der gesamte Kosmos.

Der mittlere Kreis bedeutet die Erde und ihr biologischer Reichtum. Sobald der Mensch auf ihr sichtbar ist, vollzieht sich die Menschwerdung Christi durch den Heiligen Geist. Der Mensch soll seinen Schöpfer erkennen und auf das menschgewordene Liebeswort Gottes antworten in Anbetung und Dank. Die obere Hand steht für den Vollender der Welt. Jesus Christus, der das Ganze zusammenfasst, um es dem Vater zu übergeben im Heiligen Geist, zur Vollendung in der Heiligsten Dreifaltigkeit.“

Dazu passen auch die Worte von Teilhard de Chardin: „Christus ist die Achse der gesamten Schöpfung. Je mehr man über die tiefen Geheimnisse der Entwicklung nachdenkt, umso mehr ist man überzeugt, dass der universale Christus am Ende der Zeiten nicht auf dem Gipfel der Welt erscheinen könnte, wenn er nicht vorher in sie eingetreten wäre auf dem Wege der Geburt.

Die Worte von Paul Weismantel sind auch mein / unser Wunsch für die letzten Tage des Advent, der Wunsch, dass sich die Türe unseres Herzens auftut für den, der da kommen wird:


„Komm zur Ruhe in der Stille des Advent, werde seelenruhig in dir und mit dir selbst!
Den Lärm, das Laute und Vorlaute lass draußen, wo es dich nicht mehr nervt noch stört!
Bereite deinem Gott in aller Ruhe die Krippe deines Herzens als würdige Wohnstatt, damit du in ihm ruhst! Komm zur Ruhe, werde seelenruhig in der Stille des Advent!“

Gesegneten und besinnlichen „Endspurt“ im Advent.

P. Michael Wegner CSSp.


21.12.2020

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