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In der Notschlafstelle für obdachlose Drogenabhängige in Köln (NOTEL) erhalten die Gäste jede Nacht eine warme Mahlzeit, eine Dusche, die Möglichkeit, ihre Wäsche waschen zu lassen und ein Bett.

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Advents-und Weihnachtsbotschaft des Regionaloberen

Liebe Besucher*innen unserer Webseite,

immer wieder gibt es im Leben eines jeden Menschen einen Zeitpunkt, wo es gut und angemessen ist, Rückschau zu halten, sich auf das Wesentliche zu besinnen und die Ziele für die Zukunft zu überprüfen.

Für uns Spiritaner ist in diesem Jahr ein solcher Zeitpunkt gekommen; sicher zwingt uns - wie unzählige Menschen auf der Welt auch - die derzeitige Coronakrise zu einem Innehalten und Umdenken.

Aber der eigentliche Anlass für mich und meine Mitbrüder zur Rückschau und Rückbesinnung ist ein freudiger: Vor 125 Jahren konnten meine Mitbrüder in Deutschland dauerhaft Fuß fassen. Sie erwarben 1895 die mittelalterliche Klosteranlage Knechtsteden bei Dormagen. Obwohl die Abtei durch einen Brand nahezu eine Ruine war, wurde bereits 1896 in den Trümmern das Missionshaus der Spiritaner eröffnet.

Von Anbeginn an konnten die Spiritaner in Deutschland dabei auf die Unterstützung engagierter Mitmenschen zählen. Das hat sich bis heute nicht geändert, obwohl unser Aufgabenfeld sich in den vergangenen 125 Jahren stark gewandelt hat.

Denn inzwischen ist Deutschland ein Arbeitsfeld der Spiritaner geworden. Ebenso selbstverständlich, wie unsere Vorgänger damals nach Übersee auszogen, sind Mitbrüder aus anderen Ländern und Kontinenten heute für die Menschen in Deutschland im Einsatz. Sie sorgen nicht nur für ihre alten, deutschen Mitbrüder sondern setzen in Deutschland inzwischen deutliche, missionarische Akzente. Dazu gehören neben der Gemeindeseelsorge auch außerordentliche Glaubensangebote, die sprachliche und fachliche Qualifikation der ausländischen Mitbrüder für die Seelsorge in Deutschland, die Betreuung sozial-karitativer Projekte in Übersee, die missionarische Bewusstseinsbildung oder religiös-kulturelle Angebote.

Meine Mitbrüder und ich können dabei auf einer soliden Grundlage aufbauen, die unsere alten deutschen Mitbrüder gelegt haben.

Das hoffen wir im kommenden Jahr 2021 mit Ihnen feiern zu können, beispielsweise anlässlich der feierlichen Messe zum Spiritanerjubiläum am Pfingstsamstag, den 22. Mai 2021. An diesem Tag wird auch der Dokumentarfilm über die Arbeit der Spiritaner in und aus Deutschland uraufgeführt werden.

Die nun beginnende Adventszeit ist seit jeher eine bewährte und besonders geeignete Zeit für alle Christen Rückschau zu halten, sich auf das Wesentliche zu besinnen und die Ziele für die Zukunft neu zu setzen. Selbst in diesen unsicheren und auch verunsichernden Zeiten hält die Adventszeit – wie das Spiritanerjubiläum – eine vielversprechende, positive Zukunftsperspektive für uns bereit. Diese Zeit vor Weihnachten verweist auf die verheißungsvolle Zusage Gottes an alle Menschen: ER wird Mensch werden, als Mensch wird ER mitten unter uns Menschen sein, ER lädt uns ein neu anzufangen. Mit Krippe und Kreuz wird ER alles auf den Kopf stellen und alles zum Guten für uns führen – wenn wir uns auf ihn einlassen.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen nicht nur eine besinnliche Adventszeit, den Mut zurückzuschauen, sich auf das Wesentliche zu besinnen und positiv in die Zukunft zu schauen sondern auch die unerschütterliche Zuversicht, dass ER den Neuanfang eines jeden Menschen liebevoll begleitet.

Ihnen ein gesegnetes Weihnachtsfest und ein gesundes Jahr 2021.
P. Innocent Izunwanne CSSp. (Regionaloberer)


27.11.2020

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