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„Basilika Knechtsteden, ich habe mich in dich verliebt!“

Am 30. Juni 2019 feierte P. Erwin Wiesler sein 60-jähriges Priesterjubiläum. Der 86-jährige Ordensmann aus Bad Dürrheim im Schwarzwald nahm verschiedene Aufgaben in Deutschland wahr.

Pater Erwin Wiesler, CSSp.

Pater Erwin Wiesler, CSSp inzensiert die Gaben.

Eigentlich wurde Erwin am 19. Juli 1959 vom Spiritanerbischof Johannes Gay von der Insel Guadeloupe in der Knechtstedener Basilika geweiht. Doch da der Basilika-Chor, den er mitgegründet hat, im Rahmen der Feierlichkeiten anlässlich seines 30-jähriges Bestehens eine musikalische Aufführung an diesem letzten Sonntag im Juni geplant hatte, entschied er sich, sein Jubiläum unter Begleitung des Chores zu feiern.

Mitglieder des Basilika-Chores

Mitglieder des Basilika-Chores.

Superior in einer Zeit der Umstrukturierung und Neuordnung

„P. Wiesler war nie im Ausland im missionarischen Einsatz, weil seine Gesundheit nicht die beste war: Mit 19 Jahren erlitt er eine offene Tuberkulose, die so stark war, dass man ihn schon verloren gab“, erklärte Pater Bruno Trächtler, der Superior der Kommunität Knechtsteden, in seinen Begrüßungsworten. Weiter führte er aus: „Ein besonderer Grund, dieses Jubiläum hier in Knechtsteden zu feiern, ist die Tatsache, dass P. Wiesler von 1973 bis 1982 Superior der hiesigen Gemeinschaft der Spiritaner war.“ Wer die Kirchengeschichte kennt, wird sich erinnern, dass der genannte Zeitraum eine schwierige Zeit für die Kirche war. „Es war die Zeit der Umstrukturierung und Neuordnung, bedingt durch das Konzil, das 1965 zu Ende ging. Für diese Maßnahmen brauchte es eine klare Ausrichtung und konsequente Durchführung, und diese Eigenschaften besaß P. Wiesler“, unterstrich P. Trächtler.

Pater Erwin Wiesler mit seinen Mitbrüdern.

Pater Erwin Wiesler umgeben von seinen Mitbrüdern am Altar.

Eine anschauliche Predigt, untermauert mit der Erzählung von Anekdoten

Die Klosterkirche liegt dem Jubilar sehr am Herzen. In seiner Predigt rief er in Erinnerung, was er alles erleben und mitmachen durfte während seiner Amtszeit als Superior von Knechtsteden. Namentlich wurden Diakon Peter Platz und Dechant Peter Heidkamp aus Dormagen genannt für die ausgezeichnete mitbrüderliche Unterstützung und gute Zusammenarbeit, die die beiden ihm ermöglicht hatten. Ihnen und vielen anderen galt sein besonderer Dank.

Ein großer Teil der 10-minutigen frei gehaltenen Ansprache war dem prächtigen Gotteshaus gewidmet. Zum Beispiel: „Hier in Knechtsteden ist es vor allem der einmalig schöne Bau der romanischen Basilika, die uns geistliche Heimat ist. Selbst als Vierzehnjähriger hier gefirmt und später zum Priester geweiht, durfte ich hier 18 Mal das Sakrament der Firmung spenden. In den Jahren 1973 bis 1982, als ich Superior war, wenn manches nicht gelungen war und mich aufgewühlt hatte, dann suchte und fand ich so etwas wie eine Therapie in diesem einmalig schönen und harmonischen Raum der Basilika. Spätabends habe ich mich in der Dunkelheit hier hineingesetzt und habe die Architektur und die Stille auf mich wirken lassen.“ Er beendete seine Predigt mit seiner Liebeserklärung an die Knechtstedener Basilika: „Basilika Knechtsteden, ich habe mich in dich verliebt. Immer noch!“ Diese Liebesbekundung und die anschauliche Predigt, untermauert mit der Erzählung von Anekdoten, kamen so gut bei den Zuhörern an, dass diese ihm zum Schluss der Predigt Beifall zollten.

Pater Erwin Wiesler während der Predigt.

"65 Professjahre und 60 Priesterjahre. Was soll ich dem Herrn vergelten für alles, was er mir getan hat?", Pater Wiesler bei der Predigt.

Ein gelungenes Fest

Am Festgottesdienst nahmen zahlreiche Gläubige teil, unter ihnen Freunde und Mitbrüder des Jubilars, sowie die Mitglieder des Basilika-Chores, den Pater Erwin mitgegründet hat. Der Letztere sorgte für die musikalische Gestaltung des Festes. Anschließend hatten die Gottesdienstteilnehmer die Gelegenheit, dem Jubilar zu gratulieren und einige Worte mit ihm zu wechseln. Es war ein würdevolles Festhochamt und ein rundum gelungenes Fest.

Pater Wiesler mit seinen Mitbrüdern und Messdienern.

Pater Wiesler umgeben von seinen Mitbrüdern und Messdienern.


02.07.2019

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