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"Missionarinnen und Missionare auf Zeit" (MaZ) bringen sich entsprechend ihrer Fähigkeiten in bestehende Projekte ein.

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Pater Hartmut Straubinger ist am 30. Juni 2018 verstorben

Pater Straubinger wirkte mehrere Jahrzehnte in Brasilien, kehrte im Jahr 2016 nach Knechtsteden zurück und übernahm 2017 das Amt des Superiors.

Unser Mitbruder P. Hartmut Straubinger - in Brasilien Padre Pedro genannt - wurde am 28.06.1944 in Tübingen als Kind des Peter Straubinger und seiner Frau Brunhilde, geb. Kremer, geboren. Er besuchte die Volksschule in seinem Heimatort Dettingen bei Horb. Es folgten die höheren Schulen in Sigmaringen und Donaueschingen, wo er 1963 das Abitur ablegte. Anschließend trat er ins Noviziat der Spiritaner ein und legte am 12. April 1964 die Erste Profess ab. In Knechtsteden nahm er das Studium der Philosophie auf und wechselte nach dem Philosophikum 1966 mit den übrigen Studenten für die Theologie an die Hochschule der Jesuiten in Frankfurt - St. Georgen über.

Am 15. August 1970 empfing er die Priesterweihe und arbeitete dann ein Jahr als Kaplan in Hadamar, Diözese Limburg. Dann wagte er den großen Sprung nach Brasilien, absolvierte Anfang 1972 den Sprachkurs CENFI in Brasilia und wurde Pfarrvikar in Vila Mangalot (São Paulo). Drei Jahre lang begleitete er auch die deutsche Gemeinde in São Paulo, bevor er sich in den Süden begab. Für zwölf Jahre wirkte er als Ökonom in Salete (Santa Catarina) und übernahm auch Dienste in der dortigen Diözese Rio do Sul. 1990 kehrte er nach São Paulo zurück und bekam von der Erzdiözese eine Anstellung als Kaplan und später als Pfarrer in einer Pfarrei im Stadtteil Vila Mangalot, wo damals auch das Studienhaus der Spiritaner lag. Anschließend verbrachte er einige Zeit bei den holländischen Mitbrüdern in Ceilândia, einer Satellitenstadt von Brasília. Dann wechselte er in den Bundesstaat Minas Gerais über, wo er in Jardim Laguna eine Gemeinde übernahm.

2016 gab er seinen Dienst dort auf und kehrte - gesundheitlich wohl schon angeschlagen - nach Knechtsteden zurück, von wo er einst in „seine Mission" Brasilien aufgebrochen war. Doch seine Mission war noch nicht zu Ende: Die Mitbrüder von Knechtsteden hatten ihm ihr Vertrauen ausgesprochen und ihn zu ihrem Superior gewählt. Er nahm auch diese Herausforderung an.

Nach dem Morgengebet klagte er über starke Schmerzen und wurde ins Krankenhaus nach Hackenbroich gebracht. Für eine Notoperation an einer verstopften Baucharterie wurde er von dort in die Uniklinik Köln überwiesen und operiert. Der Eingriff verlief erfolgreich, jedoch sein geschwächter Körper verkraftete den Eingriff nicht. Und so gab er am 30. Juni 2018 sein Leben in die Hand des Schöpfers zurück.


04.07.2018

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Pater Hartmut Straubinger

Pater Hartmut Straubinger am 2. Februar 2017 bei seiner Einführung als Superior des Missionshauses Knechtsteden.

Todesanzeige

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Todesanzeige von Pater Hartmut Straubinger