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Pfingstimpuls 2026

17.05.2026

Der Heilige Geist ist die Kraft, die uns motiviert, uns in Bewegung setzt auf dem Weg des Friedens und der Versöhnung, der uns neue Hoffnung einhaucht und uns buchstäblich Flügel verleiht.

(Bild: Fotocommunity.de)

Kraft, die uns motiviert und uns in Bewegung setzt

„Komm Heilger Geist, mit deiner Kraft, die uns verbindet und Leben schafft“. Das ist (war) das Thema der diesjährigen Pfingstnovene, das uns vom Hilfswerk Renovabis vorgeschlagen wurde, und mit dem wir uns neun Tage lang auf das Pfingstfest vorbereitet haben. Dabei waren wir uns bewusst: gerade in unseren so unruhigen, von Ungerechtigkeit, Krieg und Terror gekennzeichneten Tagen, brauchen wir diesen Geist, diesen Beistand, der verbindet, der Menschen in Frieden und Gerechtigkeit, in gegenseitiger Achtung miteinander leben lässt. Der Heilige Geist ist die Kraft, die uns motiviert, uns in Bewegung setzt auf dem Weg des Friedens und der Versöhnung, der uns neue Hoffnung einhaucht und uns buchstäblich Flügel verleiht.

Wenn Gottes Geist uns trägt und antreibt

Bei Willi Hoffsümmer habe ich folgende Gedanken zur Wirkkraft dieses Pfingstgeistes gefunden:

„Windmühlen begegnen wir auch heute manchmal noch in der Landschaft oder im Museum. Früher leisteten Windmühlen wichtige Arbeit, denn sie zermahlten zwischen riesigen Mühlsteinen die kostbaren Getreidekörner zu Mehl, damit daraus Brot gebacken werden konnte.

Heftiger Wind kann lästig sein, aber hier erfasste der Wind die Flügel, die mit großen Tüchern bespannt waren, damit riesige Auffangflächen entstanden. Hier konnte und sollte der Wind zupacken. Mit seiner Kraft wurden die Flügel und damit die schweren Mühlsteine drinnen ganz leicht und schnell in Bewegung gesetzt.

Was der Wind für die Windmühle war, das ist der Geist Gottes für einen gläubigen Menschen. Doch der Kopf der Windmühle muss so gedreht sein, dass der Wind die Flügel im richtigen Winkel erfassen kann. Damit der Heilige Geist auch in und durch uns wirken kann, müssen wir unsere Flügel in den Wind Gottes halten.

Mit dem Heiligen Geist aufbrechen

In der Apostelgeschichte wird es geschildert: Ein Sturm erhob sich, d.h. der Heilige Geist wird mit dem Wind verglichen: Er bringt in Bewegung, er treibt an, er reißt mit. Er trieb die Jünger aus der engen Behausung in die ganze, damals bekannte Welt. Er trieb einen Franziskus (dessen 800. Todestag wir in diesem Jahr gedenken) dazu, all seinen Besitz den Armen zu geben; er gibt auch uns einen Stoß, er will auch uns in Bewegung setzen, neu begeistern. Wer seine Flügel abdreht, die Ohren auf Durchzug stellt, die Hände auf den Rücken legt, bei dem ist auch der Heilige Geist ohnmächtig.“[1]

Drehen wir unsere Flügel also in die richtige Richtung, breiten wir sie aus, lassen wir den Wind, den Sturm des Heiligen Geistes in sie hineinblasen und so unserem Leben neuen Schwung und neue Freude einhauchen.

In diesem Sinne ein lebendiges, stürmisches, beflügelndes, Hoffnung und Freude schenkendes Pfingstfest.

 

[1] Willi Hoffsümmer: 70 Symbolpredigten für Familiengottesdienste, Grünewald-Verlag, Mainz 2002, S. 78-79.

Autor: P. Michael Wegner CSSp

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