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„Du bist ein Liebeslied, in Musik gesetzte Schönheit!"

24.02.2026

Impuls zur ersten Fastenwoche

Nun hat sie also schon wieder begonnen, die Fastenzeit, die Zeit der Buße, des Verzichtes, der Strenge … Aber: Ist das wirklich so? Ist die Fastenzeit wirklich so „düster“ geprägt? 

Wasser, Brot und Rosenkranz

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In der Lesung am Aschermittwoch sagt uns der Apostel Paulus:  Jetzt ist die Zeit der Gnade. Jetzt ist der Tag der Rettung. Das heißt: Heute schenkt Gott uns etwas. Nicht irgendwann. Nicht erst, wenn wir besser geworden sind. Heute. Er schenkt uns Gnade. Er schenkt uns Rettung.

Das ist doch mal ein positiver Start in die Fastenzeit. Eine ganz andere Perspektive, sich auf den Weg der „Umkehr“ und des Neubeginns zu machen.

Ein Liebeslied Gottes auf der Erde?

In den Tagen der Fastenzeit sind wir hier in Knechtsteden mit einer kleinen Gruppe unterwegs in den „Exerzitien des Alltags“. Wir versuchen, unseren Glauben, unsere Freude und unsere Hoffnung im Alltag zu verankern und im Alltag auch wieder tiefer zu Gott, zu unserer eigenen Mitte zu finden.

Als Thema steht über diesem gemeinsamen Weg das Motto: „Der Becher des Lebens“.  Womit ist er gefüllt? Wie „randvoll“ ist er? Hat es darin noch Platz für Gottes Wort, für seine Wegweisung?

Die erste Woche der Fastenzeit rückt den Becher des Lebens in den Mittelpunkt unserer Betrachtungen als „das Gefäß der Liebeskraft“. Gott will den Becher unseres Lebens, er will unser Leben mit neuer Liebe erfüllen.

„Du bist ein Liebeslied, in Musik gesetzte Schönheit. Du bist ein Liebeslied, dich habe ich erwählt!“ So beschreibt es die amerikanische Ordensfrau Theresa Hucul.

Wie würde es sich auswirken, wenn wir glauben könnten, selber ein Liebeslied Gottes auf der Erde zu sein? Wie würde das unser Dasein für anderer verändern? Gott hat jeden Menschen aus Liebe erschaffen. Wir sind in Musik gesetzte Schönheit. Jeder ist einmalig in seiner Art und ist als Licht der Liebe gedacht, das dazu beiträgt, unsere Welt zu verwandeln.

Ein Liebeslied in dieser Welt zu sein – das ist ein Fasten, wie ich es liebe! So dürfen wir die Zusage, die Aufforderung Gottes für die „heiligen vierzig Tage“ verstehen, die nun vor uns liegen, ja in denen wir schon so richtig mittendrinn stehen.

Autor: Pater Michael Wegner, CSSp

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