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Ein neuer Gesundheitsposten für das Bistum Alindao

25.07.2025

Die Kirche darf und kann den Staat nicht ersetzen, der (auch) in dieser Hinsicht weitgehend versagt. Aber wir versuchen, an mehreren Stellen „Feldlazarette“ zu errichten, um eine Formulierung des verstorbenen Papstes Franziskus aufzugreifen. Pater Olaf Derenthal berichtet:

 

Bislang unterhält unsere Diözese von Alindao ein großes Gesundheitszentrum in Zangba, einem schwer zugänglichen Ort im Süden des Bistums. Über dieses „Buschkrankenhaus“ hatte ich schon mehrfach berichtet. Ein zweites Zentrum ist in Bingui, im Pfarrsektor von Mingala entstanden. Dieser Ort befindet sich im Norden unserer Diözese; in einer Gegend, in der Gold und Diamanten geschürft werden. Das hört sich nach Reichtum und Wohlstand an, bedeutet aber vor allem Gewalt und Rebellen. Wir warten darauf, dass zwei Frauen und zwei Männer aus Bingui ihre neunmonatige 

Ausbildung zu Gesundheitshelfern im Krankenhaus von Alindao erfolgreich abschließen, damit wir gegen Ende diesen Jahres mit einer erfahrenen Leitung das kleine Zentrum endlich eröffnen können.

Ein drittes Zentrum bauen wir gerade in Nganda, einem groβen Dorf in der weitläufigen Gemeinde von Kembe im Osten des Bistums. Der Ort liegt an der Kotto, einem Zufluss des Ubangi. Auch hier ist der Zugang über die zum Teil völlig zerstörten Straβen äußerst schwierig, so dass wir das Baumaterial letztens nur mit einem motorisierten Einbaumboot von Mobaye nach Nganda transportiert haben, und nicht über den Landweg.

 

Nach der Sonntagsmesse geht’s weiter: Gemeinsam tragen sie Stein für Stein – für das neue Gesundheitszentrum in Nganda.

 

Das ganze Dorf ist beteiligt: Die einen schaffen Wasser und Steine heran, die anderen heben Gräben für das Fundament aus, wieder andere stellen die Lehmziegel her. Das ist alles Eigenleistung und wird von niemandem bezahlt.

Baumaterialien dagegen wie Zement, Eisen und Wellblech werden über Spenden finanziert, genauer gesagt, über Bratwürste und Bier, die im Missionsgarten des Libori-Festes in Paderborn angeboten werden.

Jedes Jahr findet in der ostwestfälischen Stadt mit der berühmten Kaiserpfalz ein groβes Volksfest im Gedenken an den Heiligen Liborius statt, oder genauer gesagt an die Überführung seiner Gebeine aus dem französischen Le Mans in die Stadt an der Pader. Eine Woche lang Kirche und Kirmes. In der Innenstadt hinter dem Dom trifft sich dabei auch die Weltkirche und verkauft Bratwurst und Bier. Der Erlös kommt Missionarinnen und Missionaren zugute, die aus dem Erzbistum Paderborn stammen und jetzt irgendwo in der Welt im Einsatz sind. Zweimal durfte auch ich eine großzügige Spende in Empfang nehmen. In 2018 haben wir mit dieser Hilfe Kapellen wieder aufgebaut, die von Rebellen im Vorjahr zerstört und geplündert worden waren. Dieses zweite Mal, Libori 2024, verwenden wir das Geld, um das kleine Krankenhaus in Nganda zu bauen.                            

Autor: Pater Olaf Derenthal, CSSp

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