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Claude-François Poullart des Places Vom Jurist zum Priester
Er selbst wollte nie ein Ordensgründer werden. Mit 21 Jahren hat Francois Poullart des Places das Jurastudium glänzend bestanden und sollte Rechtsanwalt werden. Er aber sah einen anderen Weg für seine Zukunft: studierte in Paris Theologie und gründete ein Seminar, in dem arme Studenten auch diesen Weg gehen konnten. 12 dieser Studenten schlossen sich mit Poullart des Places am Pfingstfest 1703 zur Gemeinschaft der Spiritaner zusammen.
Claude François Poullart des Places wurde am 26. Februar 1679 Rennes in Frankreich geboren. Sein Vater war Präsident des Parlamentes der Bretagne. Claude stammte aus einer adeligen und wohlhabenden Familie. Mit 21 Jahren absolviert er in Nantes, an der bedeutendsten juristischen Fakultät Frankreichs, als Jüngster und Bester das Staatsexamen der Rechtswissenschaft. Im Hause des Places wird ein Fest gefeiert, um den jungen Advokaten zu ehren. Der aber entscheidet sich, Priester zu werden. Mit 22 Jahren beginnt Claude François Poullart des Places sein Theologistudium im Collage der Jesuiten in Paris. Er begegnet armen Studenten, die auch gerne den Priesterberuf gewählt hätten, aber es fehlten ihnen die nötigen Geldmittel zum Studieren. Er unterstützt den einen, dann einen zweiten, einen dritten und schließlich versammelt er eine ganze Gruppe in einer gemeinsamen Wohnung. Sie leben unter sehr einfachen, ja primitiven Bedingungen. Zum Mittagessen holen sie sich die Reste aus der Küche der Jesuiten. An Pfingsten 1703 gründete er mit 12 jungen Männern des "Seminar vom Heiligen Geist". Er ahnte nicht, daß diese Werk eines Tages der Ausgangspunkt für einen bedeutenden Missionsorden werden würde. 1705 schreibt er die Regeln für dieses Seminar. Aufgenommen werden darf nur, wer sein Studium nicht selbst finanzieren kann. Die jungen Männer sollen zu Priestern ausgebildet werden, die später einmal ihren Dienst in Krankenhäusern, armen Pfarreien und "auf solchen Posten versehen, für die die Bischöfe nur schwer Mitarbeiter finden können". Den Spiritanern wurden dann aber ganz andere Aufgaben anvertraut: Die Seelsorge in den französischen Kolonien in Afrika - unter den Ärmsten der Armen. 1707 wird Claude-François Poullart des Places zum Priester geweiht. Bereits zwei Jahre später stirbt er, erst 30 Jahre alt, am 2. Oktober 1709. Er wird in der Reihe der Armengräber in Paris begraben. Sein unvollendetes Werk überdauert ihn und weitet sich zu einer der bedeutendsten Missionsgesellschaften des 18. und 19. Jahrhunderts aus. |
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Geschichte
Gründer Selige |
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