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Pater Amandus Acker Pionier des Neuanfangs der Spiritaner in Deutschland.
1848 in Weyersheim im Elsass geboren, kam er 1867 in die Missionsschule
der Kongregation in Langonnet in der Bretagne. Von seiner Priesterweihe
im Jahre 1875 bis 1894 arbeitete er als Missionar und Missionsprokurator
in der ostafrikanischen Mission und auf der Insel Sansibar. Nachdem die
Spiritaner und andere Gemeinschaften die Zurücknahme der Kulturkampfgesetze für die jesuitenverwandten Kon- gregationen erreicht hatten, kam P. Acker im Jahre 1894 nach Deutschland zurück, um die deutsche Spiritaner-Provinz wieder aufzubauen, nachdem die ehemalige "Marienstädter Provinz" in Folge des Kulturkampfes 1873 aufgelöst worden war. 1895 erwarb er die ehemalige Prämonstratenserabtei Knechtsteden und richtete in den Ruinen ein Missionshaus und eine Missionsschule ein. Dem "Einzelkämpfer" Amandus Acker gelingt es, viele Katholiken im Rheinland für die Mission zu begeistern. Rund um Knechtsteden bildet sich eine Gruppe von Missionsfreunden, die ständig wächst. P. Acker erweist sich auch als großartiger Organisator. Da die Seminaristen größtenteils aus armen Familien stammen, muss der Orden für die Kosten der Ausbildung, der Ausrüstung und Aussendung aufkommen. P. Acker baut Knechtsteden zu einer Art "Musterdorf" mit vielen Werkstätten, großer Landwirtschaft und eigener Viehzucht aus. Von Knechtsteden aus gründete P. Acker 1900 das Missionsgymnasium in Zabern (Elsass), 1904 das Noviziatshaus in Neuscheuern (Lothringen) und 1905 das Missionsgymnasium in Broich bei Aachen. Am Karfreitag, dem 30. März 1923 verstarb er im Alter von 75 Jahren in Knechtsteden und wurde am Ostermontag von Kardinal Schulte, dem Erzbischof von Köln zur letzten Ruhe gebettet. Auch über Knechtsteden und die Ordensgemeinschaft hinaus hat sich P. Acker einen Namen gemacht. Auf den Katholikentagen 1904 und 1908 rüttelte er das "katholische Gewissen" zugunsten der Missionen wach. Zusammen mit P. Arnold Jansen SVD rief er die Vereinigung der Ordensoberen (VDO) ins Leben, die bis heute als Deutsche Ordensoberen Konferenz (DOK) besteht. |
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Geschichte
Gründer Selige Gedenktag von P. Brottier ist der 28. Februar. |
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