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Wir gedenken
in Dankbarkeit und Liebe
unsres Mitbruders
Unser Mitbruder wurde am 11. Oktober 1935 in Bad Landeck in Schlesien geboren.
Als er elf Jahre alt war, wurde die Familie aus Schlesien vertrieben und kam mit einem Sammeltransport nach Besten, Kreis Bersenbrück, in Niedersachsen. Von dort aus fand die Familie ihre neue Heimat in Dannenfels in der Pfalz (am Donnersberg). Die Vertreibung hat tiefe Spuren bei Bruder Xaver hinterlassen, die Liebe zu seiner Heimat Schlesien hat er nie verloren.
Weil er Priester werden wollte, ging Heinz-Dieter nach dem Abschluss der Volksschule mit 14 Jahren zum Gymnasium der Maristen in Meppen an der Ems. Aber die Sprachen Latein und Griechisch machten ihm so zu schaffen, dass er das Gymnasium nach drei Jahren wieder verließ.
Am Gedanken, Ordensmann zu werden, hielt er jedoch fest. So bewarb er sich bei den Spiritanern in St. Guido in Speyer und begann im November 1952 als Bruderaspirant das Postulat in Knechtsteden. Nach dem Noviziat legte Bruder Xaver am 20. Mai 1955 in Heimbach die ersten Ordensgelübde ab.
Seine Erstbestimmung erhielt er für das Missionshaus in Menden, wo er 25 Jahre lang, bis zur Schließung im Jahr 1980, tätig war. Hier wurde schnell die große Stärke von Bruder Xaver deutlich, nämlich seine Vielseitigkeit. So betätigte er sich in der Landwirtschaft und als Hausmeister. In dieser Zeit besuchte er viele Kurse, um sich im Elektrohandwerk und im Sanitärbereich weiterzubilden.
Die zweite Hälfte seines Ordenslebens verbrachte Bruder Xaver seit 1980 in Knechtsteden.
Auch hier half er, wo er gebraucht wurde. Man fand ihn in der Metzgerei, in der Elektrikerei, im Heizungskeller und an der Orgel, wo er mit Liebe die Gottesdienste musikalisch begleitete.
Schließlich übernahm Bruder Xaver in Knechtsteden die Arbeit, die ihn wohl am tiefsten erfüllte und am meisten forderte: die Pflege der alten und kranken Menschen im Altenheim, später die der Mitbrüder in unserer eigenen Alten- und Krankenstation. Viele Nachtwachen hat er in all den Jahren bei den Schwerkranken gehalten. Die noch Rüstigen erfreute er gerne mit seinem Akkordeon. Auf die ihm eigene, stille und unermüdliche Art und Weise sorgte Bruder Xaver sich darum, "es den Mitbrüdern auf ihre alten Tage in jeder erdenklichen und möglichen Weise schön zu machen", wie er selbst sagte.
Bruder Xaver war einer der stillen Mitbrüder. Er pochte nie auf sein Recht. Er war ein Mann, der immer bereit war, zu helfen. Kein Mitbruder war ihm lästig, kein Dienst war ihm zu viel. Die Kraft für all seine Aufgaben und die Lebensfreude schöpfte er aus dem gemeinschaftlichen und dem persönlichen Gebet und aus der täglichen Eucharistiefeier, die ihm sehr wichtig und wertvoll war.
Die letzten Wochen und Monate waren für Bruder Xaver gekennzeichnet durch schwere Krankheit und Schmerzen. Er, der so vielen Menschen beistand und geholfen hat, musste sich nun selbst helfen lassen. Die Geduld, mit der er dies alles ertrug, war beispielhaft.
Am 14. Februar 2007 hat Gott, der Herr, unseren Mitbruder von seinen Leiden erlöst und ihm den Lohn geschenkt, den er sich durch seinen unermüdlichen Einsatz verdient hat.
Wir, seine Angehörigen, Mitbrüder und Freunde sind für sein Beispiel zutiefst dankbar und halten sein Andenken in Ehren.
Herr Jesus Christus, du hat allen, die um deinetwillen auf eigenen Besitz und eine Familie verzichten, das Hundertfache in dieser Zeit und in der kommenden Welt das ewige Leben versprochen. Wir bitten dich für unseren Bruder Xaver. Gläubig hat er deinen Ruf vernommen und ist dir nachgefolgt. Verzeih ihm, was in seinem Leben dieser Berufung nicht entsprochen hat. Lass ihn eingehen in deine Freude, die alle Vorstellungen übertrifft. Denn du bist gut und menschenfreundlich; dich preisen wir mit dem Vater und dem lebensspendenden Heiligen Geist in alle Ewigkeit. Amen.
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Die Exequien und die Beerdigung
sind am 22. Februar 2007,
14.00 Uhr in Knechtsteden.
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