Mitteilung

Am 18. September 2009 verstarb Bruder Alexander Wagner CSSp.

Wir gedenken
in Dankbarkeit und Liebe
unsres Mitbruders Alexander Wagner


Unser verstorbener Mitbruder Alexander Wagner wurde am 7. August 1920 in Altrich, Kreis Wittlich, als zweites von sechs Kindern geboren. Von seinen Eltern Johann und Anna Wagner, die eine Landwirtschaft, eine Gaststätte und eine Schnapsbrennerei betrieben, erhielt er den Vornamen Rudolf. Die Volksschule in Altrich beendete er mit einem sehr guten Zeugnis.
1935 begann er die Ausbildung zum kaufmännischen Büroangestellten und wurde anschließend von der Firma übernommen. In seiner Freizeit half er zu Hause.
1940 wurde er zum Arbeitsdienst und dann zur Wehrmacht einberufen und 1946 aus der Kriegsgefangenschaft entlassen. Er kehrte in seinen Beruf und in seine alte Firma zurück. Aber es regte sich seit einigen Jahren auch der Gedanke in ihm, "ins Kloster zu gehen", wie er 1951 in seinem Aufnahmegesuch schrieb. Sein handgeschriebener Lebenslauf ist in einer eleganten Sprache und formvollendet abgefasst. Er war damals 31 Jahre alt.
Nach dem Postulat in Knechtsteden wurde ihm vom Direktor des Postulates, Pater Josef Lenoir, und von der Kommunität ein sehr gutes Zeugnis ausgestellt: Er sei fleißig, fromm und habe ein liebenswürdiges, hilfsbereites Wesen. Nach dem Noviziat in Heimbach legte er am 8.12.1953 seine erste Profess ab und wählte sich den Ordensnamen Alexander.
Von 1954 - 1970 lebte Bruder Alexander in Knechtsteden und arbeitete vor allem als Sekretär in der Schriftleitung unserer damaligen Missionszeitschrift "Echo aus den Missionen" und im Versand der Missionsprokur. Dann wurde er nach Heimbach versetzt, wo er sich bis 1976 in Küche, Haus und Landwirtschaft nützlich machte. Ab 1976 begegnen wir ihm in Broich, wo er 24 Jahre lang, bis zum Jahre 2000, als Schulsekretär arbeitete. Und niemand hatte eine so exakte Handschrift wie er, und er hat hunderte von Abiturzeugnissen mit Hand "gemalt". Fleiß, Exaktheit und Zuverlässigkeit waren seine Markenzeichen.
Aber dann ließen auch seine Kräfte nach. Er betätigte sich noch im Haus, verschloss sich aber mehr und mehr den Menschen in seiner Umgebung gegenüber. Als er schließlich pflegebedürftig wurde, fand er im April 2004 Aufnahme im Senioren- und Pflegeheim Serafine in Würselen.
Da wir mittlerweile in Knechtsteden über eine eigene Pflegeeinrichtung verfügen, willigte Bruder Alexander ein, seine letzten Jahre dort zu verbringen. Am 9. September 2009 wurde er nach Knechtsteden gebracht. Aber schon am Abend des 18. September rief ihn der Herr zu sich.
Wir, seine Mitbrüder, Verwandte und Freunde halten sein Andenken in Ehren und beten für ihn.

Vater des Erbarmens und Gott allen Trostes, wir preisen dich und danken dir für unseren Mitbruder Alexander Wagner. Du hast ihm in deinen ewigen Ratschlüssen den Weg vorgezeichnet, den er gehen sollte. Nachdem er in der Prüfung des Lebens den Glauben bewahrt und den guten Kampf gekämpft hat, schenke ihm den Frieden und die Freude deines Himmels, die alle Vorstellungen übertrifft, denn du bist gut und menschenfreundlich.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Bruder und Herrn.

Amen.





Bruder Alexander Wagner

Die Exequien und die Beerdigung fanden am 24. September 2009, um 14.00 Uhr in Knechtsteden statt.

 
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