Mitteilung

Am 13. November 2011 verstarb Pater Hubert Siebertz CSSp.

Wir gedenken
in Dankbarkeit und Liebe
unsres Mitbruders Hubert Siebertz


In Dankbarkeit und Verehrung gedenken wir unseres Mitbruders Pater Hubert Siebertz CSSp Pater Hubert Siebertz wurde am 25. März 1932 als Sohn der Eheleute Peter Josef Siebertz und seiner Ehefrau Henriette Margarete Schönenberg, in Bonn-Poppelsdorf geboren. Sein Vater war Landwirt. Als Hubert zwei Jahre alt war, starb seine Mutter. Seine Großeltern und Tanten nahmen ihn zu sich und sorgten für ihn. 1938 wurde Hubert eingeschult. In dieser Zeit lernte er Klavierspielen. Später spielte er die Orgel im Gottesdienst der Klosterkirche und das Harmonium auf der Krankenstation. 1944 wurde sein Aufenthalt bei der Großmutter durch einen Bombenangriff jäh unterbrochen. Hubert kehrte zu seinem Vater zurück, wo er 1946 weiter die Volksschule besuchte, nachdem er freiwillig das 9. Schuljahr und die Reife eines 8. Schuljahres erlangt hatte. Die Zeit nach dem Krieg machte das möglich. Hubert hegte schon lange den Wunsch, Priester und Missionar zu werden. Es war Pater Koepp, ein Spiritaner, der ihn auf das Missionshaus Knechtsteden aufmerksam machte. So machte sich Hubert 1947 auf den Weg nach Knechtsteden.







P. Hubert Siebertz

Er kam auf Grund seines Alters in eine Förderklasse, die den Lehrstoff von zwei Schuljahren in einem Schuljahr bewältigen musste. 1949 siedelte er nach Menden über, aber eine Krankheit zwang ihn, das Studium zu unterbrechen. 1956 machte Hubert sein Abitur, ging in das Noviziat nach Heimbach in der Eifel und legte am 11. April 1957 die ersten Gelübde ab. Wieder in Knechtsteden widmete er sich dem philosophischen und theologischen Studium und wurde am 31. Mai 1962 durch Weihbischof Wilhelm Cleven zum Priester geweiht.
Huberts weiterer Weg ist abwechslungsreich. Er wurde Subpräfekt im Internat Knechtsteden, unterrichtete an einer Dormagener Schule Religion, wechselte 1967 über nach Köln und lehrte am Johann-Gottfried-Herder Gymnasium das Fach Religion. Das Internat in Knechtsteden war in der Zwischenzeit aufgelöst worden. Auf eigenen Wunsch wird Hubert 1971 von der Aufgabe als Religionslehrer entpflichtet. Seine angegriffene Gesundheit zwang ihn zu diesem Schritt.
Wir finden Hubert dann an der Klosterpforte in Knechtsteden. Außerdem half er als eifriger Seelsorger an Sonn- und Feiertagen in den umliegenden Pfarreien aus. Sein 25-jähriges Priesterjubiläum feierte Hubert in der Gemeinde St. Dionysius in Heppendorf und auch in der Gemeinde Berresdorf war Pater Siebertz kein Unbekannter. Die Leute schätzten ihn wegen seiner unkomplizierten und natürlichen Art mit einem Schuss Humor gemischt. Schon sein Heimatpfarrer schrieb über ihn: "Bert ist ein Junge mit frohem Gemüt und stets zu harmlosen Scherzen aufgelegt, ohne dabei dreist oder ausgelassen zu werden." So ist er auch geblieben. Sein labiler Gesundheitszustand zwang ihn in den frühen Ruhestand. Auf der Krankenstation feierte er mit den Mitbrüdern jeden Morgen die heilige Messe, die er stets sorgfältig vorbereitete. Im Frühjahr 2010 stürzte er mir seinem Rollator und brach sich sowohl den rechten Oberschenkel wie auch den rechten Oberarm. Damit begann seine Leidenszeit. Trotz guter Medikamente war er nie mehr schmerzfrei. Ein Darminfekt machte Anfang November 2011 einen Krankenhausaufenthalt notwendig, wo dann eine Lungenentzündung für den geschwächten Köper zuviel war. Pater Hubert Siebertz starb kurz nach Mittag am Sonntag, dem 13. November 2011.

Herr Jesus Christus, du hast allen, die um deinetwillen auf eigenen Besitz und eine Familie verzichten, das Hundertfache in dieser Zeit und in der kommenden Welt das ewige Leben versprochen. Wir bitten dich für unseren Mitbruder Pater Hubert Siebertz. Gläubig hat er deinen Ruf vernommen und ist dir nachgefolgt. Verzeih ihm, was in seinem Leben dieser Berufung nicht entsprochen hat. Lass ihn eingehen in deine Freude, die alle Vorstellungen übertrifft. Denn du bist gut und menschenfreundlich; dich preisen wir mit dem Vater und dem lebensspendenden Geist in alle Ewigkeit. Amen.

 
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