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Mitteilung
Am 12. Juli 2010 verstarb Bruder Petrus Cssp (Josef Zwickardt).
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Wir gedenken
in Dankbarkeit und Liebe
unsres Mitbruders Petrus
In Dankbarkeit und Verehrung gedenken wir unseres Mitbruders Bruder
Petrus Zwickardt CSSp
Die Angelusglocke der Basilika Knechtsteden rief zum Mittagsgebet: "Der
Engel des Herrn brachte Maria die Botschaft - Siehe, ich bin die Magd des
Herrn - Und das Wort ist Fleisch geworden..." Anruf - Antwort - Ankunft.
Es ist die Geschichte Gottes mit uns Menschen.
Br. Petrus geht heute heim. Es ist der 12. Juli 2010.
Die Stationen seines Lebens sind schnell aufgezählt. - Am 15. Juni 1935
wurde Josef Zwickardt als Sohn der Eheleute Hubert und Lucia Zwickardt, geborene Zimmermann in Jüchen geboren. Die Volksschule besuchte Josef bis zum 14.
Lebensjahr in Bedburdyck. Seine erste Arbeitsstelle fand er bei der Firma
Bremer in Kapellen. Nach einer kurzen Zeit in der Zuckerfabrik Wevelinghoven
wechselte er zur Baufirma Mund nach Frimmersdorf. Ab 1955 fand Josef Beschäftigung und Verdienst im neuen RWE-Kraftwerk.
Ende 1958 bittet Josef mit 23 Jahren um Aufnahme im Kloster Knechtsteden.
Bereits nach zwei Jahren Postulat wird Josef zu den Ordensgelübden zugelassen und erhält den Namen: Bruder Petrus.
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Bruder Petrus wird gebeten, in der Anstreicherei mitzuhelfen, dort war Not an Mann. Seine Fähigkeiten werden bald entdeckt: er ist still, äußerst zuverlässig und ordnungsliebend.
Das sind Qualitäten, die auch in der Krankenpflege geschätzt werden. Schon bald pflegt Br.
Petrus die Kranken und wird Chef der Krankenstation. Wer aber Erfahrung in diesem Bereich hat, weiß auch , dass es ein Dienst rund um die Uhr ist, d.h. 24 Stunden am Tag und sieben Tage in der Woche. Und wen man ihn fragte, wie er das alles bewältige, kam die Antwort: "Jo, es is nicht immer leicht; ohne den Herrgott geht nichts!"
Diese vorbehaltlose Rückbindung an Gott gab seinem Leben Sinn und die Kraft, auch die
schwersten Stunden zu meistern.
Einen Ausgleich findet Br. Petrus in der Musik. Er erholte sich am Klavier oder an der Orgel. Und wenn seine Schwester ihn mit der Trompete an der Orgel begleitete, lebte er auf. Mit fröhlichen Weisen gratulierte er seinen Mitbrüdern an ihren Gedenktagen, begleitete er die Mahlzeiten mit Tafelmusik.
Es ist in der Tat kein aufsehenerregendes, spektakuläres Leben, das Br. Petrus
in die Hände seines Schöpfers zurückgab. Aber ein reiches Leben! Unzähligen
Mitbrüdern hat er die Augen zugedrückt, sie in die Ewigkeit hinüber gebetet.
Ein gläubiges Leben fand seine Krönung. Die Verheißungen Jesu gehen in Erfüllung: "Alles, was ihr den Geringsten getan habt, habt ihr mir getan..."
Wir danken Gott für ein so reiches, gelungenes Leben und wir beten für ihn.
Herr Jesus Christus, du hast allen, die um deinetwillen auf eigenen Besitz und eine Familie verzichten, das Hundertfache in dieser Zeit und in der kommenden Welt das ewige Leben versprochen. Wir bitten dich für unseren Mitbruder Bruder Petrus. Gläubig hat er deinen Ruf vernommen und ist dir nachgefolgt. Verzeih ihm, was in seinem Leben dieser Berufung nicht entsprochen hat. Lass ihn eingehen in deine Freude, die alle Vorstellungen übertrifft. Denn du bist gut und menschenfreundlich; dich preisen wir mit dem Vater und dem lebensspendenden Geist in alle Ewigkeit. Amen.
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