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Wir gedenken in Dankbarkeit und Liebe
unseres Mitbruders
Bruder Lutwinus CSSp.
Alois Strick
Unser Bruder Lutwinus wurde am 28. Juni 1914 in Sievenich bei Zülpich geboren.
Nach Beendigung seiner Schulzeit ging er nach Knechtsteden mit dem Wunsch, als Missionsbruder in Afrika oder Brasilien für das Gottesreich zu arbeiten. Am 21. Juni 1933 legte er die ersten Ordensgelübde ab.
Seine Erstbestimmung war das Missionshaus St. Josef in Menden im Sauerland. Dort war er drei Jahre als Hausmeister tätig. Von 1936-1938 wurde Bruder Lutwinus zum Wehrdienst eingezogen und war während des Zweiten Weltkrieges als Soldat an der Front.
Nach dem Krieg kehrte er nach Menden zurück und arbeitete zusammen mit Bruder Johannes bis 1954 in der Gärtnerei. Für seinen "Chef" Johannes wurde er eine unersetzliche Hilfe. Dieser hatte in Russland seinen linken Unterarm verloren, und Bruder Lutwinus tat für seinen Mitbruder alles, was dieser wegen seiner Verwundung nicht tun konnte. Er hat ihn fürsorglich betreut.
1954 wurde Bruder Lutwinus nach Heimbach versetzt, wo er wiederum mit Eifer und Fleiß den Garten pflegte. Sein Abschied von Menden ist ihm sicherlich nicht ganz leicht gefallen, denn Bruder Lutwinus und Bruder Johannes waren ein Team geworden, das sich gut ergänzte.
1958 wurde er dann nach Broich bei Würselen versetzt, wo er mit Bruder Johannes wieder zusammen in der Gärtnerei arbeitete.
Die letzte Zeit seines Lebens verbrachte er in Knechtsteden, wo er sich wohl und zufrieden fühlte.
Wir Spiritaner verlieren in Bruder Lutwinus einen Mitbruder, dem wir zu großem Dank verpflichtet sind. Neben seiner täglichen Arbeit war er für die jeweilige Kommunität und für alle, die ihm begegneten oder kannten, ein fröhlicher Mensch mit einem guten Schuss Humor. Er war immer gut gelaunt und konnte auch über sich selber lachen.
Seine einfache, aber tiefe Frömmigkeit war die Quelle, aus der er schöpfte. Sie gab ihm die Kraft, so manche Entscheidung seiner Oberen anzunehmen, auch wenn es ihm nicht immer leicht gefallen ist.
Wer ihn bei seiner Arbeit überraschte, konnte sich davon überzeugen, dass Gebet und Arbeit für Bruder Lutwinus eins waren. Er war ein von allen geschätzter und bei allen beliebter Mitbruder. "Gottes Lob und Ehr" zu vermehren, das war für ihn sein Auftrag als Spiritaner.
Die letzten Monate seines Lebens waren geprägt von den Gebrechen des Alters. Doch auch dabei hat Bruder Lutwinus seine Frömmigkeit und seinen Humor nicht verloren.
Am Morgen des Christkönigssonntages, am 26. November 2006, gab er sein Leben in die Hände seines Schöpfers zurück.
Wir sind zutiefst dankbar, ihn in unserer Mitte gehabt zu haben, und werden sein Andenken stets in Ehren halten.
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Exequien und Beerdigung finden am 02.12.2006 in Broich,
um 14.00 Uhr statt.
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