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Schnappschüsse von einem gelungenen Experiment:
Die südzentral-afrikanische Spiritaner-Gründung beging ihr erstes Kapitel.
ADVENT REAL Damals, November 2002, als der Beschluss gefasst wurde, war die südzentral-afrikanische Spiritaner-Gründung (SCAF) gerade 12 Jahre alt.
Der Gründungsrat beschloss, zum ersten Mal ein Kapitel durchzuführen. Der Mut zur Tat war größer als das geographische Ausmaß der Gründung: Rund 3,3 Millionen Quadrat-Kilometer, die Weite von Westeuropa ohne die britischen Inseln verteilt auf Malawi, Mosambik, Südafrika, Sambia und Simbabwe. Vom 1. bis zum 10. Dezember wurde das Kapitel zu einem großen Spiritaner-Ankommen. Nicht nur kamen die Kapitulare aus den genannten Ländern, sondern die Theologenhochschule von Nairobi (Kenia), die Ostafrikanische Provinz, die Gründung Indischer Ozean, und die Vereinigung der Europäischen Provinziale sandten Vertreter. Es wurde zu einem Ereignis, dem Herrn den Weg zu bereiten. Es war wie Advent real!
Es ging in einem konkreten Sinne um Mission: in der Ortskirche, wo immer nun SCAF-Mitglieder arbeiten: als Pfarrer, Dozenten, Studenten; es ging um die Organisation unserer Spiritanergemeinschaft: im Konzert von Spiritanern weltweit und in den Situationen vor Ort. In der schönen Kapelle des Zentrums, geschmückt mit der einladenden Szene des Abendmahlsgeschehens, war für zehn Tage das Zentrum der Ereignisse: Pfarrer Xolile Khumalo, der Generalvikar, und Pater Mike Onwuemelie aus Rom waren die beiden ersten Hauptzelebranten: Ortskirche und Spiritaner-Universalkirche blieben der deutliche Mittelpunkt. In der Gruppenarbeit und bei den Kaffeepausen zeigte sich dann allzudeutlich, wie ausgesprochen jugendlich das Kapitel war. Beides, die "alte Garde" und das "missionarische Jungvolk" vergaßen sehr leicht, dass es einen Generationenkonflikt geben könnte. Das Spiritanermotto von dem "einen Herzen" gab dem deutlichen Blick nach vorne und der gemeinsamen missionarischen Ausrichtung eine fast handgreifliche Basis des aufeinander Hörens: Viele Entscheidungen zur Sache fanden große Mehrheit und Einstimmigkeit.
Ein zweites herausragendes Datum war die Fahrt der Kapitelsteilnehmer in das frühere Homeland und nun weitgehend verstädternde Qwaqwa, das früher Witsieshoek hieß. Dort wohnen nun wohl mehr als 1 Million Menschen; unter ihnen arbeiten im Augenblick fünf Priester. Zweifelsohne, die Ernte ist groß, und die Arbeiter sind viel zu wenige. Unsere Fahrt war kein Missionstourismus: Im Gegenteil, wir Spiritaner erlebten "unser" Missionsgebiet ganz hautnah; vor allem als wir im Ort Makwane mit der Pfarrgemeinde heilige Messe feierten. Es sind 75 Jahre her, seitdem Spiritaner zum ersten Mal in die Gegend von Witsieshoek kamen. Damals ging es per Fahrrad auf holprigen Farmwegen; und wenn wir heute per Bus eintrafen, so war das Bewusstsein von der Sorge um den Menschen nicht minder groß: Spiritaner-sein bleibt eine Forderung der Stunde, um am missionarischen Advent weiter teilzunehmen.
Pater Heinz Kuckertz, CSSP SCAF Superior. |
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