|
Wir gedenken in Dankbarkeit und Liebe unsres Mitbruders.
Unser Mitbruder Pater Heribert Kloos CSSp wurde am 27. Dezember 1934 in Kirn/Nahe als Sohn der Eheleute Jakob und Anna Kloos, geborene Görner geboren. Mit drei Schwestern wuchs Heribert auf.
Nach dem Grundschulbesuch in seiner Heimat wechselte er zunächst auf das Gymnasium in St. Wendel/Saar und später auf die Missionsschule der Spiritaner nach Broichweiden bei Aachen.
Nach dem Abitur begann er das Noviziat des Ordens in Heimbach in der Eifel.
1957 legte er die ersten Ordensgelübde in der Missionsgesellschaft der Spiritaner ab. Das phil.-theol. Studium absolvierte er an der Ordenshochschule der Spiritaner in Knechtsteden. Dort empfing er auch am Fest Christi-Himmelfahrt 1962 die Priesterweihe.
Er selbst schreibt zu den nun folgenden Jahren: "Statt zum Amazonas oder an den Kongo wurde ich an den Rhein nach Speyer geschickt, um als Präfekt und später als Heimleiter und gleichzeitig als Religionslehrer am Gymnasium meine ersten Erfahrungen zu sammeln. Verschiedene Zusatzstudien bei der Akademie für Jugendfragen in Münster, ein Studium für Heimpädagogik in Köln und eine Weiterbildung im Kirchenmusikalischen Institut in Speyer waren mir bei meiner Tätigkeit sehr hilfreich. 1976 kam ich zum Deutschen Katechetenverband als Leiter der Geschäftsstelle in München." Auf die Frage, was er denn sonst noch tue, antwortete er: "Ich wohne in einem Altenheim des Caritas, das von lieben kroatischen Schwestern vom Kostbaren Blut geleitet wird, als Seelsorger. Oft bin ich mit behinderten Menschen zusammen und springe in den Pfarreien in und um München ein, wenn Not am Mann ist. In meiner Freizeit musiziere ich sehr gerne mit meinem Jugendorchester St. Michael-Perlach, dem fünften und natürlich besten Jugendorchester, das ich bisher gegründet habe. Und ich ginge gerne viel öfter in die Berge, nicht nur zum Skifahren."
Für sein erfolgreiches musikalisches Wirken wurde P. Kloos mit verschiedenen Preisen geehrt. Frau Hohlmeier, damalige Staatssekretärin im Kultusministerium, überreichte ihm den Perlach-Preis: "Als Musikausbilder, Dirigent und Jugendseelsorger habe sich P. Kloos für den Münchener Osten verdient gemacht." Die Verdienstmedaille in Silber "München leuchtet" bekam P. Kloos 1995 überreicht.
- AIDA heißt das letzte Werk von P. Kloos. AIDA sind die Anfangsbuchstaben aus dem Portugiesischen „Arco Iris do Amor“ = Regenbogen der Liebe. Mit dieser Initiative will AIDA armen Menschen in Brasilien, besonders Kindern und Jugendlichen zu einer besseren Zukunft verhelfen. -
Sein Besuch in seinem Kinderdorf Tanguá bei Rio de Janeiro endete am 1. September 2006 durch einen plötzlichen Tod. Schon am folgenden Tag wurde er dort zu Grabe getragen.
Sein Leben galt der Jugend - für sie gab er sein Leben.
Wir danken Gott für ein so reiches Leben und halten sein Andenken in Ehren und beten für ihn.
Pater Alber Claus
|
|
|