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Bericht von Pater Heinz Ropertz
Provinzkapitel in Knechtsteden
Vom 6. 7. - 12. 7. 2003 fand im Kloster Knechtsteden ein Provinzkapitel statt. Nach den Lebensregeln der Spiritaner wird ein Provinzkapitel vom Provinzial mit Zustimmung seines Rates einberufen. Das letzte Kapitel tagte im Jahre 2000. Mitglieder eines solchen Kapitels sind die Kapitulare von Amts wegen: Der Provinzial, der Provinzrat und die 17 gewählten Delegierten.
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Vollversammlung in angeregter Diskussion
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So kamen am 6. Juli Spiritaner aus "vielen Ländern und Nationen" zusammen: aus Südafrika, Brasilien, Madagaskar und Kroatien. Anwesend waren ein Vertreter des Generalrats aus Rom, Vertreter aus den Nachbarprovinzen Belgien, Irland, Polen, der Schweiz und aus Holland. Letzterer aus Holland, Pater Gruiyters, kam mit dem Fahrrad, dem "Fiets", in einer Rekordzeit von 7 Stunden in Knechtsteden an. Nicht zu vergessen sind die Teilnehmer aus den verschiedenen Niederlassungen der deutschen Provinz und die Laien - Spiritaner. Es gab ein herzliches Wiedersehen mit einigen Mitbrüdern, die sich schon lange nicht mehr gesehen hatten.
Das Provinzkapitel trat am Abend des Sonntags erstmals zusammen. Nach der Begrüßung durch den Provinzial Pater Marzinkowski wurde eine Geschäftsordnung verabschiedet.
Der 1. Tag war bestimmt als Besinnungstag für alle Profess - Spiritaner. Gemäß dem Satz: "Ecclesia semper reformanda", "die Kirche ist immer erneuerungsbedürftig", hielten die Spiritaner innere Einkehr . In der Lebensregel der Spiritaner ist zu lesen: "Das apostolische Leben steht im Mittelpunkt unserer spiritanischen Berufung. Damit wir dieses "apostolische Leben" in der Nachfolge Christi führen, umfasst die Weihe unseres Lebens die wesentliche Bereiche:
- Verkündigung der Frohen Botschaft
- Leben nach den evangelischen Räten
- Brüderliche und betende Gemeinschaft.
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Bei der Stimmauszählung
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Hierüber wurde in einer wohltuenden und doch kritischen Atmosphäre in Gruppen und gemeinsam diskutiert. Dieser Besinnungstag kann mit den Worten unseres Pater General Peter Schouwer umschrieben werden: "Wir bitten den Heiligen Geist, dem wir von Beginn an geweiht wurden, in uns den Enthusiasmus und die Kühnheit zu bewahren, damit wir den missionarischen Anruf in der gegenwärtigen Welt gerecht werden können. "
Zum "offiziellen" Beginn des Kapitels am Dienstag gab der Provinzial einen eindrucksvollen Bericht über die Gegenwart und die Zukunftsaufgaben der Spiritaner in Deutschland ab. Er begann mit einer kleinen Episode aus dem Leben des Propheten Elija, der vom König aufgefordert wurde, um Regen zu bitten. Folgende Punkte hob Pater Marzinkowski aus dieser Erzählung hervor: Die Trockenheit ist ein Bild, das für sich selbst spricht. Er stellte die Frage: "Können wir nicht diese Dürre auch auf unsere Provinz anwenden?" Da ist das Warten des Propheten auf den Regen im Gebet. Elija weiß auch, wo er hinschauen muss, er weiß auch, dass er warten muss, dass der Regen nicht plötzlich und schnell kommen wird. Zum Schluss sieht er die kleine Wolke und schickt seinen Boten aus, während er wartet und betet. Für uns Spiritaner bedeutet dies: Fahrt hinaus ins Weite! Schaut in die Zukunft, woher die Wolke den Regen bringen wird! So wurde in den folgenden Tagen über diesen Auftrag diskutiert. Im Mittelpunkt gleichsam als Vision stand: "Missionarisches Projekt der Spiritaner in Europa". Nach dem Wunsch der deutschen Bischöfe sind die Ordensgemeinschaften aufgefordert, "Geistliche Zentren" zu errichten.
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Gemeinsame Danksagungsfeier
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Pater Marzinkowski erklärte, dass die Spiritaner diesem Wunsch entsprochen haben durch die kategoriale Seelsorge in Rostock. Es ist das erste von den europäischen Provinzialen der Spiritaner gemeinsam getragene "missionarische Projekt der Spiritaner in Europa." In Rostock arbeiten ein Mitbruder aus Irland in der Krankenhausseelsorge, ein französischer Mitbruder in der Polizeiseelsorge in Mecklenburg und Pater Henschel in der Urlaubsseelsorge ebenfalls in Mecklenburg. Dieses Team soll erweitert werden durch einen Mitbruder aus Polen und aus Nigeria. "Das Neue wird bei uns wirksam: durch die Mitarbeit und Übernahme der Verantwortung der Laien und durch die Chance der Internationalität unserer Gemeinschaften", fügte Pater Marzinkowski hinzu.
Höhepunkt des Kapitels war die Wahl des Provinzials. Pater Marzinkowski stand zur Wiederwahl an. So wurde am Donnerstag in geheimer Abstimmung der bisherige Provinzial mit überwältigender Mehrheit wiedergewählt. Pater Marzinkowski dankte für das große Vertrauen mit der Bitte an alle Anwesende, ihn auf dem neuen Weg zu begleiten: "Auf dem Weg zu einer gemeinsamen Struktur in Europa." Bei einem abendlichen Zusammensein schilderten die Vertreter aus den einzelnen Provinzen ihre gegenwärtige Situation.
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Der "neue" Provinzial"Pater Peter Marzinkowski
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Ihre Teilnahme am Kapitel habe sie ermuntert und gestärkt. Alle wünschten die weitere Zusammenarbeit auf europäischer Ebene. Besonderen Besuch erhielt die Provinzversammlung durch den Weihbischof von Mecklenburg Werbst. Er erläuterte die religiöse und wirtschaftliche Lage in Mecklenburg, die nicht rosig aussieht. Besonders lobte er das Projekt der Spiritaner in Rostock und dankte der Ordensleitung für dieses Engagement. Mit der Wahl eines neuen Provinzrates ging das Kapitel seinem Ende zu. Pater Provinzial Marzinkowski äußerte seine Zufriedenheit über den Verlauf des Kapitels und appellierte nochmals, das "Missionarische Projekt der Spiritaner in Europa" nicht aus den Augen zu verlieren und gemeinsam miteinander den begonnenen Weg zu gehen. Er dankte allen, die zum Gelingen beigetragen haben, auch denen, die unauffällig mitgewirkt haben auf dem Gebiet der "Logistik". Mit einer gemeinsamen Eucharistiefeier mit anschließendem Glockengeläut wurde das Provinzkapitel beendet.
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