Mitteilung

Am 09. Januar 2009 verstarb Pater Siegbert Ising CSSp.

Wir gedenken
in Dankbarkeit und Liebe
unsres Mitbruders Pater Siegbert Ising


Der 9. Januar 2009, der Sterbetag von Pater Siegbert Ising, war sein Namenstag. Es war ein Freitag, die Uhr des Augustinushauses in Neuss hatte gerade die Sterbestunde Jesu angezeigt, als Gott ihn bei seinem Namen zu sich rief.
Pater Ising wurde am 19. Juni 1934 als Sohn der Eheleute Josef und Agnes Ising, geborene Höller, zu Immekeppel im Bergischen Land geboren, wo er mit seinen beiden Schwestern aufwuchs. Ab 1947 besuchte er die Missionsschule Knechtsteden. Er wollte in die Missionsgesellschaft vom Heiligen Geist eintreten und sich auf das Priestertum vorbereiten. Dies teilte er nach dem Abitur seinem Ordensoberen mit und bat um Aufnahme in das Noviziat des Ordens. 1955 legte er in Heimbach / Eifel seine ersten Ordensgelübde ab und begann das Studium der Philosophie und Theologie an der Ordenshochschule Knechtsteden. Dort wurde Siegbert Ising 1961 zum Priester geweiht.
In den folgenden Jahren studierte Pater Ising in Köln und Bonn die Fächer Religion, Deutsch und Englisch, die er nach dem Staatsexamen an den Gymnasien in Menden, Bergheim und Broichweiden unterrichtete. Er wirkte auch als Seelsorger in Bad Godesberg, Porz-Zündorf, Kerpen, Frechen-Königsdorf und Bergheim.
Zum 1. August 1988 erhielt Pater Ising - inzwischen zum Oberstudiendirektor aufgerückt - die Ernennung zum Schulleiter des ordenseigenen Heilig-Geist-Gymnasiums in Broichweiden.
Bereits fünf Jahre später wählte das Provinzkapitel Pater Ising zum Provinzial der deutschen Spiritaner. Daher gab Pater Ising den Schuldienst auf. 1994 wurde er vom Erzbischof von Köln zum Seelsorger von St. Peter Zülpich berufen. 1995 setzte Kardinal Meisner ihn zum Definitor des Dekanates Zülpich ein.
Eine schwere Krankheit kündigte sich an. Pater Ising kam zurück nach Knechtsteden. Die Behandlung an der Uni-Klinik Köln schien den Krebs zu stoppen. Mit Einverständnis seines Arztes nahm Pater Ising die Wahl zum Superior von Knechtsteden für ein Jahr an. Noch einmal entfaltete Pater Ising seine Schaffenskraft mit Elan und Entscheidungsfreude. Die Renovierung der Sakramentskapelle erinnert an ihn. - Dann meldete sich erneut seine Krankheit. Eine Behandlung im Klinikum Aachen brachte keine Besserung. Pater Ising wusste um seinen Zustand und nahm ihn gläubig an. Seine innere Haltung vertraute er einem Mitbruder an: "Mir kann nichts passieren, ich bin in Gottes Hand!". Er spürte, dass seine Kräfte schwanden. Das Hospiz der Neusser Augustinerinnen schenkte ihm Tage der Geborgenheit ohne Schmerzen. Dort starb Pater Siegbert Ising im 75. Lebensjahr in Anwesenheit seiner beiden Schwestern und einiger Mitbrüder.

Herr Jesus Christus, du hat allen, die um deinetwillen auf eigenen Besitz und eine Familie verzichten, das Hundertfache in dieser Zeit und in der kommenden Welt das ewige Leben versprochen. Wir bitten dich für unseren Bruder Siegbert Ising.
Gläubig hat er deinen Ruf vernommen und ist dir nachgefolgt. Verzeih ihm, was in seinem Leben dieser Berufung nicht entsprochen hat. Lass ihn eingehen in deine Freude, die alle Vorstellungen übertrifft. Denn du bist gut und menschenfreundlich; dich preisen wir mit dem Vater und dem lebensspendenden Heiligen Geist in alle Ewigkeit.
Amen.



P. Siegbert Ising

Die Exequien und die Beerdigung finden am 16. Januar 2009, um 14.00 Uhr in Knechtsteden statt.

 
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