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Wir gedenken
in Dankbarkeit und Liebe
unsres Mitbruders
Unser verstorbener Mitbruder, P. Felix Porsch CSSp, wurde am 6. September 1928 als drittes Kind des Maschinisten Bruno Porsch und seiner Ehefrau Frieda in Danzig - Langfuhr geboren. Er besuchte die Volksschule seines Heimatortes Einlage an der Weichsel, die staatliche Aufbauschule in Danzig und wurde im Januar 1944 als Luftwaffenhelfer eingezogen.
Als er im April 1945 aus amerikanischer Gefangenschaft entlassen wurde, begab er sich nach Nastätten im Taunus, da er nichts über den Verbleib seiner Angehörigen erfahren konnte. Hier erwachte in dem damals Sechzehnjährigen zum ersten Mal der Wunsch, Priester zu werden. Doch schien eine Verwirklichung unter den gegebenen Umständen fast unmöglich.
Im März 1946 konnte er zu seinem Vater und seinen beiden Geschwistern nach Eckernförde in Schleswig-Holstein ziehen, wohin sie geflüchtet waren. Seine Mutter und eine Schwester waren 1945 durch Bomben ums Leben gekommen. Da es nun aus finanziellen Gründen nicht möglich war, den früheren Bildungsgang fortzusetzen, begann Felix im Mai 1946 eine Maurer-Lehre. Jedoch wurde ihm nach 17 Monaten Lehrzeit überraschend die Möglichkeit geboten, Schüler des Bischöflichen Konviktes in Hadamar im Westerwald und des dortigen staatlichen Gymnasiums zu werden. Sein besonderes Interesse galt neben dem Sport vor allem der deutschen Literatur. Auch fand er dort ein reiches Betätigungsfeld in der bündischen katholischen Jugend. Hier in Hadamar bekam er auch die Anregung, in einen Missionsorden einzutreten.
Nach dem Abitur im März 1952 begann Felix das Noviziat der Missionsgesellschaft vom Heiligen Geist in Heimbach in der Eifel, und machte am 6.4.1953 seine erste Profess. Es folgten von 1953 - 62 die theologischen Studien in Knechtsteden und an der Gregoriana in Rom und ein Bibelstudium am Päpstlichen Bibelinstitut in Rom. Während dieser Studien wurde P. Porsch am 16. Juli 1958 in Köln zum Priester geweiht.
Von 1963 - 1968 war P. Porsch Dozent für Neutestamentliche Exegese an unserer Ordenshochschule in Knechtsteden. Danach ging er nach Rom zurück, brachte seine biblischen Studien zum Abschluss und promovierte 1970 an der Gregoriana über das Thema: "Pneuma und Wort. Ein exegetischer Beitrag zur Pneumatologie des Johannes-Evangeliums". Von 1970 - 1978 dozierte P. Porsch Exegese des Neuen Testamentes an der Hochschule der Jesuiten, St. Georgen, in Frankfurt am Main und in Königstein im Taunus. Von 1978 - 1984 war er Wissenschaftlicher Mitarbeiter beim Katholischen Bibelwerk in Stuttgart. Als die Spiritaner im Herbst 1983 in St. Augustin - Hangelar ihr Ausbildungshaus eröffneten, schloss er sich bald der dortigen Gemeinschaft an und dozierte von 1984 - 1996 an der Hochschule der Steyler Missionare in Sankt Augustin.
In all diesen Jahren war P. Porsch unermüdlich, oft an der Obergrenze menschlicher Kräfte, bemüht, den Menschen in vielen bibelpastoralen und exegetischen Bildungsveranstaltungen die Botschaft der Bibel nahe zu bringen. Er schrieb Bücher und Artikel zu neutestamentlicher Theologie und zum Johannes-Evangelium und begleitete viele biblische Studienreisen.
Emeritiert, kehrte er 1997 nach Knechtsteden zurück, war aber weiterhin tätig als Referent und Gastdozent. Ein schweres Krebsleiden setzte seinem unermüdlichen Schaffensdrang Grenzen und schließlich ein Ende. Ohne Klagen, immer voller Optimismus, trug er die fortschreitende Krankheit, bis er nur noch eines konnte: "die neue, intensive Begegnung mit seinem Herrn und Bruder zu erwarten" - wie er es in einem letzten Weihnachtsgruß ausdrückte - die Begegnung mit dem Herrn, dessen Frohe Botschaft er noch im Rollstuhl verkündete.
Am 24. Februar 2001 hat der Herr ihn zu sich berufen.
Wir, seine Mitbrüder, Verwandten, Freunde und viele Menschen verdanken ihm viel, halten sein Andenken in Ehren und beten für ihn.
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Exequien und Beerdigung
waren in Knechtsteden
am 6. März 2001.
Auf ausdrücklichen Wunsch von P. Porsch bitten wir anstelle von Kränzen und Blumen um eine Spende für die Mission.
Wir danken allen, die uns Ihre Anteilnahme am Heimgang von P. Porsch ausgedrückt haben.
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