Geburtshilfe für neues Leben
(Ordensbezirk Europa hält erstes Kapitel)

Ordensbezirk Europa hält erstes Kapitel
 Eine bunte Mischung: Die Teilnehmer des ersten Kapitels Ordensbezirks Europa.

Der Ort
Der Ort des ersten Kapitels des Ordensbezirkes Europa konnte nicht besser gewählt sein: Montana im Wallis/Schweiz. Auf einer Plattform des Südhanges über dem Rhonetal, auf gut 1600 m Höhe gelegen, umgeben von 3 bis 4 Tausendern, ein halber Meter Schnee, während der ganzen Dauer des Kapitels strahlender Sonnenschein. Und dann in den Sitzungssaal eingesperrt.
Anwesend waren 21 Stimmberechtigte: die Mitglieder des Ordensbezirkes: aus Brüssel, aus dem Noviziat in Paris/Chevilly, aus Rostock und aus Aranda/Spanien. Zu diesen 10 Kapitularen kommen dann noch die 10 Provinziale der Europäischen Provinzen und der Obere der Gruppe in Kroatien.

Die Sprachen
Moderiert wurde das Kapitel, das am 18. Januar abends begann und am 22. Januar abends beendet wurde, vom irischen Mitbruder Marc Welan, der beide Sprachen französisch und englisch hervorragend beherrscht. Diese beiden Sprachen waren denn auch die „Kapitelssprachen“, wobei sich bald heraus stellte, dass französisch von den meisten gesprochen und verstanden wurde, während doch 5 englisch nicht verstanden. Zu Bemerken: es gab auch eine deutschsprachige Gruppe, die sich zweimal zur Gruppenarbeit traf. Von den 21 Kapitularen sprachen schließlich 8 deutsch und 3 weitere verstanden deutsch.

Das Neue
Der Bericht des Superiors, Dick Olin mit dem Titel: „Bringing to birth New Life“ („Geburtshilfe für neues Leben“) hat die Versammlung auf die richtige Bahn gebracht: der Ordensbezirk Europa ist eine neue Organisationsform, die nicht für ein Ende von etwas steht, sondern die Neues Leben ermöglichen möchte. Das trifft sowohl für die missionarischen Projekte der Spritiraner in Europa zu, die mittlerweile in fast allen Ländern entstanden sind, wie auch besonders für die Provinzen, die sich dem neuen Bezirk anschließen wollen um dadurch neue Initiativen zu ermöglichen.

Die Themen
Die Statuten, mit Organisation und Struktur! Hier war das im März 2009 von der kleinen Kommission: dem Generaloberen Jean Paul Hoch, dem Superior von Europa Dick Olin, und den beiden Provinzialen: Norbert Maréchal und Bruno Trächtler in Brüssel ausgearbeitete Dokument eine sehr gute Grundlage, die nicht mehr viele Änderungen verlangte. Länger wurde über den "Auftrag des Ordensbezirkes" und über die Finanzen diskutiert, verständlich, denn hier ging es dann auch um die Verantwortung der Provinzen für den neuen Ordensbezirk und seine Lebensfähigkeit. Andere Themen waren: die Kommunikation, die Ausbildung und die Laienspiritaner.

Einstimmigkeit
Alle Dokumente wurden einstimmig angenommen. Es hängt natürlich jetzt noch von der Begutachtung durch den Generaloberen mit seinem Rat ab, aber es ist damit zu rechnen, dass die Dokumente weder dem Ordensrecht noch der Lebensregel der Spiritaner widersprechen. Damit kann die deutsche Ordensprovinz ruhig den Prozess der Integration weitergehen.

Der Termin
In einem Gespräch zwischen dem Vertreter des Generalrates Christian Berton, dem Oberen des OE und der beiden Provinziale von Belgien und Deutschland wurde vereinbart, dass für die Deutsche Provinz die zweite Hälfte des Monats Juni und für Belgien die erste Hälfte des Monats September diesen Jahres für die Integration anvisiert wird.

Pater Bruno Trächtler





 
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