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Wir gedenken
in Dankbarkeit und Liebe
unsres Mitbruders Pater Robert Ermert
Unser Mitbruder P. Robert Ermert wurde am 17. Juli 1917 als neuntes Kind der Eheleute Karl Robert und Anna Ermert, geborene Rebbert, in Köln-Mülheim geboren. Von 1923 bis 1929 besuchte er die Volksschule in Merheim. Dann wechselte er ins Missionskonvikt der Spiritaner nach Winterberg und besuchte dort das städtische Vorgymnasium. Bereits ein Jahr später wurde das Missionskonvikt in Winterberg geschlossen. Robert wechselte nach Broichweiden und später nach Menden im Sauerland, wo er 1938 das Vorabitur machte.
Robert Ermert hatte die feste Absicht, ins Noviziat der Spiritaner einzutreten, doch wurde er bereits im April 1938 zum Arbeitsdienst und im Oktober des selben Jahres in die Wehrmacht eingezogen. In Russland geriet er im September 1944 in Gefangenschaft, aus der er erst fünf Jahre später, im Oktober 1949, entlassen wurde.
Immer noch verspürte Robert Ermert den Wunsch, Priester und Missionar zu werden. Mit 33 Jahren trat er im April 1950 ins Noviziat in Heimbach / Eifel ein. Am April 1951 legte er die ersten zeitlichen Gelübde ab. Es folgte das Studium der Philosophie und der Theologie an der Ordenshochschule in Knechtsteden. Am 22. April 1956 wurde er von Weihbischof Frede aus Köln zum Priester geweiht.
Der sehnliche Wunsch von P. Ermert, in ferne Länder zu ziehen, erfüllte sich nicht. Seine erste Aufgabe war die des Direktors der 34 Vorpostulanten, die in Knechtsteden unter Leitung der Brüder ein Handwerk erlernten. Später wurde ihm auch die Leitung des Brüderpostulates und des Noviziates der Brüder anvertraut.
Als es immer weniger Novizen und Bruder-Postulanten gab, wurde P. Ermert ab 1967 in der Seelsorge eingesetzt und half in den umliegenden Pfarreien aus. 16 Jahre lang, von 1969 bis 1974 wirkte er als Pfarrverweser in Sinthern und Geyen. Und weitere 11 Jahre als Subsidiar im Dekanat Pulheim. Er war ein sehr geschätzter und beliebter Seelsorger, der auf die Menschen zuging und sie in ihren Sorgen und Nöten verstand. 30 Jahre lang versah P. Ermert auch den Dienst als Beichtvater und Seelenführer bei den Cellitinnen im Mutterhaus in Longerich. Von 1971 bis 1987 war er zusätzlich Caritasvertreter im Dekanat Lövenich.
Unser Mitbruder P. Robert Ermert war immer für die Menschen da, ihm war keine Arbeit zu viel. Wen wundert es, dass er noch zu einem weiteren "Liebesdienst" bereit war. Über viele Jahre hinweg lebte im Pfarrhaus in Sinthern eines der Pflegekinder, die seine Nichte Änne Ermert in der Kölner Steigerwald-Stiftung betreut hatte. Für diese Kinder, die heute erwachsen sind und eigene Familien haben, fühlte sich P. Ermert mitverantwortlich. Wie gerne ihn "seine Kinder" mochten, zeigte sich in den letzten Jahren, wenn sie ihren Onkel immer wieder in Knechtsteden besuchten.
Die letzen Jahre des Lebens von P. Robert Ermert waren gekennzeichnet von schwerer Krankheit. Geistig war er noch fit, aber der Körper wurde immer schwächer. Er war ans Bett gebunden und ganz auf Hilfe angewiesen, die ihm auf der Pflegestation in Knechtsteden durch die Mitbrüder und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der "Brücke Südwestfalen" liebevoll zuteil wurde.
Am Sonntag, dem 10. Mai 2009 hat Gott, der Herr, unseren Mitbruder Robert Ermert in die ewige Heimat berufen. Wir, seine Mitbrüder. Verwandten und Freunde halten sein Andenken in Ehren und beten für ihn.
Vater des Erbarmens und Gott allen Trostes, wir preisen dich und danken dir für unseren Mitbruder P. Robert Ermert.
Du hast ihm in deinen ewigen Ratschlüssen den Weg vorgezeichnet, den er gehen sollte.
Vergelte ihm all das Gute, das er den ihm anvertrauten Menschen getan hat.
Nachdem er in der Prüfung des Lebens den Glauben bewahrt und den guten Kampf gekämpft hat, schenke ihm, wir bitten dich, den Frieden und die Freude deines Himmels, und uns, zu unserer Zeit, das Wiedersehen mit ihm in deinem Reich. Darum bitten wir durch Christus, unseren Bruder und Herrn. Amen.
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Die Exequien und die Beerdigung
finden am 15. Mai 2009, um
14.00 Uhr in Knechtsteden statt.
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