Mitteilung

Am 08. Dezember 2005 verstarb P. Hans August Bischoff CSSp.

Wir gedenken
in Dankbarkeit und Liebe
unsres Mitbruders


Unser am 8. Dezember 2005 verstorbener Mitbruder Hans August Bischoff wurde am 2. Dezember 1912 als Sohn der Eheleute Heinrich Bischoff und Gertrud, geb. Budde, in Hannover-Döhren geboren.
Von klein auf für die Seeoffizierslaufbahn bestimmt, besuchte er die Bismarck-Realschule in seiner Heimatstadt Hannover. Doch schon bald reifte in ihm der Wunsch, Missionspriester zu werden. Von seinen Eltern in diesem Vorhaben unterstützt, wechselte er an Ostern 1927 an die Missionsschule vom Heiligen Geist in Broichweiden.
Mehrere Krankheiten erschwerten ihm den Weg zum Ziel. Pater Bischoff musste die Missionsschule Broich verlassen und sich in ärztliche Behandlung begeben. Nach seiner Genesung konnte er die Studien an der Missionsschule St. Josef in Menden fortsetzen. Dort machte er an Ostern 1934 das Abitur.
Nach dem Noviziat in Heimbach legte Hans August Bischoff am 24. Mai 1936 die ersten Gelübde ab. Es folgten die Jahre des Philosophie- und Theologiestudiums in Knechtsteden von 1936 bis 1941. Am 16. Februar 1941 wurde er in Knechtsteden zum Priester geweiht.

Zwei Monate später wurden die Spiritaner von den Nationalsozialisten aus Knechtsteden vertrieben. Pater Bischoff fand Aufnahme in seiner Heimatdiözese Hildesheim. Er arbeitete zunächst als Kaplan in Hamburg-Harburg, von 1942 bis 1945 als Kaplan in Celle und Standortpfarrer in Bergen-Belsen. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges kehrte er nach Knechtsteden zurück, um die Studien zu vollenden. Von 1946 bis 1950 arbeitete Pater Bischoff als Kaplan und Pfarrvikar in Eschede (Sauerland). Von 1950 an war er als "Propagandapater" im Auftrag der deutschen Spiritanerprovinz nördlich der Mainlinie unterwegs. Filme wie "Ein Mann für Afrika" oder "Die Glocken von Nagasaki" gehörten zu seinem Reisegepäck.

1959 ging der Herzenswunsch unseres Mitbruder endlich in Erfüllung: Mit 47 Jahren konnte er als Missionar nach Brasilien, in das Amazonasgebiet ausreisen, um im Distrikt Alto Jurua seine Arbeit aufzunehmen. Nach kurzen Kaplansjahren in Feijo und Eirunepé wurde ihm 1962 die Aufgabe des Aufbaus der Gemeinde Ipixuna am Juruá anvertraut. Diese Aufgabe erfüllte "Padre Agostinho", wie ihn die Menschen liebevoll nannten, mit Leib und Seele.
In selbstlosem Einsatz half er den Menschen in der Stadt und im Landesinnern, wo er eben konnte. Er war ein strenger, aber herzensguter Pastor. Bis ins hohe Alter von 84 Jahren leitete er die Pfarrei, bis er sie 1996 in die Hände eines jungen einheimischen Diözesanpriesters übergeben konnte.

1997 kehrte Pater Bischoff nach Knechtsteden zurück, um hier seinen wohlverdienten Ruhestand zu verbringen. Von den Krankheiten während der Studienzeit war ihm nichts mehr anzumerken. Der Einsatz in der Mission hatte ihn jung und frisch gehalten. Erst in den letzten Monaten zeichneten ihn die "Gebrechen des Alters". Am Fest der Unbefleckten Empfängnis ist Pater Bischoff im Alter von 93 Jahren friedlich und sanft entschlafen.

Wir, seine Mitbrüder, Verwandten und Freunde und viele Menschen in Deutschland und Brasilien verdanken ihm viel. Wir halten sein Andenken in Ehren und beten für ihn.




P. Hans August Bischoff

Exequien und Beerdigung finden am 14. Dezember um 14.00 h in Knechtsteden statt.
 
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