Mitteilung

Am 03. Mai 2009 verstarb Pater Nikolaus Bader CSSp.

Wir gedenken
in Dankbarkeit und Liebe
unsres Mitbruders Pater Nikolaus Bader


Unser Mitbruder P. Nikolaus Bader wurde am 10. September 1934 als siebtes von acht Kindern der Eheleute Nikolaus und Franziska Bader, geborene Wiesenmeier, in Heidelberg geboren. Seine Kinderjahre verbrachte er zusammen mit seinen Geschwistern im Elternhaus in Ubstadt-Weiher. In der dortigen Volksschule begann er im Herbst 1941 seine schulische Laufbahn. Nach sechs Jahren wechselte er 1947 in das humanistische Gymnasium in Bruchsal.
Schon früh, am 01. März 1945, hatte Nikolaus Bader seinen Vater bei einem Fliegerangriff verloren. Deshalb musste er neben dem Studium auch in der Landwirtschaft mitarbeiten, um zum Lebensunterhalt beizutragen. Diese Doppelbelastung und gesundheitliche Probleme zwangen ihn, kurz vor dem Abitur das Gymnasium in Bruchsal zu verlassen. Da in ihm aber der Entschluss gereift war, Missionar zu werden, und sich seine Gesundheit stabilisiert hatte, bat Nikolaus 1956 um die Aufnahme in die Missionsgesellschaft vom Hl. Geist. Im ordenseigenen Gymnasium in Menden (Sauerland) erlangte er dann 1958 das Abitur.
Der Studien- und Ausbildungsweg führte Nikolaus Bader dann vom Sauerland in die Eifel. In Heimbach legte er nach Beendigung des Noviziates am 12. April 1959 die ersten Ordensgelübde ab. Es schlossen sich die philosophischen und theologischen Studien an der Ordenshochschule in Knechtsteden von 1959 bis 1965 an. Hier wurde er am 07. Mai 1964 zum Priester geweiht.
Seine erste missionarische Bestimmung erhielt P. Nikolaus Bader für Südbrasilien. Vier Jahre lang war er als Kaplan in Rio do Campo im Staat Santa Catarina tätig. Die Verschlechterung der psychischen Gesundheit zwang unseren Mitbruder aber bereits nach vier Jahren zur Rückkehr nach Deutschland. Von 1969 bis 1995 lebte P. Bader in der Kommunität St. Guido und später St. Bernhard in Speyer. Soweit es die Gesundheit erlaubte, machte er sich im Haus und in der Sakristei nützlich und übernahm gelegentlich zusammen mit P. Bauer auch Gottesdienste im nahe gelegenen Altenheim. Immer wieder waren aber kürzere und längere Aufenthalte in psychiatrischen und neurologischen Kliniken notwendig. Die Enge im neuen Domizil der Spiritaner an St. Bernhard bedrängte ihn zunehmend, sodass er 1995 in die Kommunität Knechtsteden wechselte.
In Knechtsteden fühlte sich unser Mitbruder sehr wohl. Er genoss die Weite und das Grün. Soweit es ihm gesundheitlich möglich war, nahm P. Bader an den täglichen Gottesdiensten und Stundengebeten, an Kommunitätsabenden und Versammlungen eifrig teil. Immer wieder half er auch bei kleineren Arbeiten in der Provinz- und Hausverwaltung mit.
In den letzten Jahren sprach P. Bader nicht mehr sehr viel. Er war ein sehr ruhiger und in sich gekehrter Zeitgenosse, nahm aber seine Umwelt, die Mitbrüder und das Zeitgeschehen wahr. Am Sonntag, dem 03. Mai 2009 hat der Herr über Leben und Tod ihn von seinem langen, mit viel Geduld ertragenen Leiden erlöst und ihn im St. Josef-Krankenhaus in Neuss zu sich gerufen.
Wir, seine Mitbrüder, Verwandten und Freunde halten sein Andenken in Ehren und beten für ihn.

Vater des Erbarmens und Gott allen Trostes, wir preisen dich und danken dir für unseren Mitbruder P. Nikolaus Bader. Du hast ihm in deinen ewigen Ratschlüssen den Weg vorgezeichnet, den er gehen sollte. Nachdem er in der Prüfung des Lebens den Glauben bewahrt und den guten Kampf gekämpft hat, schenke ihm den Frieden und die Freude deines Himmels, die alle Vorstellungen übertrifft, denn du bist gut und menschenfreundlich. Darum bitten wir durch Christus, unseren Bruder und Herrn.

Amen.





P. Nikolaus Bader

Die Exequien und die Beerdigung finden am 07. Mai 2009, um 14.00 Uhr in Knechtsteden statt.

 
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