Mitteilung

Am 13. Juni 2001 verstarb Br. Alfons Grundhöfer CSSp.

Wir gedenken
in Dankbarkeit und Liebe
unsres Mitbruders


Unser verstorbener Mitbruder, Bruder Alfons Grundhöfer, wurde am 28. März 1935 als neuntes Kind des Bahnarbeiters Josef und seiner Frau Margaretha in Zewen bei Trier geboren. Von einem aus seinem Heimatort stammenden Pater lässt sich Bruder Alfons für ein Leben als Bruder in der Missionsgesellschaft vom Heiligen Geist begeistern. Ende Februar 1952 kommt er nach Knechtsteden und beginnt dort eine Lehre in der Schreinerei. Noch vor Abschluss der Lehre wird er in die Knechtstedener Landwirtschaft versetzt, wo es einen damals noch großen Viehbestand zu versorgen gilt. Hier trifft der junge Bruder auf einen ebenso arbeitsamen und hilfsbereiten Mitbruder, Bruder Maximilian Martin (+); und schnell werden die beiden ein unzertrennbares Zweiergespann, das für vier arbeitet und unter dem Namen "Max und Moritz" in Knechtsteden eine bekannte Institution wird. Vor allem die Landwirtschaft, die Schreinerei und die Metzgerei in Knechtsteden können stets sicher sein, in Bruder Alfons ein Paar helfende und tüchtig zupackende Hände zu finden. Doch nicht nur wegen seiner zupackenden Hilfsbereitschaft ist der kräftige Bruder bei seinen Mitbrüdern und den Angestellten in Knechtsteden gleichermaßen beliebt. Seine mitmenschliche, fürsorgliche Art, seine Späße und sein steter Frohsinn machten ihn in und außerhalb Knechtstedens zu einem gerngesehenen Mitmenschen.

Nach 29 Jahren erhält Br. Alfons eine Bestimmung für Übersee. Von Knechtsteden wird er nach Glen Ash in Südafrika versetzt. In dem ehemaligen Farmhaus beginnt er sofort mit der ihm angeborenen Energie die diversen Wünsche nach Möbeln für die Küche, die Kirche und das Haus zu erfüllen. So schnell der sorgfältige Bruder auch arbeiten mag, nie wird er fertig, immer noch warten weitere Aufträge auf ihn. Trotzdem packt er auch in der Landwirtschaft mit an und wird darüber hinaus ab 1984 Präfekt für die Jungen, die die Schule im nahegelegenen Wohngebiet für die Schwarzen besuchen.

Bezeichnend für Bruder Alfons ist es wohl, dass das Faktotum, ohne die einheimische Sprache je fließend sprechen zu können, zum wichtigsten Kontaktmann zwischen Glen Ash und der Außenwelt wird. Immer findet er einen Weg, sich mit den Menschen zu verständigen. Anerkennung und Beliebtheit, die er auch bei seinen Mitmenschen in Südafrika erfährt, steigen dem bodenständigen Südeifeler jedoch nie zu Kopf, auch nicht als er zum Bürgermeister von Glen Ash ernannt wird. Stets bleibt er, der sich selbst einmal verschmitzt lachend als den 15. Nothelfer bezeichnet hat, ein einfacher Mitmensch. So verwundert es nicht, wenn seine Mitbrüder in Südafrika von ihm sagen: , "Er ist der gute Geist, er ist immer da, wenn er gebraucht wird. Glen Ash ohne Bruder Alfons ist unvorstellbar."

Zunächst 1999, endgültig dann 2000 musste der geschätzte Bruder sein liebgewordenes Arbeitsfeld jedoch verlassen. Ein Krebsleiden machte die Rückkehr nach Deutschland und eine lange Behandlung notwendig. Trotz der zahlreichen, " Auf und Ab", die seine Krankheit und die Behandlung mit sich bringen, ist Bruder Alfons auch in Knechtsteden ein guter Geist. Auch wenn ihm die Not im Gesicht geschrieben steht, hat er für den anderen noch ein gutes Wort. Nach Pfingsten geht er hoffnungsvoll in die Diabetesklinik in Düsseldorf zur Blutwäsche. Die Behandlung sollte zwei Wochen dauern. Unerwartet für alle kommt am Mittwochmorgen, dem 13. Juni die Nachricht, dass er in der Nacht einen Herzinfarkt erliften hat und, sehr schnell in die Universitätsklinik überführt, kurz nach sieben Uhr verstorben ist.

Wir, seine Mitbrüder, werden das Andenken an Bruder Alfons, der stets versuchte, seinen Mitmenschen ohne Ansehen der Person ein Bruder zu sein, immer in dankbarer Erinnerung halten.





Exequien und Beerdigung
waren in Knechtsteden
am 20. Juni 2001, 14.00 Uhr.
 
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