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Notel

In der Notschlafstelle für obdachlose Drogenabhängige in Köln (NOTEL) erhalten die Gäste jede Nacht eine warme Mahlzeit, eine Dusche, die Möglichkeit, ihre Wäsche waschen zu lassen und ein Bett.

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Pater Johannes Henschel ist verstorben

Gott der Herr über Leben und Tod, hat seinen treuen Diener, unseren lieben Mitbruder Pater Johannes Henschel am 13.04.2018 in Knechtsteden im Alter von 83 Jahren zu sich in die Ewigkeit gerufen. Er stand im 61. Jahre seines Ordenslebens.
Exequien und Beerdigung sind am Freitag, den 20. April 2018, um 14.30 Uhr im Missionshaus Knechtsteden.

Unser Mitbruder, P. Johannes Henschel, wurde am 27.2.1935 in Plautzig (jetzt Pluski), Kreis Allenstein im Ermland, Ostpreußen geboren. Im Juli 1946 kam er mit seiner Mutter, seinem Bruder Norbert und einer Tante mit einem Vertriebenentransport nach Korschenbroich (bei Mönchengladbach). Im Herbst kam auch der Vater nach langer Trennung dazu. Ab 1947 besuchte Johannes die Ordensgymnasien in Knechtsteden und Menden (Sauerland). Nach dem Noviziat in Heimbach (Eifel) legte er 1956 seine ersten Ordensgelübde ab und wurde nach dem Theologiestudium in Knechtsteden am 1.5.1961 zum Priester geweiht.

Von 1962 – 1972 widmete sich P. Henschel im Missionshaus Broich der Öffentlichkeitsarbeit und der Werbung von Missionsberufen. Seine Arbeit setzte er in Knechtsteden fort, in Form von thematischen Wochenenden und missionarischer Animation. Als 1978 das Libermannhaus eröffnet wurde, gehörte er zum Leitungsteam und war verantwortlich für den Bereich „Mission, Entwicklung, Frieden". 1981 konnte P. Henschel im Zuge eines Austauschs von Mitbrüdern ein Jahr in Südafrika verbringen. Diese Erfahrung war für ihn prägend.

Nach seiner Rückkehr übernahm er zehn Jahre die Aufgabe des Chefredakteurs der Missionszeitschrift Kontinente. In dieser Zeit hat er fast jeden Sonntag in Gemeinden gepredigt und für Kontinente geworben, einige Bücher herausgegeben und bei Fernsehdokumentationen über die Massai in Ostafrika und über die Katukina (Indios) in Brasilien mitgearbeitet.

1992 – 1993 finden wir P. Henschel in Bagamoyo (Ostafrika), das die Liebe seines Lebens werden sollte. Dort baute er das bestehende Missionsmuseum aus und widmete sich der Touristenpastoral. Aber, vor seiner Ausreise hatte er versprochen, im neuen, pastoralen Projekt in Rostock mitzuarbeiten und so finden wir ihn von 1994 – 1998 als Pfarrer der Gemeinde Graal-Müritz an der Ostsee. Aber Bagamoyo zog ihn und so ging er 1998 nochmals für vier Jahre dorthin, um im Missionsmuseum mitzuarbeiten und sich intensiv mit der Orts-, Kolonial-, Sklaven- und Kirchengeschichte zu beschäftigen. Als diese Arbeit abgeschlossen war, zog es ihn wieder an die Ostsee zurück. Bis 2010 lebte er in der Kommunität in Rostock und arbeitete als Urlauberseelsorger.

2010, mittlerweile pensioniert, ließ P. Henschel sich in Broich nieder. Zu seiner Freude erhielt er das Zimmer, in dem er 1962 sein aktives Leben als Spiritaner begonnen hatte. Ein reiches Leben, ein bewegtes, intensives, fleißiges Leben. Er begleitete Gruppen auf Studienreisen nach Ostafrika, hinterlässt eine Reihe geschichtlicher Schriften und hat bis zuletzt Gottesdienste gehalten. Seit einem Jahr wurde er immer schwächer und krank. Am Morgen des 13. April 2018 gab er, 83 Jahre alt, sein Leben in die Hände Gottes zurück.

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16.04.2018

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Pater Johannes Henschel CSSp