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Spiritaner in Haiti

Die Mehrzahl der Menschen in Haiti leben seit Jahrzehnten in großer Armut. Das schwere Erdbeben 2010 hat diese Situation nochmals verschärft.

Wir Spiritaner sind bereits seit langer Zeit in Haiti tätig. Mit materieller und seelsorglicher Hilfe versuchen wir die schlimmste Not der Menschen zu lindern.

MaZ - letzter Pfingstgottesdienst in Stuttgart

Der diesjährige Pfingstkurs und das damit verbundene Pfingstfest im Missionshaus der Spiritaner in Stuttgart hatten einen besonderen Charakter, weil ein Kapitel der MaZ-Geschichte dort endet. Über drei Tage sind knapp 90 MaZler und ihre Familien, Ehemalige, Mitbrüder und Mitarbeiter zusammen gekommen, um miteinander Pfingsten zu feiern und sich vom Ort zu verabschieden.

MaZ Pfingstkurs in Stuttgart

Der Andrang war groß. Es war eine Meisterleistung, alle Teilnehmer, Jung und Alt, im Missionshaus, in den Gemeinderäumen und im Pfarrhaus von St. Clemens zu unterbringen. Rucksäcke, Isomatte und andere persönliche Gegenstände bezeugten, wie die Räume zu Mehrzweckräumen, Speisesaal und Schlafgelegenheit umfunktioniert wurden.

Das Wochenende war voller Aktivitäten: Begegnung, Animation, Spiel, Workshop und inhaltliche Arbeit um das Thema Befreiungstheologie.

Das Wochenende war voller Aktivitäten: Begegnung, Animation, Spiel, Workshop und inhaltliche Arbeit um das Thema Befreiungstheologie.

Das Wochenende war voller Aktivitäten: Begegnung, Animation, Spiel, Workshop und inhaltliche Arbeit um das Thema Befreiungstheologie. Kinderbetreuung und Angebote für die Kleinsten erfreuten sich großer Beliebtheit und verliehen dem Wochenende eine familiäre Atmosphäre. Höhepunkt dieser Zusammenkunft bildete der vom MaZlern gestaltete Pfingstgottesdienst in der St. Clemens Gemeinde. Es war ergreifend. Dabei kam eine tiefe Verbundenheit der MaZler zu Olaf Derenthal und zu den Menschen Zentralafrikanischer Republik zum Ausdruck, die in den Kongo fliehen mussten. Zu Beginn begrüßte P. Gasto Lyimo alle Anwesenden, besonders Menschen der ersten Stunde und alle Mitbrüder und MitarbeiterInnen, die über Jahre mitgelebt, mitgebetet und mitgearbeitet haben im Projekt und im Missionshaus

P. Emeka Nzeadibe, Provinzial der Provinz Europa leitete den Gottesdienst.

P. Emeka Nzeadibe, Provinzial der Provinz Europa leitete den Gottesdienst unterstutzt von fünf Mitbrüdern und den Ministranten. Er bezeichnete das MaZ-Projekt als Leuchtturmprojekt der Spiritaner und unterstrich, dass MaZler und Spiritaner mit Dankbarkeit und etwas Wehmut diesen Pfingstgottesdienst feierten. In seiner Predigt blickte er auf die vergangenen 32 Jahre Spiritaner-Präsenz und 30 Jahre MaZ-Präsens in Botnang zurück. Es war eine Zeit voller Aufbruch und Tatendrang. Hunderte von jungen Menschen sind über ihre Schatten gesprungen. Sie haben Begegnung gewagt hinaus in die weite Welt. Dahinter steckte sicherlich ein Stück Abenteuergeist. Vor allem haben Glaube, Hoffnung und Liebe zu den Menschen, zu den Kulturen sie angezogen und angetrieben. Sie gingen zuversichtlich durch die Welt, mit offenen Augen und Herzen, aber auch mit anpackenden Händen.

Das Wochenende war voller Aktivitäten: Begegnung, Animation, Spiel, Workshop und inhaltliche Arbeit um das Thema Befreiungstheologie.

Im MaZ hat der Pfingtsgeist etwas in Bewegung gesetzt. Bei der Entstehung von MaZ haben junge Menschen Ordensleute beim Kirchentag in Düsseldorf gefragt, wie sie an ihrer Mission teilnehmen konnten. Und die Ordensleute haben die Herausforderung und die Chance erkannt und mit dem Projekt-MaZ darauf geantwortet. Es war ein Anfang, ein Neuanfang, Pfingsten eben!

Ein neues Kapitel wird aufgeschlagen. Es geht nun darum, Neues zu wagen, den Blick zu weiten, den Horizont zu erweitern und neue Möglichkeiten des Projektes zu erschließen.

Vor Ende des Gottesdienstes kamen MaZler und Ehemalige zu Wort und drückten aus, wie MaZ und das Missionshaus sie geprägt haben. Es war ein Stück Heimat für sie. In seinem Grußwort hat der Bezirksvorsitzende, Herr Stierle, sich an die Anfänge erinnert: als P. Jehle seine Koffer nach Stuttgart brachte, fand er ein leeres Haus vor. Er begann, Kontakt zu den Nachbarn aufzunehmen. Inzwischen ist die Spiritaner-Präsenz im Bezirk und Viertel nicht mehr wegzudenken. Durch den Einsatz von vielen kleinen Leuten über drei Jahrzehnte MaZ bringt die Beziehung zwischen der nördlichen und der südlichen Hemisphäre ein Stück ins Gleichgewicht.

Mit dem Standortwechsel des Projektes von Stuttgart richtet sich unser Blick nach Knechtsteden. Wir packen unsere Koffer, verstauen Erinnerungen und dürfen mit dem festen Vertrauen voranschreiten: der Geist sprengt jede Enge auf. Er schafft Weite und will sowohl die Nahen als auch die Fernen erreichen.

In der Tat verlassen die Spiritaner nicht gänzlich das Bistum Rottenburg-Stuttgart. Eine neue Niederlassung wird in Weissach gegründet. Es ist der Beginn neuer Präsenz und neuer Mission, in der zu errichtenden Pastoraleinheit in Weissach, Rütesheim und Renningen. Vier Mitbrüder werden im Projekt mitarbeiten. Neue Möglichkeiten tun sich da auf.

Nach dem Pfingstgottesdienst wurden alle Mazler und Gemeindemitglieder zum Sektempfang eingeladen. Diese Zeit bot die Gelegenheit, mit dem einen oder dem anderen zu sprechen und sich an die vergangenen Pfingstwochenendenden in Botnang zu erinnern. Ein ausgiebiges Mittagessen und Nachmittagsspaziergang, Kaffee folgten. Das ganze Wochenende wurde abgerundet mit dem Morgenlob und mit der Abschlussrunde.

Danke allen, die zur Gestaltung der Tage beigetragen haben. Wir freuen uns nun darauf, das nächste Pfingstwochenende in Knechtsteden zu feiern. Damit schließt sich der Kreis, es ist eine Rückkehr zu den Wurzeln.

Emeka Nzeadibe CSSp


28.06.2017

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