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Kirche Sao Francisco mit dem Rohbau des Gemeinde-
zentrums.
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"Am Rande vom Rande" der Bundeshauptstadt Brasilia, so sagen wir, lebe ich mit einem brasilianischen und einem polnischen Mitbruder. Bereits im Jahre 1959 begannen holländische Mitbrüder hier ihre Arbeit, zeitgleich mit der Gründung der Bundeshauptstadt und der Erzdiözese Brasilia.
Die Spiritaner wirkten zunächst in der Pfarrei vom Heiligen Geist und betreuten von hier aus auch die Außenbezirke. Ein Ort wurde 1971 zwangsumgesiedelt in die neugegründende Satellitenstadt "Ceilândia". Die Spiritaner zogen mit nach Ceilândia und legten die Basis für die kirchliche Arbeit. 1988 kamen für wenige Jahre unsere Mitbrüder aus Puerto Rico hinzu. Nun bot sich für die beiden holländischen Mitbrüder die Gelegenheit, im neuen Außenbezirk des Sektors "O" die Pfarrei "U L Frau vom Frieden" zu gründen.
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Die Kunst sich einzuzäunen, um sich in Ceilandia vor Dieben
zu schützen.
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1997 wurde die Filialgemeinde Franz von Assisi zur Pfarrei erhoben. Nach dem Tod der beiden holländischen Mitbrüder wurde die brasilianische Provinz um Hilfe gebeten. P. Haroldo kam sofort, ich folgte 2002 und übernahm die Pfarrei Franz von Assisi. Das wurde für mich eine ganz neue Erfahrung. Bisher hatte ich mich in der übergroßen Stadt São Paulo und in Salete im Bundesland Santa Catarina wohl gefühlt: im Hochland mit der Mütze auf em Kopf und immer mit einer Flasche Wasser zur Hand ....
Im Hochland mit viel Sonne und Trockenheit und dem eigenartigen "Cerrado", einer z. Teil fruchtbaren Gegend in 1100m Höhe. In "meiner" Gemeinde leben viele Migranten aus den Bundesländern im Nordosten und Norden, wie Maranhão, Ceará, Paraíba, Piauí, Pernambuco, Bahia sowie aus dem Norden von Minas Gerais. Eine bunte Völkermischung mit vielen Gebräuchen also, die jedoch in der Anonymität der großen Stadt zu verschwinden drohen.
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Exerzitien mit Firmlingen zum Thema: Jesus bei der
Samariterin am Jakobsbrunnen.
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Ich sage "große"Stadt. Nun, Brasília wurde geplant für 500 Tausend Menschen, an die Sattelitenstädte dachte zunächst niemand. Heute haben wir etwa 2,5 Millionen Einwohner, wobei Ceilândia die größte Stadt ist mit wenigstens 400Tausend. Somit ist Ceilândia ein sozialer Brennpunkt mit viel Gewaltanwendung. Deswegen ist sie auch berüchtigt. Bei der Arbeitssuche sollen die Leute eine Telefonnummer angeben. Wird die Vorwahl von Ceilândia genannt, ist fast sicher, dass die Arbeitsstelle verloren ist. So wird die Handy-Nummer oder keine angegeben. Die Arbeitslosigkeit in Ceilandia beträgt etwa 22%. Viele Menschen arbeiten in den Ministerien oder beim Militär in den unteren Gehaltsstufen. Meine Aufgaben bestehen in der "normalen" Pfarreiarbeit mit Sozialarbeit, Katechese und Kinderpastoral, die sich der Kinder von 0-6 Jahren annimmt. Die Familienpastoral steht noch ganz am Anfang.
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MaZlerin Franziska Wehinger mit ihren Schutzbefohlenen
im Kinderheim.
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Ich kümmere mich auch um die Ehekreise (die sogenannten Encontros de Casais com Cristo = Begegnung von Ehepaaren mit Christus) in unseren beiden Pfarreien und auch in den umliegenden 33 Pfarreien. Des weiteren helfe ich in einer Farm, die sich um die Genesung der Alkohol- und Drogenkranken kümmert.
Eine meiner weiteren wichtigen Aufgaben ist es, als Ansprechpartner in Brasilien die Kontakte zu unseren Missionaren und Missionarinnen auf Zeit (MaZ) zu pflegen. Ich besuche die jungen Leute auch dort, wo sie leben und arbeiten.
Als ich im Jahr 2002 ankam, hatte die Gemeinde schon einiges an Geld angespart, denn es fehlte das Gemeindezentrum; zudem musste die Kirche erweitert werden.
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Kapelle "Santa Clara de Assis" in der favela
der Fuhrwerksleute.
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Mit dem Bau des Gemeindezentrums begannen wir 2005. Der Rohbau ist fertiggestellt, unsere finanzielle Grundlage ist aufgebraucht; jetzt geht es nur in kleinsten Schritten weiter.
2006 kam eine neue Siedlung zu unser Gemeinde hinzu: die "favela" der Fuhrwerksleute. Ein Brand brachte die Leute zu dieser notgedrungenen neuen Ansiedlung, die Infrastruktur bleibt jedoch in weiter Ferne. Im Jahre 2010 stehen Wahlen an. Bis dahin wird wohl einiges geschehen, wie z.B. dass wir ein Grundstück für die Kirche und ein Gemeindezentrum zugewiesen bekommen; dies müssen wir dann auch bezahlen. Auf Unterstützung durch Gebet und Geld aus der deutschen Heimat sind wir also nach wie vor dringend angewiesen.
Pater Hartmut Straubinger, CSSp
Kontakt:
Pe. Hartmut Straubinger, CSSp
QNO 18, conj. 17, casa 09
Expansão do Setor Ó
72260-817 Ceilândia, DF
Brasilien.
email: hpedros@uol.com.br
Spendenkonto:Missionsprokur der Spiritaner
Deutsche Bank 24
BLZ 370 700 24
Kto 122 72 71
Verwendungszweck: Pater Hartmut Straubinger